Veranstaltungen

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen unsere in der nächsten Zeit stattfindenden Veranstaltungen vor. Veranstaltungen, die das Forum Brasil in der Vergangenheit durchgeführt hat, sind unter dem Menüpunkt Dokumentation zu finden. Für weitere Informationen rufen Sie uns gerne an unter Tel 030 - 780 960 54.



 

Dia dos Pretos Velhos

 zum brasilianischen Nationaltag zur Abschaffung der Sklaverei

Interaktives Kultur Event -  Jongo Rhythmus

 

 

 

 

Ein traditionelles Tanz- und Musik-Spektakel Mit Murah Soares, Forro Alabé u.v.a.m.

 

 

Montag 13. Mai 2019

Einlass 19:00 Uhr - Beginn 19:30 Uhr

Teilnahme auf Spendenbasis

 

Der Programmablauf:


Zum Gedenktag an die Abschaffung der Sklaverei in Brasilien werden im Forum Brasil am 13. Mai die Pretos Velhos (“Alte Schwarzen”) verehrt, Archetypen afro-brasilianischer Sklaven, die durch ihre Weisheit zur Befreiung und zum Widerstand der Afro-Brasilianer wesentlich beigetragen haben. Zu den wichtigsten Kulturformen, die dank der Pretos Velhos nicht nur seit dem Anfang der Kolonialzeit überlebt, sondern in den letzten Jahrzehnten die ganze Welt erobert haben, zahlen Samba, Capoeira und Maracatu. Daneben existieren aber noch viele bei uns weniger bekannte Ausdrucksformen der afro-brasilianischen Kultur. Eine davon – der Jongo Rhythmus – rückt das Forum Brasil an diesem Tag in den Fokus.

Ein interaktiver Kultur Event -  Jongo Rhythmus

Eröffnet wird die Veranstaltung zum 13. Mai im Forum Brasil traditionell durch die afro-brasilianische Gemeinde des Ilê Obá Sileké mit Gesängen für die Pretos Velhos.


Danach führt Forró mit seinen Musikern und Trommel das Publikum mit einen Präsentationen in die Tradition dem „Jongo Rhythmus“ und ihrer Entstehungsgeschichte ein. Sie werden auch den „Jongo Rhythmus“ für das Publikum spielen.
Interaktiv werden die Zuschauer dabei sukzessive zu Mitwirkende, und als Teilnehmende erhalten sie die Möglichkeit sich in den Rhythmen und Bewegungen auszuprobieren. Am Ende verschmelzen Performance und Publikum und alle tanzen und spielen zusammen als großes Spektakel „Jongo Rhythmus“.

 

Jongo Rhythmus

Jongo kommt aus dem Südosten Brasiliens, aus der Region von Sao Paulo und Rio de Janeiro, sowie Minas Gerais und Espirito Santo. Drei verschiedene gestimmte atabaques, so etwas wie die brasilianische Form der Conga, spielen die Rhythmuslinien des Jongo. Man nennt sie ngoma, caxambu und candongueiro. Rhythmus, Palmas (Händeklatschen) und Gesang begleiten die Tänzerinnen und Tänzer, denn im Jongo tanzen Männer und Frauen. Alles findet in einem Kreis statt. Eine typische Geste ist die „umbigada“ (umbigo heißt Bauchnabel), eine Bewegung, als ob sich die Tanzenden mit den Bauchnabeln berühren wollten. Berühmt ist der Jongo des verstorbenen Mestre Darci aus Rio de Janeiro, dessen Tradition von vielen Spielern wie Forró weitergeführt wird.

Afrobrasilianische Folklore - Brasil Popular

Rhythmus, Bewegung und Gesang verbinden sich in vielen Manifestationen afrobrasilianischer Musikkultur. Sie haben ihren Ursprung in der Kenntnis von Musik und Tanz, die mit den afrikanischen Sklaven nach Brasilien gebracht wurde. Was heute in Brasilien lebendig, mit viel Energie, Schönheit und kraftvoller Rhythmik und großem Einsatz der Ausübenden stattfindet, wurde von Spieler zu Spieler und Tänzer zu Tänzer weitergegeben. Brasil Popular ist eine Gelegenheit, der Rhythmus, der Tanz und das Geschichte brasilianischer Traditionen praktisch kennenzulernen.


Kulturelle Bildung als Erfahrungslernen par excellence!

 

 

 

Mit freundlicher Unterstützung durch:

 

 



 

Sarau Mundi

Bühne für kulturelle Vielfalt

 

 

Kuratiert von Nina Mundi

 

 

Samstag 01. Juni 2019

Einlass 19:30 Uhr - Beginn 20:00 Uhr

Eintritt 5 € / ermäßigt 3 €

 

Sarau Mundi (aus Portugiesischem “Salon” + Latein “Welt”) ist eine Bühne der künstlerischen Vielfalt in Berlin. In einem Abend gemütlicher Atmosphäre im Forum Brasil soll die brasilianische Transkulturalität Musiker*nnen, Dichter*innen, visuellen und Performance Künstler*innen aus aller Welt als Inspirationsquelle für ihr Schaffen, ihre Darstellung und den Austausch ihrer Einflüsse dienen. Transkulturelle Künstler*innen werden durch eine offene Ausschreibung ausgesucht, um an der Veranstaltung neue Experimente auszuprobieren.  Jeder Soirée führt drei bis vier zwanzigminütige showcases sowie abschließend eine jam session – die „Guava Jam“ – zwischen all beteiligten Künstler*innen vor. Sarau Mundi wird von der Multikünstlerin Nina Mundi kuratiert und vom Music Board Berlin gefördert.

