Veranstaltungen

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen unsere in der nächsten Zeit stattfindenden Veranstaltungen vor. Veranstaltungen, die das Forum Brasil in der Vergangenheit durchgeführt hat, sind unter dem Menüpunkt Dokumentation zu finden. Für weitere Informationen rufen Sie uns gerne an unter Tel 030 - 780 960 54.



 

  

 Workshop

Die Weißheit mit Löffeln gefressen.

Ein interaktiver Workshop zu Rassismus und kritischen Weißsein

 

  

 

 

 

 

Samstag, 23. März 2019

+++ NUR Weiße Menschen +++

12:00 – 18:00 Uhr
Teilnahmegebühr: 20€/15 ermäßigt
Anmeldung unter: info@forum-brasil.de

 

 

 

Rassismus findet nur am rechten Rand der Gesellschaft statt? Wer Schwarze Freund*innen und/oder Partner*innen hat, ist automatisch nicht rassistisch? Es reicht völlig aus sich als nicht- rassistisch zu positionieren, um auch wirklich nicht- rassistisch zu sein? Weiß-sein ist einfach nur eine „Hautfarbe“ und eigentlich sind wir ja alle gleich? NEIN!

Die Wahrheit ist, Rassismus ist seit Jahrhunderten Teil deutscher Alltagskultur und einer der Grundbausteine unserer heutigen Gesellschaft. Rassismus wird uns praktisch schon mit der Muttermilch eingeflößt. Seit der Kolonialzeit lebt er bis heute in Form von Vorurteilen, Stereotypen, kollektiven Abwertungen und struktureller Benachteiligung in unserem Denken, Fühlen und Handeln fort – ob wir das nun wollen oder nicht. Es reicht also nicht aus zu sagen, man sei nicht rassistisch, um das Problem an der Wurzel zu packen. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Rassismus und Machtverhältnissen muss deshalb mit einer kritischen Reflexion von Weißsein verbunden sein.

Zum Internationalen Tag gegen Rassismus laden wir Interessierte dazu ein, sich im Rahmen eines Workshops, nach dem Konzept der Critical Whiteness, des kritischen Weißseins, mit ihrer Rolle im System des Rassismus zu beschäftigen. Hierbei geht es uns darum, Teilnehmer*innen aufzubauen und einen fruchtbaren Austausch auf den Weg zu bringen. Auf Dauer können gesellschaftliche Veränderungen zur angeregt werden, wenn viele Menschen – besonders jene die von diesem System profitieren –  anfangen, die großen und kleinen Verflechtungen von Rassismus zu erkennen und Handlungen zu entwickelten und etablieren, die diesem System konsequent entgegenarbeiten. Gemeinsam setzen wir uns u.a. mit folgenden Fragen auseinander:

    Was verstehen wir eigentlich unter Rassismus? Welche rassistischen Denkmuster und Verhaltensweisen haben wir verinnerlicht und welche kolonialen Sichtweisen setzen sich in ihnen fort?
    Was bedeutet Weißsein und welche Privilegien gehen damit einher?
    Wie könnte eine rassismuskritische, weiße Positionierung und Praxis aussehen?


Der Workshop setzt dabei auf eine Mischung aus theoretischen Inputs, Gruppen- und Reflexionsarbeiten, sowie praktische Körperarbeit. Neben praktischen Übungen arbeiten wir mit theaterpädagogischen Elementen basierend auf der Methode Theater der Unterdrückten. Der Workshop richtet sich an Weiße Menschen und findet in deutscher Sprache statt.

Workshopleiter*innen

João Eduardo Albertini ist diplomierter Pädagoge und arbeitet als Bildungsreferent der außerschulischen politischen Bildung. Seine Schwerpunkte sind diversitätsbewusste Pädagogik, Theater der Unterdrückten und Globales Lernen.

Jacqueline Mayen ist studierte Sozialanthropologin und Afrikawissenschaftlerin. Seit 2014 arbeitet sie im Bereich politische Bildung mit dem Schwerpunkt Antirassismus und Postkoloniale Theorie. 2018 übernahm sie die Projektleitung bei AfroPolitan Berlin.

  

 



 

 

 

Öffentliches Ritual zu Ehren Ogum, Oxossi und Ossayin


Samstag, 27. April 2019

14:30 bis circa 19:30 Uhr

 

Bitte in weißer Kleidung (Frauen mit weißem Rock) erscheinen
und Blumen und Kerzen mitbringen

 

Orixás sind in den afro-brasilianischen Religionen die Vermittler zwischen dem obersten Prinzip Olurum und den Menschen. Sie sind Vorfahren – halb Mensch halb Gott – und ihnen wohnen jeweils spezifische Qualitäten inne.

 
Ogum

Ogum, ursprünglich als Herr des Metalls verehrt, gilt als dynamische Kraft voller Schwung, Jugend und Energie. Er ist zielgerichtet, energisch und in seiner Art unumstößlich durch seine kraftvolle, männliche Energie. Ogum ist ein Krieger für das Gute und Symbol der Technologie, Entwicklung und Expansion.

Er repräsentiert die Natur verändernde Kraft, die durch den Eingriff des Menschen freigesetzt wird.
Außerdem ist er Wegbereiter der Zivilisation, der arbeitende Mensch schlechthin und eine Heldenfigur par excellence.

 
Oxossi

Er ist der Orixá des Waldes, der Jagd, der Ernährung, der Flora und Fauna und auch der Kunst. Sein Charakter ist die ständige Bewegung und die Konzentration auf die Jagd. Er schützt den Jäger genauso, wie er das Wild vor der Jagd schützt. Damit verdeutlicht er, dass nur zur eigenen Ernährung gejagt werden sollte. Er gilt als einer der intelligentesten Orixás, als bescheiden und rücksichtsvoll.

In Meditation mit ihm spürt man förmlich sein hohes Maß an Konzentration. Er hilft gerne Menschen mit Problemen neue Ziele in Angriff zu nehmen. Eine weitere Seite von Oxossi ist seine Vorliebe für Kunst.

 

Ossayin

 

Er ist die Gottheit der Heilkräuter. Er kennt deren Namen, ihre Benutzung und die Beschwörungsformeln, die die heilende oder magische Kraft der Kräuter auslösen und aus denen die geheimnisvollen Elemente des Rituals bestehen.

Er ist der Herr der Medizin und der Natur. Keine Zeremonie darf ohne seinen  Einfluss stattfinden. Jeder Orixá hat zwar seine eigenen Kräuter, aber nur Ossayin kennt die Geheimnisse ihrer Anwendung. Ohne die Pflanzen und ihre Geheimnisse gibt es keinen Energiefluss (Axé). Aus diesem Grund ist Ossayins Anwesenheit für die Durchführung einer Zeremonie so wichtig.


Herzlich eingeladen sind alle Interessierte,
Freunde und Neugierige!
Keine Anmeldung erforderlich


(Am Ende des Rituals wird um Spenden
zum Unterhalt des Candomblé-Hauses gebeten)

 

Weitere Informationen hier