Veranstaltungen

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen unsere in der nächsten Zeit stattfindenden Veranstaltungen vor. Veranstaltungen, die das Forum Brasil in der Vergangenheit durchgeführt hat, sind unter dem Menüpunkt Dokumentation zu finden. Für weitere Informationen rufen Sie uns gerne an unter Tel 030 - 780 960 54. 




 

 

Filmvorstellung

Livres / Free


 


 
Eintritt 5 €
 
Freitag, 26. Oktober
19:00 Uhr

Name des Filmes: "Livres"/ "Free"
Regisseur: Patrick Granja
Produktionsfirma: Chiappini Filmes
Länge: 80 Minuten
Sprache: OmU portugiesisch mit englischen Untertiteln
fsk: 16

 

Gast des Abends: Jonser Shakespeare, Schauspieler

 

 

Für den Film "Livres"/"Free" haben sechs Männer eine Intention: sie wollen das Kino als Medium nutzen, um auf die unmenschlichen Zustände in brasilianischen Gefängnissen aufmerksam zu machen. Das Leben im Gefängnis hat die Ex-Gefängnisinsassen dazu gebracht, ihre Kreativität zu entdecken, Kunst als Werkzeug des Ausdrucks zu nutzen. "Livres"/"Free" ist ein Dokudrama, das Rassismus, Verhaftung, Folter und Gewalt thematisiert, das aber auch nach Freiheit, Träumen und Gerechtigkeit ruft. Der Film wurde vom Rio 2017 Festival ausgewählt.


Im Anschluss findet eine Diskussion über den Film statt, die zudem die aktuellen politischen Umstände in Brasilien, Kriminalität, Staatsgewalt, Rassismus und strukturelle Hierarchien zwischen Reich und Arm bzw. weiß und reich in den Fokus rückt.


Jonser Shakespeare, in einer Favela in Mina Gerais aufgewachsen. Kriminalität, Gewalt und strukturelle Unterdrückung kennt er von Klein an. Sein früh aufblühendes Interesse für Theater, Film und Kunst brachten ihn in jungen Jahren mit der Theaterszene in Rio de Janeiro in Berührung, welche ihm neue Zugänge und Möglichkeiten des Ausdrucks ermöglichten.  Als Schauspieler hat Jonser Shakespeare bereits in diversen bekannten brasilianischen Filmen mitgespielt und später seine Karriere als Filmdrehbuchautor begonnen. Neben dem Film widmet Shakespeare sich der nachhaltigen Unterstützung Afro-Brasilianischer Gemeinschaften in Brasilien und ihrer gerechte Positionierung in einem korrupten.

 


 

 


 


Mit freundlicher Unterstützung durch:



 

 

Traditionelle brasilianische Musik

Forró das Luzes

Eintritt 12 €

 
Sonntag, 04. November
15:00 Uhr

 

 

 

Gesang und Triangel: Valdir Santos
Akkordeon: Charles William Santos
Zabumba: Amoy Ribas
Cavaquinho: Eudinho Soares

 

Forró das Luzes bringt mit den Musikern Valdir Santos, Charles William, Eudinho Soares und Amoy Ribas das traditionelle Forró mit innovativen Noten aufs Parkett.

 

Charles William, geboren in Refice, ist Akkordeonist, Cavaquinista und Pianist. Er hat bereits brasilianische Künstler*innen wie Alceu Valença, Alcimar Monteiro und Cristina Amaral begleitet.

 

Amoy Ribas hat mit namhaften Künstler*innen in verschiedenen Teilen der Welt gespielt. Durch seine Art zu Trommeln konnte er bereits das Interesse bei hochrangigen Musiker*innen wie Hermeto Pascoal, Guinga und Paula Morelenbaum wecken.

Eudinho Soares, Jazz-Gitarrist und Komponist, wurde in Brasilien geboren und lebt seit 1990 in Berlin. Er begann sehr früh Gitarre zu spielen und kam durch die Musik von Joe Pass und Wes Montgomery in Berührung mit dem Jazz.

Valdir Juvenal ist Sänger, Perkussionist und Komponist. Bereits mit 14 Jahren trat der Brasilianer bei bedeutenden Veranstaltungen in der berühmten Kleinstadt Amaro Branco, wo der bekannte „Coco“ Rhythmus entstand, auf. Valdir Juvenal ist Leiter der Forró-Band "Mistura Fina" und der Pagode-Band „Valdir&Banda“. Zudem ist er Sänger der Samba-Gruppe "Sapucaiu no Samba" und bietet im „Bloco x“ Sambashows an. Als Musiker ist er in vielen anderen Projekten in Deutschland und Europa beteiligt.

 




 

 

Aus Brasilien in die Welt und andersrum!

3. Sarau Mundi

von Nina Graeff

 


Eintritt 10 € / ermäßigt 8 €
 
Samstag, 10. November
Einlass: 19:30 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr

 

 

 

Sarau Mundi (aus Portugiesischem “Salon” + Latein “Welt”) entsteht als eine Bühne der künstlerischen Vielfalt in Berlin. In einem Abend gemütlicher Atmosphäre im Forum Brasil soll die brasilianische Multikulturalität Musiker*innen, Dichter*innen, visuelle und Performance Künstler*innen als Inspirationsquelle für ihr Schaffen, ihre Darstellung und den Austausch ihrer Einflüsse dienen.
Alte und neue Künstler*innen der Berliner Szene sind herzlich eingeladen, sich zu bewerben, um bei der Veranstaltung neue Experimente auszuprobieren. Sie haben, alleine oder als Duo, 20 Minuten Zeit, ihr Schaffen vorzustellen. Jeder Soirée enthält drei bis vier showcases sowie abschließend eine jam session – die „Guava Jam“ – mit allen Beteiligten.
Die brasilianische Multikünstlerin und Ethnologin Nina Mundi kuratiert, moderiert und näht ebenso durch ihre Performances die Schnittpunkte zwischen Künsten und Künstler*innen aus aller Welt.  
 

