1. Halbjahr 2015

Hier finden Sie eine Auswahl an bereits gelaufenen Veranstaltungen im 1. Halbjahr 2015.

Das aktuelle Programm finden Sie unter News und Veranstaltungen

 




Liebe Freundinnen und Freunde des Forum Brasil,

Ein spannendes, aufregendes und auch schönes Jahr der brasilianischen Kulturarbeit im Forum Brasil in Berlin ist zu Ende gegeangen: 

 

 

  • Viele Kurse und diverse Veranstaltungen haben wir in 2014 sehr erfolgreich durchgeführt,
  • wurden oft zum Ansprechpartner im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft als unentgeltliche brasilianische Kulturagentur in Berlin,
  • waren einige Male auch im Fernsehen,
  • haben etliche afro-brasilianische Candomblé-Rituale und Workshops durchgeführt, die Menschen aus ganz Europa zu uns nach Berlin geführt haben,
  • wurden u.a. durch den renommierten, amerikanischen Harvard + Duke-University Professor Dr. R. Lorand Matory erforscht und wissenschaftlich begleitet
  • und für alles haben wir viel Zuspruch, Anerkennung und Respekt erhalten
  • nur immer noch kein Geld als institutionelle Förderung unseres Hauses!


Nach langen, zähen und aufreibenden Mietverhandlungen konnten wir unseren Mietvertrag verlängern und die geforderte Mieterhöhung von fast 40 % mithilfe von Gutachtern und Rechtsstreitandrohung auf knapp 17 % begrenzen.

So sind wir weiterhin und nun noch einmal mehr auf euer Engagement und eure finanzielle Unterstützung angewiesen.

 

    • Wenn du also denkst, dass das Forum Brasil wichtig ist und langfristig weiter bestehen soll, so unterstütze uns mit einer monatlichen Spende:
    • Zur Finanzierung der Mieterhöhung benötigen wir für die kommenden 3 Jahre zusätzlich 8.000,00 €.
    • Schon bei 22 Leuten die 3 Jahre lang monatlich 10,00 € spenden, hätten wir die Mieterhöhung wieder drin!
    • GUTES TUN - UND STEUERN SPAREN! Das Forum Brasil ist als gemeinnützig anerkannt, Spenden sind für dich steuerlich absetzbar!

Infos zur Bankverbindung hier

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 Werkstatt Aufführung

Afro-brasilianisches Tanztheater

 


Freitag 10. Juli 2015


19:30 Uhr


Oriki ist eine Geschichte aus der afro-brasilianischen Mythologie des Candomblé, die in tänzerischer Form als Resultat eines sechs-monatigen Tanzworkshops aufgeführt wird und unter der Leitung des Tänzers und Choreographen Murah Soares stattgefunden hat.

 

 

 

 



 

 

 Öffentliches Ritual aus dem afro-brasilianischen Candomblé


Zu Ehren des Orixá Xangô


Samstag 11. Juli 2015


14:30 - ca. 19:00 Uhr


Orixás sind in den afrobrasilianischen Religionen die Vermittler zwischen dem obersten Prinzip Olurum und den Menschen. Sie stehen einerseits für die Naturelemente und andererseits für charekterspezifische Eigenschaften aus der Natur.

 

 





Workshop Kraft der Götter



Tänze und Gesänge aus den brasilianischen Religionen mit Murah Soares

Sonntag 12. Juli 2015

12:00 - 16:00 Uhr

 

 



 

 
Forum Brasil ist Kooperationspartner von:

One Vibe by Bella Garcia presents

WE CARE! Afro-Brazil Hands Up for Camm


30. Mai 2015 im C-Club Berlin, Columbiadamm 9-11, 10965 Berlin

Pate: Peter Fox & Seeed



Der Erlös des Festivals geht in ein Tanz‐ und Coachingprojekt für Straßenkinder in Recife / Brasilien, in Kooperation mit dem vor Ort ansässigen Bündnispartner CAMM.

 

 

CAMM (Centro de Atendimento a Meninos e Meninas) ist eine gemeinnützige Institution in Recife/Brasiliendie, die seit 30 Jahren Zuflucht für 5.000 Straßenkinder bietet.
Das Betreuungszentrum für Jungen und Mädchen liegt mitten im Armenviertel „Casa Amarela“ der Millionenstadt Recife und leistet hier intensive pädagogische Betreuung.

