1. Halbjahr 2014


 

Hier finden Sie eine Auswahl an bereits gelaufenen Veranstaltungen im 1. Halbjahr 2014. Das aktuelle Programm finden Sie unter News und Veranstaltungen




aspekte, 09.05.2014 23:00

Murah Soares in ZDF Aspekte


 

Bahia ist geprägt vom Candomblé: einer Religion, deren Wurzeln in Afrika liegen. Murah, ein spiritueller Führer des Candomblé, erklärt sie und ihre Einflüsse auf die brasilianische Gesellschaft.


 

 

 

 

 

 



 

Vortrag und Podiumsdiskussion

Die sozialen Protestbewegungen in Brasilien – Wer, wogegen, wofür?

Vortrag von Christian Russau (FDCL, Lateinamerika-Nachrichten) mit Diskussion
Mittwoch 25. Juni 2014, 19 Uhr

 

Auf dem Podium: Sandra Bello, Priscila Arruda, Ras Adauto

Übersetzung: Patricia Weis-Bomfim

Anschließend Finissage der Ausstellung grafischer Arbeiten von Yili Rojas mit Erläuterungen der Künstlerin


Die gegenwärtigen Protestbewegungen in Brasilien bringen eine Vielzahl ausdrucksstarker Bilder hervor. Von den Straßen und Plätzen werden sie über die sozialen Medien weltweit verbreitet. Aber zeigen sie auch in angemessener Weise worum es geht?


Christian Russau gibt in seinem Vortrag eine Übersicht über die jüngste Entwicklung der verschiedenen sozialen Bewegungen in Brasilien. Wann haben welche Proteste eigentlich begonnen? Welches sind ihre Themen, wer sind die Akteure? Werden die Demonstrationen wirklich vor allem von der Mittelschicht und eher gut gebildeten jüngeren Menschen getragen? Welche Rolle spielen Frauen? Was passiert in den Favelas, was jenseits der großen Städte in der Peripherie? Aus welchen Quellen – Vorstellungen von Gerechtigkeit, sozialem Aufstieg etc. - schöpft der Protest seine Energien? Was geschieht mit dem sozialpolitischen Erbe der Lula-Regierung? Wie reagiert die Regierung Dilma Rousseff bisher auf die Forderungen – zu den angemahnten Reformen des Transport-, des Bildungs- und Gesundheitswesens, den Konflikten mit der FIFA, den Korruptionsvorwürfen, der Kritik am Vorgehen der Polizei?


Es zeigen sich zwar sehr verschiedene Unzufriedenheiten, die allerdings zusammenlaufen, sagt Prof. Valeriano Costa von der Universität Unicamp. Sind die Proteste also Anzeichen für eine bereits stattfindende Veränderung der politischen Kultur Brasiliens? In welche Richtung drängt der Protest? Und welche Rolle spielen die Künste in den Bewegungen? Mit welchen Bildern bereichern sie die Demonstrationen?


Christian Russau beobachtet, dass die Bewegungen in Brasilien mehr als in Deutschland dazu tendieren, politischen Protest und künstlerische Performance miteinander zu verbinden. Selten waren so viele künstlerische Protestformen zu sehen wie im Juni 2013. Sie sind manchmal Ausdruck einer populären Kreativität, manchmal des Engagements von Künstlerinnen und Künstlern. Entsteht so ein öffentlicher Raum, in dem Politik, Kunst und Alltagskultur sich stärker als je zuvor vermischen? Welche Rolle spielt diese „ästhetisierte“ Bildwelt der öffentlichen politischen Artikulation bei der Mobilisierung und der internationalen Resonanz?

Mit Yili Rojas haben wir auch eine Künstlerin zu Gast, die sich intensiv mit den Künsten im öffentlichen Raum befasst. Sie arbeitet selber mit den Techniken der Xilogravure, der Radierung, der Fotogravure und anderer Medien. Bei uns bietet dieser Abend die letzte Gelegenheit, zwei Installationen ihrer Arbeiten zu sehen.

