Veranstaltungen

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen unsere in der nächsten Zeit stattfindenden Veranstaltungen vor. Veranstaltungen, die das Forum Brasil in der Vergangenheit durchgeführt hat, sind unter dem Menüpunkt Dokumentation zu finden. Für weitere Informationen rufen Sie uns gerne an unter Tel 030 - 780 960 54. 




 

Choro Musik

Das Choro Quartett

 

Samstag, 06. Mai 2017

 

Einlass: 19:30 Uhr

Beginn: 20:00 Uhr


Das Quartett besteht aus Hortense Rigot (Querflöte), Eudinho Soares (Cavaquinho), André Bayer (7-Saitige Gitarre) und Amoy Ribas (Pandeiro). Die vier Musiker interpretieren zusammen eine sehr schöne Musik aus Brasilien: der Choro.


Der Choro soll der erste brasilianische urbane Musik-Stil sein, aus die Begegnung zwischen afrikanischen Rhythmen und europäischem traditionalen Musik. Er ist durch Improvisation, Virtuosität, reichende harmonische Modulationen, glücklichen und unbezähmbaren Rhythmen charakterisiert; und hat zwei Seiten: Die unvergesslichen Stücke bringen die Tränen zum Augen, und gleichzeitig erregen einen unkontrollierbaren Bedarf zu tanzen!



Das Quartett:

 

Hortense Rigot ist 1991 im Zirkus Dromesko geboren, in dem ihre Eltern als Seiltänzer und Musiker auftraten. Sie wuchs in dieser Welt auf und fing an, mit dem Jazzmusiker Carl Schlosser Querflöte zu lernen. Nach knapp zehn Jahren in verschiedenen Musikschulen und Konservatorien in Südfrankreich (Viviers, Avignon), zog sie nach Paris. Dort studierte sie Germanistik und entwickelte sich mit der Flötistin Aude Challéat in ihrer musikalischen Disziplin weiter. 2012 erhielt sie ihren Bachelor in Germanistik an der Universität Paris IV La Sorbonne. Seitdem lebt Hortense Rigot in Berlin. Sie entwickelte in den drei ersten Jahren verschiedene Projekte : das Duo „Karnouchka“ ( Querflöte / Klavier, Akkordeon), das traditionelle Weltmusik interpretiert ; das Swing- und Musette-Duo „Chocolat“ (Gitarre und Querflöte) ; das Trio „Olindà“, das eine Vielfalt von brasilianischen Rhythmen (Bossa Nova, Samba, traditionelle Forros und Choros) anbietet. In „Olindà“ hat Hortense sowohl Querflöte als auch Perkussioninstrumente (Tantan, Triangel) gespielt.


André Bayer ist ein brasilianisch-deutscher Gitarrist, geboren in Vitória – Espirito Santo/Brasilien. Seine internationale Ausbildung als Konzertgitarrist begann er in Brasilien an der Hochschule für Musik von Espirito Santo bei Fabiano Mayer. Seinen Abschluß als Diplom-Musiker erwarb er in Deutschland bei Dr. Daniel Göritz an der Hochschule für Musik – Berlin „Hanns Eisler“. In den USA besuchte er den Master of Music bei dem renommierten Gitarristen Sérgio Assad am San Francisco Conservatory of Music. Bayer konzertierte sowohl als Solist, als auch mitwirkend in Kammermusikbesetzungen für Musiktheater, Oper und Ensembles in Ländern wie Brasilien, Deutschland, USA, Österreich, Polen und Dänemark. Zusätzlich zu seiner Ausbildung besuchte er Meisterkurse bei herausragenden Gitarristen, darunter: Léo Brouwer, Eduardo Fernández, Thomas Müller-Pering, Carlos Barbosa-Lima und Daniel Wolf.