Programm:

Sirin Agdasan - Baglama-Spielerin und Sängerin (traditionelle türkische Musik)
Tempelhof/ Terreiro: Synch-retisms - Videoinstallation - Moana Mayall (Brasilianische Multikünstlerin)
Marumba - katalonische Musik

 

 

 

Mit freundlicher Unterstützung durch die Musicboard Berlin GmbH

 



 Lavagem do Dom 2019

In Brasilien ein Millionenevent und jetzt in Berlin

Teil des offiziellen Eröffnungsrituals der Langen Nacht der Religionen 2019 in Berlin

 

 

 

 

 

 

Afro-brasilianische Tradition auf den Straßen Berlins

 

 

Samstag  15. Juni 2019 von 12:00 bis 14:00 Uhr

Französische Friedrichstadtkirche
Adresse: Gendarmenmarkt 5, 10117 Berlin
Anfahrt: Ubhf Stadtmitte (U2)
Proben ab Mittwoch, den 29. Mai 2019

 

Die Lavagem ist ein tradierter, ritueller Brauch, bei dem die Treppenstufen einer christlichen Kirche von den Baianas gewaschen werden. Dieser Akt geht nicht nur auf eine jahrhundertealte Tradition des Candomblé zurück. Die Waschung (Lavagem) steht auch symbolisch für die Befriedung des Katholizismus mit dem bahianischen Candomblé.

Was vor Jahrhunderten eine degradierende Pflichttätigkeit der versklavten Frauen afrikanischen Ursprungs war, ist heute zu einem großen Fest des friedlichen, interreligiösen Dialogs und Miteinanders avanciert. Gerade in Zeiten weltweiter religiöser Spannungen möchten wir friedliche Begegnungen zwischen unterschiedlichen Konfessionen mit dieser festlichen Prozession fördern.

Das Forum Brasil und die dazugehörige Candomblé-Gemeinde laden alle Interessierten herzlich ein, bei der zweiten Lavagem do Dom Berlin 2019 dabei zu sein – und jede*r kann auch mitzumachen.
Menschen, die aktiv an der Lavagem teilnehmen wollen, werden in drei Proben auf die Tanz- und Prozessionsgruppe vorbereitet. In den Proben werden die Bewegungen und Gesänge des „Ijexá“ eingeübt, sowie Hinweise und Hilfestellungen für die Kostüme gegeben.

Probe für die Lavagem 2019


Um das Event so divers und inklusiv wie möglich zu gestalten, möchten wir Menschen die Gelegenheit bieten, aktiv an der Lavagem-Prozession teilzunehmen. Um Teil der Tanz und Gesangsgruppe zu sein, gibt es drei Proben. In den Proben werden Tänze und Gesänge des „Ijexá“- Musikstils erklärt und einstudiert. Darüber hinaus erhalten Teilnehmer*innen Hinweise und Hilfestellungen für die Erstellung ihrer Kostüme.

 

 

Probentermine:  Mi 29.05. // Mi 05.06 // Mi 12.06 jeweils von 19-20:30 Uhr im Forum Brasil – Generalprobe zusammen mit den Musiker*innen Fr 14.06 von 18-19:30 Uhr

Teilnahmegebühr: 40 Euro // 30 Euro Early Bird Tickets (bis zum 03.05.2019)
bei verbindlicher Anmeldung bis zum 14.05.2019 (Inklusive Proben)

Sonderkonditionen für Gruppen ab 10 Personen außerhalb von Berlin auf Anfrage
Anmeldung erforderlich unter: info@forum-brasil.de

 

 

 Wir freuen uns auf Euch!


 

 

Mit freundlicher Unterstützung durch:


 

Lavagem do Dom 2018

          

 

Copyright: Renata Garcia

 

 



  

 

 Öffentliches Ritual aus dem afro-brasilianischen Candomblé


Zu Ehren des Orixá Xangô


Samstag 22. Juni 2019; 14:30 - ca. 19:00 Uhr


Bitte in weißer Kleidung erscheinen (Frauen mit weißem Rock)!

Orixás sind in den afrobrasilianischen Religionen die Vermittler zwischen dem obersten Prinzip Olurum und den Menschen. Sie stehen einerseits für die Naturelemente und andererseits für charekterspezifische Eigenschaften aus der Natur.

In den Mythen ist Xangó ein König, der zum Gott wurde. Er ist der Gott des Donners und des Blitzes, eine Thor-Gestalt, ein Fels in der Brandung, der aber trotzdem den Tod fürchtet.  Außerdem ist er verantwortlich für Gerechtigkeit, Verwaltung und das Rechtswesen. Xangós Söhne können eine Sache von zwei Seiten betrachten, ohne ihre Entschlossenheit aufzugeben. Die Töchter von Xangó zeichnen sich durch ein gewisses männliches Auftreten aus und fühlen sich von typisch männlichen Aktivitäten angezogen. Dabei sind sie jedoch nicht unweiblich.

Herzlich eingeladen sind alle Interessierte,
Freunde und Neugierige!
Keine Anmeldung erforderlich  

Am Ende des Rituals wird um eine Spende für das Ilê-Haus gebeten.

 

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