Mit freundlicher Unterstützung durch die

 

 



 

Ausstellung

Berichte aus Berlin

Yili Rojas

 

11. - 25. Juni 2014 | 11:00-19:00 Uhr
Montag, Dienstag und Donnerstag


 

Yili Rojas

Bogotá- Kolumbien, 1973
Künstlerin, Illustratorin, Graphikerin
yilirojas.wordpress.com
yilirojas@gmail.com

 

Die Künstlerin Yili Rojas hat sich in ihrem Studium der visuellen Poetik intensiv mit der Technik des Holzschnittes befasst. Bis heute stellen die Xilogravuren die wichtigste Komponente in ihrem komplexen Schaffen dar, obwohl sie sich auch der Fotografie, Malerei und anderer Medien bedient. Ausstellungen u.a. in São Paolo und Quebec, aber auch Illustrationen für die brasilianische Ausgabe von Le Monde diplomatique haben sie bekannt gemacht. Bei uns wird sie bis zum 25. Juni eine Auswahl aus ihren Arbeiten zeigen, die auf besondere Weise demonstrieren, wie sehr die Tradition der Xilogravura auch in der Gegenwartskunst des brasilianischen Nordostens verwurzelt ist und sich zugleich zeitgenössisch verwandelt.

 



 

Öffentliches Ritual zu Ehren Xangô

 

Samstag 21. Juni 2014

um 14:30 Uhr

mit Babalorixá Muralesimbe
und dem Ilê obá silekê

Orixás sind in den afro-brasilianischen Religionen die Vermittler zwischen dem obersten Prinzip Olurum und den Menschen. Sie sind Vorfahren – halb Mensch halb Gott – und ihnen wohnen jeweils spezifische Qualitäten inne.

 

Xangô


In den Mythen ist Xangô ein König, der zum Gott wurde. Er ist der Gott des Donners und des Blitzes, eine Thor-Gestalt, ein Fels in der Brandung, der aber trotzdem den Tod fürchtet. Außerdem ist er verantwortlich für Gerechtigkeit, Verwaltung und das Rechtswesen. Xangós Söhne können eine Sache von zwei Seiten betrachten, ohne ihre Entschlossenheit aufzugeben. Die Töchter von Xangó zeichnen sich durch ein gewisses männliches Auftreten aus und fühlen sich von typisch männlichen Aktivitäten angezogen. Dabei sind sie jedoch nicht unweiblich.

 

Herzlich eingeladen sind alle Interessierte und Freunde des Candomblé!
Keine Anmeldung erforderlich

 

Bitte in weißer Kleidung (Frauen mit weißem Rock) erscheinen
und Blumen und Kerzen mitbringen

(Am Ende des Rituals wird um Spenden zum Unterhalt des Candomblé-Hauses gebeten)

 

 

 



 


 

Tanz-Workshop

Kraft der Götter

 

Rituelle Tänze und Gesänge aus den afro-brasilianischen Religionen

mit Murah Soares & Live-Percussion

Sonntag 22. Juni 2014

12:00 bis 16:00 Uhr


Jeder Orixá hat einen charakteristischen Erkennungsrhythmus, einen aufrufenden Gesang und einen Tanz. Diese uralte und höchst effektive "schamanische Technik" führt nicht selten zu einer „Kommunikation“ zwischen Gott und Mensch. Der Gott steigt ab in den Menschen und der Mensch steigt zur „Gottheit“ empor. Man „tanzt mit den Göttern“.

Ein Tag mit Murah Soares- voller Energie und Zauber aus den Tiefen des Ursprungs.

 

Bitte in weißer Kleidung (Frauen mit weißem Rock) erscheinen



Mehr Infos hier: Die Kraft der Götter

Anmeldung hier: info@forum-brasil.de oder 030 780 960 54


 



 

 

Lesung – Ausstellung - Musik

 

Literatura de Cordel und neue Grafik

Metamorphosen der regionalen Kultur aus dem brasilianischen Nordosten in der Diaspora

 

Zu Gast: Ana Berlin und Yili Rojas 

Mittwoch 11.06.2014, Einlass 19:00 Uhr

 

 