 

Programm:

 

 

Können wir uns verstehen? – Muksa Wafula und Mariano González
Die Frage stellen sich Mukasa Wafula, Litungu-Spieler und Sänger aus Kenia und Mariano González, Multi-Instrumentalist und Musikwissenschaftler aus Brasilien.
Was verbindet uns und wo berühren sich unsere klanglichen Welten? Was müssen wir machen, um einander näher zu kommen? Was müssen wir von uns aufgeben, und was können wir voneinander aufnehmen?
Musikalisch begeben sie sich auf der Suche nach den Antworten, ausgehend von einem Repertoire, das die Grenze zwischen Geschichtserzählung und Musik verschmelzen lässt, genauso wie die Grenzen zwischen Musiktraditionen dies- und jenseits des Atlantiks.

Daniel Marques
Daniel Marques aus Rio de Janeiro gilt als einer der Referenzen der brasilianischen Gitarre weltweit. In Solo-, Duo und Trio-Formationen und mit Orchestern trat er in mehr als 200 Städten in Europa, Amerika und Asien auf. Bei Festivals wie Copenhaguen Jazz, Calcutta Guitar Festival, APAP in New York, Chicago Weltmusikfestival und andere waren seine Stationen. Daniel erhielt bedeutende Preise in verschiedenen Ländern für seine Alben und ist derzeit Produzent des Explorative Music Festivals in Berlin.
In Sarau Mundi wird Marques neue Kompositionen vorstellen, die nächsten Winter in seinem neuen Album erscheinen.

Lucia Fodde – „Sounds of Brazil“ – with Amoy Ribas und Daniel Marques

Die sardische Jazzsängerin und Songwriterin Lucia Fodde gehört zu der Welle italienischer Jazzkünstler, die innovative Sounds in die Kraft traditioneller Rhythmen bringen. Ihre komplizierten Improvisationen scheinen so mühelos wie das Atmen zu sein, ihre Anlieferung ist immer warm und persönlich. Letzten Monat erschien ihr zweites Album "Freedom", das beim Copenhagen Jazz Festival 2018 veröffentlicht wurde.
Bei diesem Sarau Mundi wird Lucia begeistert ihr neues Projekt “Sounds of Brazil” präsentieren: ein Repertoire von Bossa-Nova und Samba Songs der größten brasilianischen Songwriter, wie Tom Jobim, Dorival Caymmi u.a. Sie wird von den hervorragenden Musikern Daniel Marques an der Gitarre und Amoy Ribas an der Percussion begleitet.

 
 


 


Mit freundlicher Unterstützung durch:

 

 




 

Dia da Consciência Negra – Tag des schwarzen Bewusstseins

Preta

Vorstellung des Films "Preta" und anschließende Gesprächsrunde

 


 
Eintritt frei. Um Spenden wird gebeten.
 
Dienstag, 20. November
Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 19:30 Uhr

 

 

mit der Regisseurin Poliana Baumgarten und Jamile da Silva e Silva

 

 

Der Dia da Consciência Negra stellt den Beginn der in Brasilien begangenen Semana da Consciência dar. Innerhalb dieser Woche wird traditionell der Befreiung der afrikanisch-stämmigen Bevölkerung aus der Sklaverei gedacht. Darüber hinaus wird diese Woche genutzt, um auf die aktuell nur langsam fortschreitende Integration von People of Color beispielsweise in den Arbeitsmarkt und an den Universitäten in Brasilien aufmerksam zu machen. Ohne die afrikanischen Einflüsse wäre die heutige brasilianische Kultur nicht das, was sie ist. Dennoch haben Afro-Brasilianer noch immer – und leider aktuell wieder zunehmend mehr – unter offener und latenter Diskriminierung im Alltag zu leiden, ebenso wie afro-dezendente Menschen in Deutschland und vielen anderen Ländern der Welt.

Wir möchten den Fokus des diesjährigen Dia da Consciência Negra im Forum Brasil noch einmal auf die Kraft der Schwarzen Frauen konzentrieren, da besonders Frauen momentan in Brasilien gegen einen faschistischen Kandidaten für die Präsidentschaft kämpfen. Aus diesem Grund werden wir den Film von der deutsch-brasilianischen Filmemacherin Poliana Baumgarten, „Preta“, zeigen.  

In ihrem Dokumentarfilm "Preta" (Femme Adjektiv für „Schwarz“ auf Portugiesisch) porträtiert Poliana sieben Schwarze Frauen, die in Brasilien leben und die Kämpfe, die mit dem Leben als Schwarze Frau einhergehen in einer Gesellschaft, in der die Mehrheit der Bevölkerung zwar Schwarz ist, ihre Lebensrealitäten aber immer noch von struktureller Deprivilegierung und Unterdrückung geprägt sind.

Im Anschluss an den Film findet eine Gesprächsrunde zusammen mit der Regisseurin und der in Berlin lebenden brasilianischen Frauenrechtsaktivistin Jamile da Silva e Silva vom Interkulturellen Frauenzentrum S.U.S.I. über die Bedeutung des Dia da Consciência Negra und über die Rolle der Afro-Brasilianischen Frauen in Brasilien statt. Es sollen kulturelle Strategien von Widerstand in Brasilien sowie in Deutschland reflektiert werden.

 

 

 

 

Mit freundlicher Unterstützung durch: