Veranstaltungen

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen unsere in der nächsten Zeit stattfindenden Veranstaltungen vor. Veranstaltungen, die das Forum Brasil in der Vergangenheit durchgeführt hat, sind unter dem Menüpunkt Dokumentation zu finden. Für weitere Informationen rufen Sie uns gerne an unter Tel 030 - 780 960 54. 

 

 

 



 

 

Kulturabend

 

Afro-Luso-Brasil Event

Musik - Capoeira - Straßenkunst - Performance

Angola – Brasil – Guinea-Bissau

 

Samstag, 28. Mai 2016

Einlass 18:00 Uhr

Eintritt 5,- €

 

Moderation: Uriara Maciel


Karten an der Abendkasse erhältlich

 



Mit dem Event Afro-Luso-Brasil möchte das Forum Brasil erstmals die kulturelle Brücke schlagen zwischen den afrikanischen Ländern und dem lateinamerikanischen aus dem portugiesischen Sprachraum. Meist sind ihre Kulturformen sehr voneinander isoliert wahrnehmbar, obwohl sie sich doch kulturell stark beeinflusst haben und weiterhin beeinflussen, wie wir schon in unserer Veranstaltung am 13. Mai am Beispiel der brasilianischen Samba de Roda und ihren afrikanischen Wurzeln in der angolanischen Semba aufzeigen werden. Mit dem Event Afro-Luso-Brasil werden wir nun erstmals Künstler aus den o.g. Ländern zusammen in einer Veranstaltung auf die Bühne bringen, um ihre zeitgenössische Kunst zu präsentieren. Auch für die eine oder andere kulinarische Kostprobe des entpsrechenden Kulturraums wird während der Veranstaltung gesorgt sein.


Das Programm des Afro-Luso-Brasil Event reicht von unterschiedlichen musikalischen Beiträgen aus verschiedenen Ländern des portugiesischen Sprach- und Kulturraums, über Beiträge von Straßenkünstlern, Capoeira und Performance. Allen Beitragenden, Künstlern und Artisten ist gemeinsam, dass diese nicht nur portugiesisch ihre Muttersprache nennen, sondern auch afrikanischer Abstammung oder Herkunft sind.

 

Programm:


Kani Tuyala, geboren in Kinshasa/dem. Rep. Kongo und Projektleiter von AfroPolitan Berlin, einem Projekt des Forum Brasil, wird im Rahmen der Veranstaltung einen Impulsvortrag über die Geschichte des Afro-Luso Kulturraums halten und dabei auch über aktuelle Herausforderungen sprechen, bei denen es bspw. um die Überwindung der oftmals bestehenden Ressentiments zwischen Brasilianern und den afrodezendenten Angehörigen des Afro-Luso-Sprachraums gehen wird. Diese Diskussion beinhaltet auch Aspekte des sog. ‚Black Atlantic‘, also des Transfers kulturellen und spirituellen Wissens von Afrika nach Amerika, der bis in die Neuzeit reicht. Diese Einordnung und der Ansatz eines Brückenschlags zwischen den Kontinenten reflektieren den Geist unter dem die gesamte Veranstaltung stattfindet.

Für das event Afro-Luso-Brasil freuen wir uns sehr über die Teilnahem folgender, international renommierter KünstlerInnen:

MC und DJ Xuparina aus Brasilien, wird gemeinsam mit der brasilianischen Schauspielerin/Tänzerin und Schöpferin der Formation ‚Baile Funk Girls‘,  Marcela Maia, den Abend gemeinsam musikalisch und tänzerisch bereichern. Als lesbische, schwarze Feministin und Dadaistin versteht sich Marcela Maia als Kämpferin gegen Sexismus und Homophobie in der Gesellschaft. Zu Marcela Maias musikalischem Repertoire gehören Rhythmen und Einflüsse aus der populären brasilianischen Musik, Disco, Funk und Swing.


MC Diamondog aus Angola ist ein aktuell in Berlin lebender Rapper. Sein Musikstil wird bestimmt von politischem und sog. ‚Conscious Rap‘. Diamondog ist Journalist, Dokumentarfilmer und hat einen Abschluss im Masterprogramm „Visual and Media Anthropology“ der Freien Universität Berlin. Rapper seit 1998, kam Diamondog im Alter von 16 Jahren während eines Journalistenlehrgangs mit der Hip Hop-Kultur in Berührung.
Aufgrund des Bürgerkriegs in seiner Heimat, verbrachte Diamonddog einige Zeit in Brasilien, wo er im Jahr 2000 gemeinsam mit dem brasilianischen Rapper Jazzrell AKA Mic Forté ein Hip Hop-Duo namens „Clandestino“ (übersetzt in etwa: Randständige, Ausgegrenzte, Untergrund) gründete. Bei Clandestino handelt es sich um eine Analogie zur Sklaverei, während der Millionen Afrikaner und ihre Nachkommen verschleppt und getrennt wurden und die doch gleichzeitig zu einem gemeinsamen Schicksal, einem verbindenden kulturellen Element führte, auch in der europäischen Diaspora. Auch diese Analogie und der daraus entstandene politische Anspruch bzw. das daraus entstandene Bewusstsein („conscious“), spiegeln auf ihre eigene Art den Geist der Veranstaltung im Forum Brasil wieder.

 
MC Frank Bidin aus Guinea-Bissau, handelt es sich um einen Musiker der Tradition und Moderne verbindet. Frank Bidin begann seine musikalische Karriere im Jahr 2005, wobei er bereits im Jahr 2007 eine erste Auszeichnung als Musiker durch das Discovery-Forum Guinea-Bissau erhielt (prêmio de músico revelação do Fórum de Descobertas da Guiné-Bissau). In den folgenden Jahren nahm er erfolgreich an verschiedenen subregionalen Musikfestivals in Gambia und Senegal teil.
In seinem Heimatland ist Frank Bidin in der zivilgesellschaftlichen Bewegung bekannt und ist auch aktiv in Kinder- und Jugendhilfsprojekten, u.a. gefördert von Organisationen wie UNICEF, PLAN International, BMI, PNI, NEST VON KINDERN, RENAJ, MINICRI. Frank Bidin spielt das traditionelle Instrument TINA (eine mit Wasser angefüllte Calebasse). Seit 2015 in Berlin lebend, widmet er seine Zeit eigenen Shows, Musikproduktionen und, gemeinsam mit dem brasilianischen Musiker John Afojubá, den Einflüssen afro-brasilianischer Rhythmen wie etwa dem ‚Maracatu‘.


DJane Grace Kelly, kam im Jahr 1996 aus Bahia/Brasilien nach Berlin. Ihre DJ-Karriere  begann zwei Jahre später, als  sie  Gelegenheit erhielt für ‚Afoxé Loni‘, eine der eindrucksvollsten und musikalisch anspruchvollsten Karnevalsgruppen des Berliner Karneval der  Kulturen,  aufzutreten. Im  Jahr 2000 wurde sie zum  Festival ‚Heimatklänge‘ in Berlin als DJane eingeladen und blieb dem Festival viele Jahre als Künstlerin treu. Über Jahre arbeitete sie als freie Mitarbeiterin für den Berliner Radiosender Radio Multikulti vom RBB.
Seitdem genießt sie in der Berliner Szene als auch weit darüber hinaus beachtlichen Erfolg. Als Künstlerin verkörpert Grace Kelly die Dynamik und verbindende, expansive Kraft der afro-brasilianischen Kultur. In den attraktivsten Veranstaltungsorten Berlins präsentiert sie ihre Kunst und den ‚Sound‘ Lateinamerikas, wobei sie  als cross-cultural DJane ebenfalls von orientalischen Breakbeats und osteuropäischen Rhythmen beeinflusst ist.
Mit ihrer eigenen Partyreihe ‚Mundo Mix – World Wide Dance Music‘, bietet Grace Kelly als Gastgeberin, zusammen mit den faszinierendsten musikalischen Gästen, eine Plattform für einen neuen und belebenden Blick auf das überbeanspruchte Label der „World Music“.
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Workshop

Afro-Percussion


 

 

Workshopleiter: Fabiano Lima
Erster Termin am 11. und 12. Juni, 13:00-16:00 Uhr
Teilnahmebetrag: 60€

 


 

 

 

In diesem Workshop werden wir Teile des Universums der afro-brasilianischen Musik erleben und ausprobieren. Viele verschiedene traditionelle afrikanische Rhythmen haben die brasilianische Musik stark beeinflusst - und sie tun es noch heute! Die Musikinstrumente Trommeln (Atabaques), Glocke (Gan) und Shaker (Agbe), ihre Funktionen und die Techniken sie zu spielen werden studiert. Eine (Wieder)Begegnung durch die Rhythmen der Afro-Diaspora mit unseren Wurzeln!
Kursinhalte: Geschichte der Rhythmen, Geschiche der Instrumente, Body Percussion, motorische Koordination, Ausführung an den Instrumenten, Gruppendynamik, Poly-Rhythmie.