 



 

       

 

 Monica Besser und Kelder Paiva

 

Samba-Funk, Música Popular Brasileira, Rock, Folk

 

Freitag 22. Mai 2015

Einlass 19:30 Uhr

 

 

 

 

Monica Besser, Sängerin, Songwriterin und leidenschaftliche Gitarristin, war bereits im Alter von 14 Jahren keine Unbekannte in Rio de Janeiro. Früh spielte sie bei Aufnahmesessions mit renommierten Musikern, komponierte Musikstücke für Filme und Theaterstücke und gründete eine Frauen-Forró-Band. Sie reiste lange Zeit durch ganz Brasilien, um die regional sehr unterschiedlichen brasilianischen Musikkulturen des Landes kennenzulernen. So schuf sie sich ein großes Repertoire an verschiedensten musikalischen Einflüssen. Bis heute  komponierte sie weit über 100 Titel und veröffentlichte zwei erfolgreiche CDs. Das Lied "Vem pra ficar" aus ihrem ersten Album wurde 2008 zur Titelmusik der brasilianischen Telenovela "Beleza Pura". Aber Monica Besser ist ganz und gar keine Musikerin des Mainstreams. Als Künstlerin interessieren sie vor allem die Brüche, die das tägliche Leben verursacht. In ihrem musikalischen Werk durchwandert sie die Zerrissenheit der menschlichen Existenz. Bei der Musik von Monica Besser fusionieren Einflüsse aus der brasilianischen Musiktradition mit den unterschiedlichsten Klängen und Rhythmen. "Ein Künstler kann niemals die Quelle der Kunst sein, sondern immer nur ein Überbringer, der den Geist alles dessen was lebt, spürbar macht", so Monica Besser. Ihr aktuelles Album „Fusion Rocks“ stellte sie 2013 auf dem Fest des Frankfurter Museumsufers anlässlich eines Konzertes des in Brasilien sehr bekannten Musikers Lenine zum ersten Mal vor. 

 

Kelder Paiva  ist ein herausragender Schlagzeuger, der bereits die Bühne mit Musikern wie U2, Iron Maiden, O Rappa und Titãs teilte. Mit 18 Jahren spielte er mit verschiedenen Gruppen Country, Blues, Rock und Pop, u.a. auf großen Festivals in Brasilien. Er unterrichtete an der Musikschule Escola Ei Música und entwickelte eine Lernmethode für Schlagzeug für eine der größten Musikschulen Brasiliens „BsB Musical“. Zusammen mit anderen Musikern rief er das Projekt Mundo Groove ins Leben, in dem sie Stücke bekannter Künstler in tanzbare Versionen umarrangierten. Kelder Paiva war außerdem Mitglied der Rock-Bands O Sete und Casa de Bicho. Wie Monica Besser ist auch er dem Forum Brasil aufs Engste verbunden und tritt seit 10 Jahren immer wieder mit Monica Besser auf.

Eröffnet wird das Konzert von dem jungen amerikanischen Newcomer Lou Daís mit einigen eigenen Stücken.

 

 

 



Dia dos Pretos Velhos

 

Veranstaltung zum brasilianischen Nationaltag zur Abschaffung der Sklaverei

 

Kulturabend zum Gedenktag.

Mittwoch 13. Mai 2015

Einlass 19:00 Uhr

 


 

Aus Anlass des brasilianischen Nationaltages am 13. Mai zur Abschaffung der Sklaverei wird das Forum Brasil zum dritten Mal den Kulturabend „Dia dos Pretos Velhos“ veranstalten. Damit wollen wir der Befreiung der Sklaven in Brasilien gedenken, auch wenn heute die Entlassung der Afro-Brasilianer aus der Sklaverei in Brasilien nicht widerspruchsfrei gesehen wird. Wie Jamelão, der große Samba-Musiker aus Rio de Janeiro sang: “Frei von dem Peitschenhieb der Sklavenunterkunft, aber eingesperrt in das Elend der Favelas“.