Eudinho Soares, Jazz-Gitarrist, Cavaquinho-Spieler (brasilianische Ukulele) und Komponist, wurde in Brasilien geboren und lebt seit 1990 in Berlin.
Er begann sehr früh Gitarre zu spielen und kam durch die Musik von Joe Pass und Wes Montgomery in Berührung mit dem Jazz.


Der Perkussionist, Komponist und Musikforscher Amoy Ribas wurde in Brasilia, der Hauptstadt von Brasilien, geboren und hat in Indien und Europa gelebt. Die Mischung von  verschiedenen Techniken und Stilen ist das charakteristische Merkmal des Musikers, der alle klanglichen Möglichkeiten aus den Instrumenten herausholt. Ribas transzendiert, durch seine Suche nach neuen Klängen, das Konzept der Perkussion als einfache Begleitung.

 



 

Kultur-Veranstaltung

zum brasilianischen Nationaltag zur Abschaffung der Sklaverei

Dia dos Pretos Velhos -  Interaktives Kultur Event - Tambor de Crioula

 

 

Kulturabend zum Gedenktag.

 

Freitag 13. Mai 2017

 

 

 Programm:


    
Murah Soares und die Gemeinde des Ilê Obá Silèké: Gesänge für die Pretos Velhos

    Danach führt Forro Ein interaktiver Kultur Event mit seinen Musikern und Tänzerinnen das Publikum mit kleinen Präsentationen in die Tradition der „Tambor de Crioula“ und ihrer Entstehungsgeschichte ein.


Interaktiv werden die Zuschauer dabei sukzessive zu Mitwirkende, und als Teilnehmende erhalten sie die Möglichkeit sich in den Rhythmen, Bewegungen und Spielen auszuprobieren. Am Ende verschmelzen Performance und Publikum und alle tanzen und spielen zusammen als großes Spektakel „Tambor de Crioula“.


Kulturelle Bildung als Erfahrungslernen par excellence!


Tambor de Crioula


Rhythmus, Bewegung und Gesang verbinden sich in vielen Manifestationen afro-brasilianischer Musikkultur. Sie haben ihren Ursprung in den alten afrikanischen Musik- und Tanzkulturen, die mit den versklavten Afrikanern nach Brasilien gebracht wurden. Was heute in Brasilien lebendig, mit viel Energie, Schönheit und kraftvollem Rhythmus und großem Einsatz der Ausübenden stattfindet, wurde von Spieler zu Spieler und Tänzer zu Tänzer weitergegeben.


Tambor de Crioula stammt aus Maranhão im Norden Brasiliens. Es wird auf drei typischen Trommeln, crivador, meiao und tambor grande gespielt, deren Fell am Feuer erhitzt und so gestimmt wird. Traditionell tanzen nur die Frauen. Alles findet in einem Kreis statt. Eine typische Geste ist die „umbigada“ (umbigo heizt Bauchnabel), eine Bewegung als ob sich die Tanzenden mit den Bauchnabeln berühren wollten. Zum Rhythmus gehört außerdem die matraca, die auf dem Corpus der Trommel gespielt wird, und palmas (Händeklatschen).


Joelson Menezes da Silva ,,Forro Alabê " ist in Belem do Para geboren und hat 20 Jahre in Rio de Janeiro gelebt, bevor er vor ein paar Jahren nach Deutschland kam. In seiner Arbeit widmet er sich besonders der Erforschung afrikanisch-brasilianischer Kultur. Er ist Alabê, das heißt ritueller Trommler in den afro-brasilianischen Religionen, Contra Mestre de Capoeira Angola und war als Perkussionist und Bewegungstrainer an verschiedenen Theaterproduktionen mit Robertinho Silva und Nana Vasconselos (Capitaes de Areia, Missa dos Quilombos) beteiligt. Diese vielseitigen Tätigkeiten machen Forro sowohl zu einem versierten Spieler, Sänger und Tänzer, als auch zu einem begeisterten und erfahrenen Lehrer, zu einem Träger afro-brasilianischer Kultur.

 

 

 

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