Literatura de Cordel und Grafik bilden ein manchmal festes, manchmal sehr loses Gespann in der Poesie und populären Kunst des brasilianischen Nordostens. Es sind Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die ihre Kurztexte und Gedichte mit Holzschnitten versehen, in einfachen Druckverfahren vervielfältigen, selbst herausgeben und in den Handel bringen. An den Zeitungsständen im Nordosten flattern die kleinen illustrierten Hefte in vielen Farben wie Wäsche an der Leine – denn sie sind beliebt. Die Texte und Xilogravuren handeln von alltäglichen Begebenheiten, greifen Legenden oder mythische Geschichten auf, betrachten das Leben mal humorvoll, mal mit liebenden Augen oder polemisieren gegen politische Zustände. Aber immer erzeugen sie beim Lesen einen eigenen melodischen Klang.
Mit Ana Berlin haben wir eine Schriftstellerin zu Gast, die neben Literatura de Cordel auch Erzählungen geschrieben hat. Mehrere Auszeichnungen hat sie bereits erhalten, u.a. im Jahre 2012 den Preis der Akademie der internationalen Künste und Literaturen in Paris. Sie ist Mitglied im Netzwerk brasilianischer Schriftstellerinnen REBRA und hat ihre Gedichte in mehreren Anthologien veröffentlicht. In portugiesischer Sprache liest sie aus ihren neuesten Gedichten, die Begebenheiten aus ihrer Kindheit aufgreifen und gibt dazu vorweg jeweils einige persönliche Erläuterungen in deutscher Sprache.
Ihre Lesung wird aufgelockert durch die musikalischen Interventionen der Gitarristin Monika Besser.
Der Abend beginnt aber mit einer Ausstellungseröffnung: Die Künstlerin Yili Rojas hat sich in ihrem Studium der visuellen Poetik an der Universität Sao Paulo ursprünglich intensiv mit der Technik des Holzschnittes und ihren starken Schwarz-Weiß-Kontrasten befasst, bedient sich heute aber vor allem der Radierung, der Fotogravure und anderer Medien. Ausstellungen u.a. in São Paulo und Quebec, aber auch Illustrationen für die brasilianische Ausgabe von Le Monde diplomatique, Caros Amigos und dem Journal Folhade Sao Paulo haben sie bekannt gemacht. An der Berliner Universität der Künste hat sie kürzlich ihr Studium „Kunst im Kontext“ abgeschlossen. Bei uns wird sie bis zum 25. Juni zwei Installationen mit ihren Arbeiten zeigen - einen grafischen „Bericht aus Berlin“ und eine Serie eigener Arbeiten, die fest in eine Weichholzkiste montiert sind.
Unsere beiden Gäste, die Schriftstellerin Ana Berlin und die Künstlerin Yili Rojas, vermögen auf sehr verschiedene Weise zu demonstrieren, wie sehr sie beide, ausgehend von den beiden Traditionen der Literatura de Cordel und der Xilogravura ihre Kunst in zeitgenössischen Metamorphosen verwandeln.

Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung, Lesung und Musik bietet das Forum Brasil wieder kulinarische Kleinigkeiten und Getränke in geselliger Atmosphäre.

 

 

 



 

 

 Veranstaltung zum brasilianischen Nationaltag zur Abschaffung der Sklaverei

"Dia dos Pretos Velhos"


Afro-brasilianische Musik vom Feinsten
u.a. Afoxé, Coco de Roda und Mazurca de Preto Velho

mit MELE IYAN

Dienstag 13. Mai 2014
Einlass 19:00 Uhr


Aus Anlass des brasilianischen Nationaltages am 13. Mai zur Abschaffung der Sklaverei wird das Forum Brasil zum zweiten Mal den Kulturabend „Dia dos Pretos Velhos“ veranstalten. Damit wollen wir der Befreiung der Sklaven in Brasilien gedenken, auch wenn heute die Entlassung der Afro-Brasilianer aus der Sklaverei in Brasilien nicht widerspruchsfrei gesehen wird. Wie Jamelão, der große Samba-Musiker aus Rio de Janeiro sang: “Frei vom dem Peitschenhieb der Sklavenunterkunft, aber eingesperrt in das Elend der Favelas“.

Mit einer kleinen Zeremonie eröffnet Murah Soares den Abend und gibt Eindrücke in die Bedeutung der afro-brasilianischen kulturellen Traditionen für das Erinnern an die Geschichte der Sklaverei.

Die erfahrenen brasilianischen Perkussionisten der Gruppe MELE IYAN unter der Leitung von Juninho Quebradera werden den Erinnerungsabend bestreiten. Neben Juninho Quebradera spielen Leosinho Percussão, Paulo Cedraz und Mestre Pim-Pim in diesem Quartett. Ihr Programm bietet ein Spektrum afro-brasilianischer Musik, welches von kultureller Bedeutung für die Erinnerung an das Schicksal und das alltägliche Leben der versklaven Menschen in Brasilien gewesen ist, insbesondere in den Formen des Afoxé, Coco de Roda und Mazurca de Preto Velho.

Durch informative und kurzweilige Erläuterungen der brasilianischen Musikanthropologin Nina Graeff wird dem Publikum die kulturgeschichtliche Einordnung der unterschiedlichen Stile veranschaulicht und aufgezeigt, wie die brasilianische Musikkultur von der afrikanischen beeinflusst wurde und wird.

 

   und so wurde gefeiert....



Mit freundlicher Unterstützung von    



 

Öffentliches Ritual zu Ehren Ogum & Oxossi

 

Samstag, den 26. April 2014

um 14:30 Uhr

mit Babalorixá Muralesimbe

 

 

 

Orixás sind in den afro-brasilianischen Religionen die Vermittler zwischen dem obersten Prinzip Olurum und den Menschen. Sie sind Vorfahren – halb Mensch halb Gott – und ihnen wohnen jeweils spezifische Qualitäten inne.

 

Ogum

Ogum, ursprünglich als Herr des Metalls verehrt, gilt als dynamische Kraft voller Schwung, Jugend und Energie. Er ist zielgerichtet, energisch und in seiner Art unumstößlich durch seine kraftvolle, männliche Energie. Ogum ist ein Krieger für das Gute und Symbol der Technologie, Entwicklung und Expansion.

Er repräsentiert die Natur verändernde Kraft, die durch den Eingriff des Menschen freigesetzt wird.
Außerdem ist er Wegbereiter der Zivilisation, der arbeitende Mensch schlechthin und eine Heldenfigur par excellence.

 

Oxossi

Er ist der Orixá des Waldes, der Jagd, der Ernährung, der Flora und Fauna und auch der Kunst. Sein Charakter ist die ständige Bewegung und die Konzentration auf die Jagd. Er schützt den Jäger genauso, wie er das Wild vor der Jagd schützt. Damit verdeutlicht er, dass nur zur eigenen Ernährung gejagt werden sollte. Er gilt als einer der intelligentesten Orixás, als bescheiden und rücksichtsvoll.

In Meditation mit ihm spürt man förmlich sein hohes Maß an Konzentration. Er hilft gerne Menschen mit Problemen neue Ziele in Angriff zu nehmen. Eine weitere Seite von Oxossi ist seine Vorliebe für Kunst.

 

 

Herzlich eingeladen sind alle Interessierte,
Freunde und Neugierige!
Keine Anmeldung erforderlich

 

Bitte in weißer Kleidung (Frauen mit weißem Rock) erscheinen

und Blumen und Kerzen mitbringen

(Am Ende des Rituals wird um Spenden
zum Unterhalt des Candomblé-Hauses gebeten)



 


Tanz-Workshop Kraft der Götter


 


 mit Murah Soares

Sonntag 27. April 2014

12:00 bis 16:00 Uhr


 

 

Rituelle Tänze und Gesänge aus den afro-brasilianischen Religionen.

 

 

 

 

 

 

Mehr Infos hier: Die Kraft der Götter

 




Der brasilianische Kultursalon in Berlin

15. Salão Transartes 

 

Musik, Film und Mode aus Brasilien und dem brasilophilen Berlin

 

 

u.a. mit einer Hommage an den berühmten Sambakomponisten Dorival Caymmi

 

 

Am Samstag, den 5. April 2014, Einlass: 19.00 Uhr

 

Auch 2014 setzt das Forum Brasil den beliebten brasilianischen Kultursalon fort! Dieses Mal geht es besonders um brasilianische Kunstformen, die durch Migration und den Austausch mit anderen Kulturen entstehen.

 

Programm

  • Das Duo Telebossa verbindet Gesang mit Gitarre und Cello und wird das Publikum auf eine melancholische und herzergreifende Reise nehmen. Sehr nah am Samba und doch wieder fern, Jazz und Klassik lösen sich ab und vermischen sich wieder. Wie alle unsere Künstler an diesem Abend, ist das brasilianisch-deutsche Duo Telebossa (Chico Mello und Nicholas Bussmann) geprägt von internationaler Zusammenarbeit. Eine einzigartige, neue Musik erwartet Sie!
  • Die brasilianische Filmemacherin Alessandra Daniela Marchi Carrasco geht in ihrem Dokumentarfilm Longe de Casa einer Frage nach, die sie selbst, sowie alle in Berlin lebenden Brasilianern betrifft. Wie leben sie die „brasilianische Identität“ und welche Auffassung von „zu Hause“ haben sie hier in Berlin? Der zweite Film widmet sich ebenfalls den spannenden Fragen um Identität und Identifikation.
  • Weiter auf dem Programm haben wir etwas zu Sehen, Hören, zum Berühren und zum Tragen: Marcus Barros Cardoso hat seit 2012 seine eigene Modemarke MBC Berlin. Seine Mode ist inspiriert von zahlreichen Reisen und geprägt von geometrischen Mustern und Applikationen. Mit einem Video präsentiert er uns seine aktuelle Frühjahr/Sommer-Kollektion, die in Kooperation mit der Designerin Cecilia de Carvalho entstand.

Außerdem werden uns Nina Graeff (Gesang), André Bayer (Gitarre) und João Alencar (Perkussion) zurück nach Brasilien führen und eine Hommage an den bedeutenden brasilianischen Sambakomponisten Dorival Caymmi präsentieren. Dorival Caymmi wäre am 30. April 2014 hundert Jahre alt geworden. Viele seiner Lieder gehören heute zu den Klassikern der Música Popular Brasileira!

 



Mit ihrem vielseitigen Programm zeigen die Conférenciers Elisabeth Antônia Maria Tuchmann und João Eduardo Albertini dem Publikum, wie viele kulturelle Facetten Brasilien zu bieten hat.

Es erwartet Sie ebenfalls landestypische Leckereien!


Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung vom Auswärtigen Amt.
Weitere Informationen zur Veranstaltung, den Künstlern und zum Forum Brasil finden Sie hier.

 



 

 

 

Am 21.03. jeden Jahres findet der Internationale Tag gegen rassistische Diskriminierung statt, der von der UNO in Erinnerung an das Massaker von Sharpeville ins Leben gerufen wurde. Aus diesem Grund werden wir den ganzen Monat März diesem Thema widmen.
In unserem regulären Kursprogramm werden sich Mestre Pim-Pim, Murah Soares, Shirley Rodrigues und Meryl Prettyman auf künstlerischer und körperlicher Ebene mit dem Thema Rassismus auseinandersetzen.

 


Dienstag, 4. März 2014 18:45 – 20:15 Uhr
Mestre Pim-Pim – Capoeira Angola - Wissen der populären Kultur

Donnerstag, 6. März 2014 19:00 - 20:30 Uhr
Meryl Prettyman – Afro-Karibischer Tanz


Donnerstag, 13. März 2014 19:00 - 20:30 Uhr
Shirley Rodrigues – Afrikanischer Tanz

Donnerstag, 20. März 2014 19:00 - 20:30 Uhr
Murah Soares – Afro-Brasilianischer Tanz

Dienstag, 25. März 2014 16:15 - 18:30 Uhr
Melina - Kindercapoeira - Instrumentebau und Film über Zumbi dos Palmares

Dienstag, 25. März 2014 18:45 – 20:15 Uhr
Mestre Pim Pim und Koord. Felix – Capoeira Angola Roda


Donnerstag, 27. März 2014 19:00 -20:30 Uhr
Murah Soares – Brasilianische Volkstänze

 

 

Weitere Veranstaltungen findet Ihr auf der Webseite von www.iekulturellesnetz.com.br

 



Podiumsdiskussion zum internationalen Tag gegen rassistische Diskriminierung

Alltagsrassismus im Wandel?

Wahrnehmungen aus Brasilien und Deutschland im Dialog



Mi 19.03.2014, 19:00 Uhr



 

Als Rassisten werden hier zu Lande häufig allein Neonazis oder rechtsextreme Brandstifter bezeichnet. Studien aus den letzten Jahren konnten aber zeigen, dass rassistische Einstellungen bis in die Mitte der Gesellschaft hinein zunehmen.
Unsere Veranstaltung betreibt eine Spurensuche nach dem Rassismus im Alltag, und zwar im Vergleich zwischen Brasilien und Deutschland. Unsere Gäste tauschen sich aus über diskriminierende Wahrnehmungen in diesen zwei sehr verschiedenen Gesellschaften,


• Deutschland mit seiner bis heute weitgehend verdrängten Vergangenheit als Kolonialmacht und
• Brasilien mit seiner Jahrhunderte lang vom Kolonialismus beherrschten Geschichte.