 

Mit einer kleinen Zeremonie eröffnet Murah Soares mit der Candomblé-Gemeinde den Abend und gibt Einblicke in die Bedeutung der afro-brasilianischen Traditionen für das Erinnern an die Geschichte von Kolonialismus und Sklaverei.

Nächster Programmpunkt ist ein Konzert mit Monica Besser (Gitarre) und Paulo Cedraz (Saxophon), die beide als Solisten brasilianische Musik spielen.

 

Anschließend wird Nina Graeff über ihre Studien zur Präsenz des afro-brasilianischen Candomblé in Berlin und in dessen Ursprungsort Bahia berichten. Sie hat dazu gerade ihre ethnographische Feldforschung abgeschlossen. Ihre Frage lautet: die Pretos Velhos haben für die Lebendigkeit der afro-brasilianischen Tradition und Erinnerung in Brasilien sehr viel beigetragen, aber wie lässt sich der Candomblé in dem ganz unterschiedlichen kulturellen Kontext Berlins

 

 



 

Anschwellender Rassismus? - Und nun?

 

Diskussion zum Internationalen Tag gegen Rassismus

Donnerstag 19. März 2015
19:00 Uhr


 


Mit Pegida und AfD treten Rassismus, Antisemitismus und Rechtspopulismus massiver in die öffentliche Arena denn je. Lehrer*innen berichten, dass unter Schüler*innen auch die allerstärksten Ressentiments offen ausgesprochen werden. Teile der gesellschaftlichen „Mitte“ marschieren in Protestzügen mit offensichtlichen Neonazis. Das Bedürfnis, soziale Gruppen als „Andere“ zu markieren, um sie ausgrenzen zu können, ist schon lange vorhanden - es wird heute aber deutlicher manifestiert als während der Sarrazin-Debatte. Das erleben auch wir vom Forum Brasil. Der Rassismus gegenüber People of Color ist eine alltägliche Erfahrung. Er ist ein tief verwurzeltes Erbe aus der Kolonialgeschichte, das fortwirkt.
Hassgefühle gegenüber Muslimen, Juden, Flüchtlingen, People of Color und anderen Gruppen hängen auch mit geschürten Ängsten zusammen. „Die Fremden passen einfach nicht zu uns - ich will die nicht“, so eine typische Dresdner Pegida-Stimme. Rassisten betrachten die ihnen verhassten Menschen nicht als Individuen mit eigener Lebensgeschichte, sondern als Mitglieder einer Gruppe, welche wie festgenagelt sind in einer ihnen zugeschriebenen Kultur, Religion, ethnischen Herkunft oder Hautfarbe. Verbinden sich solche Projektionen noch mit Verachtung „der Politik“, „der Lügenpresse“ und Ideologien der Ungleichheit, sind wirre Bündnisse von Generalverbitterten die Folge. Aber nicht nur sie sind auf der Suche nach einem Feindbild, z.B. auch in jugendlichen Subkulturen grassieren Formen rassistischer und antisemitischer Menschenverachtung.
Aus welchen Quellen speist sich eigentlich das Begehren von Menschen, auf andere herabzuschauen? Wissen wir das wirklich? Liegt gar ein gefährlicher Wandel unserer politischen Kultur in der Luft?
Immerhin ist die Jetztzeit voller Widersprüche: Es gibt breite Bündnisse gegen die rechte Welle und beeindruckendes zivilgesellschaftliches Engagement. Selbst die Kanzlerin warnt öffentlich vor Pegida & Co und bezeichnet Hetze gegen die Aufnahme von Flüchtlingen als „Kälte“. Auf das gefährliche Anschwellen rassistischer Verachtung können Politik und Zivilgesellschaft mit einem Aufbruch in eine effektive Antidiskriminierungspolitik durch Teilhabe antworten. Und ist es nicht höchste Zeit – auch mit dem Rückenwind von Institutionen –, neue alltagstaugliche Ideen und Projekte zu verwirklichen, um den Rassismus in den Köpfen und Gefühlen abzubauen? Wie könnten solche Projekte aussehen? Wie können sie gelingen?
Unsere Veranstaltung betreibt eine Spurensuche nach dem Alltagsrassismus im laufenden Leben, aber auch nach konkreten neuen Chancen für den Aufbruch in eine Gesellschaft des gelingenden interkulturellen Zusammenlebens.


Unsere Podiumsgäste:

 

  • Fa Stollenwerk, afro-brasilianische Dipl. Psychologin und Psychotherapeutin
  • Judith Rahner, Antisemitismusexpertin, Amadeu Antonio Stiftung
  • Betül Ulusoy, Mitarbeiterin der Sehitlik Moschee und Projekt JUMA; jung, muslimisch aktiv
  • Patrick Bwansi, Flüchtlingsaktivist

Moderation: Wolfgang Lenk

 

 

                  Eine Veranstaltung von              Unterstützt von             Finanziert aus Mitteln                                                       

 

                                       

                         

 

 

           

   

                                        



 

 

 Konzert zum Internationalen Tag gegen rassistische Diskriminierung

 

 Musik gegen Rassismus

 

Samstag 21.03.2015
19.30
Uhr

 

 

 

Djelifily Sako, geboren in Mali und heute in Berlin lebend, wird mit seiner Kora das Konzert eröffnen. Die Kora, ein traditionelles westafrikanisches Instrument, ist eine mit beiden Händen gezupfte Stegharfe, auch als „Harfenlaute“ bekannt. Die 21 Saiten des Instruments zeigen zum Körper des Musikers hin und werden mit vier Fingern gezupft. Der Korpus der Kora ist eine mit Kuhfell bespannte Kalebasse, über die die 21 Saiten gespannt sind.

Djelifily Sako stammt aus einer Musiker- und Griotfamilie aus West-Mali. Griot sind berufsmäßige Sänger, Dichter und Musiker, die Texte in einer bestimmten Form des Gesangs vortragen. Sako erlernte sein Handwerk noch auf traditionelle Weise. Da sein Vater früh starb, lebte er mit seinem Meister lbis zu dessen Tod zusammen und ging dann für weitere Studien zu Toumani Diabate nach Bamako. Während der fünf gemeinsamen Jahre dort hatte Djelifily Sako zahlreiche Konzert-und Fernsehauftritte. Die subtilen Modulationen, die Sako aus seinem Instrument hervorlockt, haben ihm den Namen eines „Kora-Flüsterers“ eingebracht.
Allerdings liebt Sako es auch, die traditionelle Musik mit modernen Einflüssen bis hin zu Blues und HipHop zu jazzigen Klängen zu verarbeiten oder seine Zuhörer mit Bachklängen zu überraschen. Durch seine ganz individuelle Art des Musizierens verzaubert er sein Publikum. Sein Musikstil ist einzigartig, mit Geschick und Talent mischt er die Tradition mit modernen Klängen zu etwas Neuem, das einen besonders intensiven Hörgenuss bietet.

 

 

Anschließend spielen die drei Jazz-Musiker Paulo Cedraz (Brasilien), Miguel Altamar (Kolumbien) und Guiseppe Bottigieri (Italien)  Brazilian Jazz. Was sie eint, ist sowohl der gemeinsame Bezug auf die Traditionen der Rhythmik aus Brasilien wie auf afrikanische Wurzeln. Als Musiker, die sich besonders für einen improvisierenden Umgang mit dem musikalischen Material interessieren, greifen sie auch Modulationsweisen aus der zeitgenössischen Jazzimprovisation auf.


Paulo Cedraz, geboren in Salvador da Bahia, Brasilien, spielt Saxophon. Er hat sich neben seinem Studium im Fach Komposition intensiv mit Jazz-Improvisation beschäftigt. Im Jahr 2007 kam er als Stipendiat nach Deutschland, wo er ein Studium im Fach Jazz/Saxophon absolvierte. Seit 2013 lebt er und arbeitet er in Berlin. Beim Konzert am Internationalen Tag gegen Rassismus wird er mit einem eigens für diesen Abend improvisierten Trio auftreten.


Miguel Altamar, geboren in Baranquilla, Kolumbien, ist ein sehr gefragter Jazz-Schlagzeuger, der in Berlin lebt und bereits mit zahlreichen Musikern zusammen gearbeitet hat und in ganz Europa unterwegs ist. Spielte u.a. mit dem Trompeter Julio Padron und im Marialy-Pacheco-Trio.


Guiseppe Bottiglieri, geboren in Torre Annunziata, Italien, spielt Jazz-Kontrabass und hat das Instrument in Neapel und Rotterdam studiert. Heute lebt er ebenfalls in Berlin, wo er mit sehr verschiedenen Musikerinnen wie Tamara Soldan, der ukrainischen Sängerin Ganna Gryniva oder dem Mellum-Quartett zusammen neue Interpretationen von Jazz-Standards oder gerne auch non conventional songs spielt.


Die drei Musiker spielen als Trio im Forum am Internationalen Tag gegen rassistische Diskriminierung Brazilian Jazz. Was sie eint, ist sowohl der gemeinsame Bezug auf die Traditionen der Rhythmik aus Brasilien wie auf afrikanische Wurzeln. Als Musiker, die sich besonders für einen improvisierenden Umgang mit dem musikalischen Material interessieren, greifen sie auch Modulationsweisen aus der zeitgenössischen Jazzimprovisation auf. Die Musik des Trios vermag in der hybriden Zusammensetzung ihrer Bauelemente Brücken zu schlagen und vermag so über ihre Klänge und ihre Expressivität eine innere Verbindung zum Tag gegen Rassismus herzustellen. Die improvisatorische Kraft dieses Jazz-Trios spielt mit brasilianischen Musiktraditionen und macht sowohl deren afrikanische Wurzeln wie die eigene Verwurzelung des Trios in der musikalisch experimentellen Gegenwart deutlich. Diese Musik zu hören, stellt einen Akt der Wertschätzung kultureller Vielfalt in der Diaspora dar.

 

 



 


Brasilianischer Kultursalon

18. Salão Transartes



Samstag 28. März 2015
Einlass 19:30 Uhr

 
Die Kulturreihe Salão Transartes findet in diesem März bereits zum 18. Mal statt. Das Konzept des brasilianischen Kultursalons - des ersten Salons für brasilianische Künste in Berlin - Musik, Bewegung, Sprache und Theater in farbiger Mischung zu präsentieren, stößt auf viel positive Resonanz. Elisabeth Tuchmann und João Eduardo Albertini werden den Abend wieder moderieren und durch kleine Anekdoten zu den Künstlern und über Aspekte der brasilianischen Kultur ergänzen.
Im direkten Austausch mit den Künstlern können die gewonnenen Einblicke und interkulturellen Erfahrungen des Abends im sympathischen Ambiente des Forum Brasil vertieft werden. Der Abend verspricht dem Besucher somit nicht nur höchsten Kulturgenuss, sondern einen Austausch zwischen Menschen und Kulturen.

Kuratoren und Salonmoderatoren


Die Künstlerin Elisabeth Tuchmann (geboren in Münster/Westfalen) sammelte in den 80er Jahren viele Erfahrungen als Jazzsängerin, u.a. beim Internationalen Jazzfestival Münster. Sie studierte Jazzgesang an der Musikhochschule in Graz sowie an der Folkwang Hochschule Essen. Prägend war die Begegnung mit zwei Vertreterinnen des New Vocal Jazz: Jay Clayton und Lauren Newton. Seit 1990 singt sie zusammen mit Lauren Newton, Oskar Moerth und Bertl Mütter im Vokalquartett TIMBRE auf vokalen Wegen improvisierte Musik auf Konzerten in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Japan und Portugal. Elisabeth Tuchmann war 12 Jahre lang Co-Leiterin des Brasil-Ensembles der Musikschule Charlottenburg in Berlin.
João Eduardo Albertini ist in Campinas São Paulo/Brasilien geboren. Seine Ausbildung zum Schauspieler absolvierte er in São Paulo, wo er auch Pädagogik studierte. Er ist pädagogischer Leiter des Labyrinth Kindermuseums Berlin. Seit 1999 arbeitet er als Theaterpädagoge, Animateur und Schauspieler in Berlin bei den verschiedensten Projekten mit. Seine letzte Arbeit war eine Zusammenarbeit mit dem Theater Strahl unter Regie von Adriana Altaras