Fabiano Lima wuchs in der Hauptstadt Pernambucos im Nordosten Brasiliens auf. Von klein auf faszinierten ihn die reichen kulturellen Manifestationen seines Umfelds. Als Jugendlicher wurde er in die musikalische Welt des Candomblé (Afro-brasilianische Religion) als Alabé (Musiker) eingeführt. Von diesem Zeitpunkt an tauchte er mehr und mehr in die Rhythmenvielfalt seiner Umgebung ein. Er arbeitete in verschiedenen Musikprojekten, die ganz traditionelle Musik sowie auch moderne Mischungen und Rhythmen beinhalteten. Fabiano verfügt über ein umfangreiches Wissen des Maracatu, Afoxé, Coco, Ciranda, Forró usw. In Brasilien unterrichtete er in verschiedenen Institutionen sowie in verschiedenen sozialen Projekten. Um sein Wissen von musikalischer Theorie und Didaktik zu vertiefen, studierte er Musik auf Lehramt an der UFPe Recife.
Als Musiker, Arrangeur, Musik Produzent und Komponist, lebt er seit 2004 in Berlin, wo er die Perkussionsgruppe „Baque Forte Berlin“ gründete. Er hat schon viele Perkussions-Workshops in ganz Europa durchgeführt (u. a. Spanien, Italien, Frankreich, Schweden, Mexico, Osteuropa und Deutschland) und als Musiker auf großen Festivals in Mexiko, Korea, Marokko, Frankreich, Brasilien und Osteuropa gastiert. Im Moment spielt er in den Gruppen Zabelê Dub, The Polyversal Souls, Afokiri, Forro´Maraganda´, Sattatree und mit verschiedenen DJ´s.


Weitere Workshop-Termine nach Absprache mit den Teilnehmenden

 

Anmeldung ab sofort unter info@forum-brasil.de

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Workshop                                         

Kraft der Götter


Workshopleiter: Murah Soares
Sonntag, 19. Juni 2016
12:00 bis 16:00 Uhr
Workshop-Beitrag: 40,- €

Bitte in weißer Kleidung - Frauen mit weißem Rock – erscheinen.

 

 

 

Dieser Workshop führt ein in die rituellen Tänze und Gesänge der verschiedenen afro-brasilianischen Religionen. Es handelt sich um einen Workshop voller Energie und Lebendigkeit. Im Candomblé hat jeder Orixá hat einen charakteristischen Erkennungsrhythmus, einen aufrufenden Gesang und einen Tanz. Diese uralte und höchst effektive ’schamanische Technik‘ führt nicht selten zu einer Art Kommunikation zwischen Gott und Mensch. Der Gott steigt ab in den Menschen und der Mensch steigt zur „Gottheit“ empor. Man „tanzt mit den Göttern“.

 

Andere Termine hier

 

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Workshopreihe - Achtung geänderte Termine

 

Oriki – Afrobrasilianisches Tanztheater


 

Inszenierung, Choreografie & Tanz: Murah Soares
Erster Termin am 25./ 26. Juni 13:00-16:00 Uhr

Workshopreihe insg. 5 x 60 € = 300 € (Ratenzahlung möglich)

 

 

 

 

In den afro-brasilianischen Religionen sind es die Orixás - halb Gott - halb Mensch, die als Mittler zwischen den Menschen und der obersten göttlichen Macht - Olorun - fungieren. Jeder Orixá hat seine ganz charakteristischen Eigenschaften, Farben und Symbole sowie seine eigene Form der Verehrung und Anrufung. Das Tanztheater Oriki greift eine Geschichte der Orixás aus der afro-brasilianischen Mythologie des Candomblé auf. Teilnehmer des Workshops erhalten Intensivunterricht im afrobrasilianischen Tanz und erfahren etwas über die afrobrasilianischen Religionen. Der Workshop findet unter der Leitung des Tänzers, Choreographen und Babalorixá Murah Soares statt.
Dieser Workshop des Afrobrasilianischen Tanztheaters findet an 5 Wochenenden von Juni bis Dezember statt und endet in einer Aufführung im Juli, in der das gelernte vor Publikum präsentiert wird.

 

 

Die Termine für den Workshop sind:

 

25./ 26. Juni (13:00-16:00 Uhr)
02./ 03. Juli (13:00-16:00 Uhr)
10./ 11. September (13:00-16:00 Uhr)
15./ 16. Oktober (13:00-16:00 Uhr)
12./ 13. November (13:00-16:00 Uhr)
9. Dezember (19:00-22:00 Uhr Generalprobe)
10. Dezember (19:30 Uhr Aufführung)

 

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