 

Welche alltagsrassistischen Haltungen und Vorkommnisse lassen sich heute in diesen Ländern feststellen? Sind Veränderungen angesichts der Dynamik beider Gesellschaften diesbezüglich zu vermerken? Unsere Gäste werden daneben auch die Perspektive der Erfahrungsebene einbeziehen: Wie werden rassistische Diskriminierungen konkret erlebt und mit welchen widerständigen Praktiken kann das eigene Selbstbewusstsein behauptet werden? Wie kann die weiße (Mehrheits-)Gesellschaft von dem Wissen und den Erfahrungen der rassistisch Stigmatisierten lernen, damit Verachtung in den Köpfen und Gefühlen und unreflektiertes, ignorantes Verhalten abgebaut werden können?
Wie könnte so eine Kultur des Respekts, des Interesses aneinander, letztlich der Menschlichkeit gelingen?

 

 Auf dem Podium:              

 

  • Prof. Dr. Sergio Costa, Lateinamerikainstitut der FU Berlin, hat als Soziologe u.a. über Öffentlichkeit, Zivilgesellschaft und lokale Partizipation in Brasilien und zu postcolonial studies geforscht,

 

  • Sandrine Micosse Aikins, Kuratorin, Kunstwissenschaftlerin und politische Aktivistin, die sich vor allem mit Diskursen zum Verhältnis von Kunst und Macht befasst, u.a. Mitherausgeberin der Anthology "The Little Book of Big Visions: How to Be an Artist and Revolutionize the World"

 

  • Kani Tuyala, Politologe am Institut für Ethnologie der FU Berlin, Begründer des Afrikaprojekts „Lions of Science“ und Koordinator des EU-Projekts W.R.I.T.E.R.,

 

  • Shirley Rodrigues, Tänzerin, Lehrerin für afro-brasilianischen Tanz und Philosophin mit einem Schwerpunkt auf den Praktiken der Wahrnehmung und der Imaginationskraft.

  

 Eine Veranstaltung von:

                                                                     

 

Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin:

 



 

 

Filmvorführung

Pedra da Memória - Stein der Erinnerung

 

und anschließendes Gespräch

mit der brasilianischen Frauenrechtsaktivistin Lucia Regina Azevedo Pachêco

 

Freitag, 21. Februar 2014 

 

Einlass 19:00 Uhr mit Spezialitäten aus der Brasilianischen Volksküche von Murah Soares

Beginn 20:00 Uhr

 

Brasilien 2013, 61 Minuten, Untertitel Englisch und Französisch
Renata Amaral (Drehbuch/Regie), Diana Gandra (Künstlerische Assistenz), André Magalhaes (Musik)

 

 

Eine afro-religiöse Gemeinschaft aus Brasilien reist zum ersten Mal nach Benin in Westafrika auf der Suche nach einer kulturellen Begegnung mit ihren Vorfahren, mit denen sie in alltäglichem Dialog stehen. Dieser Dialog findet gleichzeitig mit den Nachkommen brasilianischer Sklaven statt, die nach der Abschaffung der Sklaverei nach Benin zurückgekehrt sind und nun seit mehr als einem Jahrhundert die brasilianische Kultur auf dem afrikanischen Kontinent weiterleben.
„Stein der Erinnerung“ ist ein musikalischer Dokumentarfilm, der eine ästhetische Auseinandersetzung zwischen den traditionellen kulturellen Formen Brasiliens und Benins zeigen möchte. Ihm liegen umfangreiche, fünfzehnjährige Forschungen zu Grunde. Traditionelle Verbindungen und Besonderheiten der verschiedenen Aspekte der beiden Volkskulturen werden in einem poetischen Dialog erzählt, zusätzlich inspiriert durch die Erinnerungen des Bablorixá Euclides Talabyan, der eine herausragende Figur innerhalb der brasilianischen Kultur ist. Neben Talabyans Erzählungen ist die filmische Dokumentation auch von den Malereien Carybés inspiriert.