Programm und Künstler

Jefferson Preto, geboren in Brasilien, absolvierte eine Akrobatenausbildung an der „Escola Nacional de Circo”, in Rio de Janeiro. Er gehörte zur künstlerischen Vereinigung „Grande Companhia Brasileira de Mistérios e Novidades”, bevor er auf Einladung des Zirkus „Circus Ringling Bros and Barnum Bailey” in die USA kam.
Anschließend zog es ihn weiter nach Europa, wo er bei „Gröna Lund Tivoli” (Schweden), aber auch in Belgien und Polen spielte. Seit 2009 lebt er in Berlin, wo er auch beim “Hexenkessel Hof-Theater” und dem “Theater Reissverschluss” spielt. Seit 2010 arbeite er mit dem „Stelzen Theater“ beim “Dulce Compania”.


Er wird zusammen mit Mia Ferreira, die ebenfalls in Brasilien geboren ist, im Duo auftreten. Mia absolvierte ihre erste Zirkusausbildung an der „Escola Nacional de Circo (Brasilianische Nationale Zirkus Schule)“ in Rio de Janeiro und ihre zweite an der “Vertigo” in Turim, Italien. In Brasilien hat sie mit verschiedenen artistischen Kompanien gearbeitet, unter anderem mit „Unicirco”, “Gigantes da Lira”, „Carroca de Mamulengos” und „Archaos”. Als Schülerin und später auch mit eigenen Projekten hat sie in mehreren europäischen Ländern wie Frankreich, Griechenland, Spanien, Schweden und Italien gespielt. Seit 2013 lebt sie in Berlin, wo sie als Trapezistin, Stelzenakrobatin und Jongleurin auftritt.
Das Motto des Duos lautet „Tanzen! Und mit viel Fantasie über dem Boden schweben!". Die zwei karnevalsgeprägten Künstler lieben das szenische Spiel, den freien Tanz und begeistern das Publikum auf Stelzen.


Arnaldo Prete, in Italien geboren, ist Sänger und Gitarrist und lebte einige Jahre in Brasilen, wo er sich dem Bossa Nova widmete. Er studierte das brasilianische Gitarrenspiel und ist als Interpret des „Bossa Nova“ und der „Música Popular Brasileira“ (brasilianischer Pop) bekannt geworden. Später entschloss er sich nach Berlin zu ziehen und gründete die Band „Vatapá de Fruta Pão“. Als Solist, aber auch mit seiner Band, präsentiert er die brasilianische Kultur und Musik auf den Bühnen Berlins. Außerdem spielte er bereits im Haus der Kulturen, auf dem Karneval der Kulturen und dem Fusion Festival. Sein Repertoire umfasst raffinierten brasilianischen Jazz und Bossa Nova mit afro-brasilianischen Wurzeln. Letztes Jahr veröffentlichte Arnaldo Prete sein Album "Danzé", sein erstes Mix-Album mit italienischen, brasilianischen und afrikanischen Einflüssen.


Rolf Zielke ist ein Pianist und Komponist, der in Berlin lebt. Er arbeitet mit internationalen Contemporary Jazz Projekten und mit brasilianischen, afro-kubanischen und orientalischen Musikern: Sein musikalischer Brückenschlag von Jazz und Südamerika bis zur Musik der Türkei hat in besonderer Weise sein künstlerisches Profil geprägt. Mit diesem musikalischen Background verarbeitet er Kompositionen der „Klassischen“ sowie der „Neuen Musik.


Zito Ferreira wurde 1953 in Namibe, Angola geboren. Weitere Stationen waren Lissabon und seit über 28 Jahren lebt er in Berlin. Zito ist Schlagzeuger, Percussionist und Komponist. Er zählt seit Jahren zu den gefragtesten Musikern der lateinamerikanischen, afrikanischen und brasilianischen Szene. Er arbeitete mit wichtigen musikalischen Persönlichkeiten wie u.a. Orquesta Metropolitana de Lisboa, Hendrik Meurkens, Dudu Tucci, Kara Johnstad, Justo Gabriel Perez, Ronaldo Folegatti, Guilherme Castro, Eudinho Soares und Trio Sarapatel zusammen.