Als Gast haben wir die brasilianische Frauenrechtsaktivistin Lucia Azevedo aus Brasilien zu einer offenen Gesprächsrunde eingeladen. Sie ist Pädagogin, spezialisiert auf öffentliche Bildung, gesellschaftliche Partizipation und Gesundheit von schwarzen Frauen. Bis 2003 führte sie Bildungsprojekte mit Kindern aller Altersstufen in ärmeren ländlichen schwarzen Gemeinschaften in Brasilien durch. Seitdem ist sie in vielen Projekten aktiv und setzt sich für die Rechte der Frauen, vor allem der Schwarzen Frauen in Brasilien ein. Ihr soziales Engagement hat sie über die Jahre immer weiter in die Politik ausgeweitet. Seit vielen Jahren ist sie sowohl an der Basis wie auch in vielen Institutionen aktiv.

  

in Kooperation mit Projeto Visibilidade und Jornal ODARA!

 



 

 
Black History Month 2014

in der Werkstatt der Kulturen Berlin

 

 

"Tanz der Orixás" mit dem Murah Soares Ensemble

im Rahmen des Abendprogramms Sacred Drums

 

 

Sonntag | 23.02.2014 | 16:00 h | im Saal der Werkstatt der Kulturen

 

 

 

Candomblé ist eine afro-brasilianische Religion, die insbesondere in Brasilien praktiziert wird und dort sehr verbreitet ist. In Berlin hat der Tänzer, Choreograph und Babalorixá Murah Soares einen ihrer größten Sitze Europas gegründet.

 

In den afro-brasilianischen Religionen sind es die Orixás - halb Gott - halb Mensch, die als Mittler zwischen den Menschen und der obersten göttlichen Macht - Olorun - fungieren. Jeder Orixá hat seine ganz charakteristischen Eigenschaften, Farben und Symbole sowie seine eigene Form der Verehrung und Anrufung.

In den Ritualen werden die Orixás durch Musik und Tanz eingeladen, auf die Erde zu kommen und mit den Menschen zu feiern, indem sie während Trance-Zuständen die Körper der Gläubigen benutzen. In diesem Moment drücken sie ihre Eigenschaften mittels ihrer Tanzbewegungen aus. „Tanz der Orixás“ bietet dem neugierigen Zuschauer eine beeindruckende choreographische Darstellung ausgewählter ritueller Tänze aus dem Candomblé.



Besetzung:
• Murah Soares – Tänzer; Choreograph
• Naja Brasil - Tänzerin
• Shirley Rodrigues – Tänzerin
• Nina Graeff – Erzählerin
• Paraná Bomfim - Perkussionist
• Juninho Quebradeira - Perkussionist
• Paulo Cedraz – Perkussionist

Mehr Info und Tickets unter Werkstatt der Kulturen    



 

Öffentliches Ritual zu Ehren Iemanjá

mit Babalorixá Muralesimbe

 

am Samstag, 8. Februar 2014

um 14:30 Uhr im Forum Brasil

 


 

 

 

Iemanjá ist die Gottheit des Meeres und der Mutterschaft. Sie ist die Mutter aller Orixás und der gesamten Menschheit, Hüterin des Heimes und Schutzpatronin der Seefahrer. Die wörtliche Übersetzung ihres Namens lautet "Mutter der Fische". Sie symbolisiert die Kraft der Weiblichkeit. In Brasilien wird Iemanjá direkt mit dem Meer assoziiert und als Meereskönigin verehrt.

Die Töchter Iemanjás sind robuste Frauen, kräftig und voller Sinnlichkeit. Sie sind großzügige Menschen, haben viele Freunde, sind besitzergreifend und beeinflussen das Leben der Menschen, die sie lieben.

Herzlich sind alle Interessenten, Freunde und Neugierigen eingeladen!


 

 Keine Anmeldung erforderlich

Bitte in weißer Kleidung (Frauen mit weißem Rock) erscheinen.

Bitte Blumen und Kerzen mitbringen.



 

Workshop Kraft der Götter

mit Babalorixá Muralesimbe

am Sonntag, 9. Februar 2014

um 12:00 bis 16:00 Uhr

im Forum Brasil

   

 

 

  Rituelle Tänze und Gesänge aus den afro-brasilianischen Religionen für Yemanjá mit Murah Soares.

 

Anmeldung unter info@forum-brasil.de oder 030 / 780 960 54

Mehr Infos hier: Die Kraft der Götter