Guilherme Castro spielt E-Bass und Konzertgitarre. Er ist Dozent am "JIB - Jazz-Institut Berlin" der „UdK-Berlin“, wo er seit 1996 Ensembles leitet. Er unterrichtet auch an der Berliner Musikschule City-West. 2009 ist sein Buch "Brazilian Rhythm Section Training" bei Advance Music erschienen. Zur Zeit spielt er beim Brasil Jazz Quartet von Christof Griese, mit der Gruppe The Mightiest Ever des Pianisten Tim Sund, mit dem Akkordeonist Tobias Morgenstern und in Duo mit dem Gitarrist Eudinho Soares und anderen. Guilherme Castro begann seine musikalische Laufbahn in den 1970er Jahre in seine Heimatstadt Rio de Janeiro, wo er u.a. mit dem brasilianischen Sänger Eduardo Dusek spielte. Er war dort Mitglied der "Banda de Lá ", wodurch er die Möglichkeit hatte seine Karriere zusammen mit Künstlern wie Márcio Bahia, Carlos Malta und Arthur Maia anzufangen. Darüber hinaus arbeitete er dort auch als Theatermusiker, sowohl als Instrumentalist als auch Komponist. Im Salão de Transartes wird er zusammen mit den bereits genannten Musikern Rolf Zielke und Zito Ferreira im Trio autreten.


Isaumir Nascimento machte 2002 sein Staatsexamen in „Plastischer Kunst“ an der „Universität Espírito Santo (UFES)“ in Rio de Janeiro und arbeitete anschließend einige Jahre als freier Journalist und Fotograf für die brasilianischen Medien. Parallel zu seinen Aktivitäten als Fotograf entwickelte er Arbeiten der Malerei und des Designs. Er war Teil eines Kollektivs coiote.org, mit dem er, unter anderen Projekten, ein Dokumentations- und Bildungsprojekt Olhosd@agua organisierte. In dem Projekt ging es um die Nutzung von Wasserressourcen in São Paulo. Er leitete außerdem Kurse der Fotografie und der fotografischen Dokumentation, unter anderem in der Firma FUJI. Im Jahr 2010 erhielt er ein Stipendium für das Programm „Residencias para Criadores Iberoamericanos e do Haiti“ der mexikanischen Kulturförderung und des spanischen Kulturzentrums. In diesem Zeitraum entwickelte er das Projekt von „Kairi nach Oaxaca“, welches er Im Forum Brasil vorstellen möchte. Im Rahmen des Projekts sind Aufnahmen von Süd-Mexiko bis in den Nordosten Brasiliens entstanden. Derzeit lebt Isaumir in Berlin und konzentriert sich hauptsächlich auf fotografische Forschungen.

 

 

 

 

 



 

 

Candomblé-Ritual

 

Fällt leider aus!

 

Öffentliches RItual zu Ehren von Yemanjá 


07. März 2015

14:30-19:00 Uhr

 

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 
Yemanjá, wörtlich "Mutter der Fische", ist die Gottheit des Meeres und der Mutterschaft. Sie ist die Mutter aller Orixás und der gesamten Menschheit, Hüterin des Heimes und Schutzpatronin der Seefahrer. Sie symbolisiert die Kraft der Weiblichkeit und wird in Brasilien als Meereskönigin verehrt.

 

Die Töchter Yemanjás sind robuste Frauen, kräftig und voller Sinnlichkeit. Sie sind großzügige Menschen, haben viele Freunde, sind besitzergreifend und beeinflussen das Leben der Menschen, die sie lieben.

Eingeladen sind alle Freunde, Interessierte und Neugierige!

 

Bitte in weißer Kleidung erscheinen (Frauen mit weißem Rock)!

 

Am Ende des Rituals wird um eine Spende für das Ilê-Haus gebeten.

 



 

 

Live-Performance -  Afro-brasilianische Rhythmen

  

Vitor da Trindade

 

20.02.2015

 

Einlass: 19:30

 

 

 

 

Das Forum Brasil veranstaltet eine Live-Performance des afro-brasilianischen Pop-Musikers Vitor da Trindade. An diesem Abend wird der Musiker Stücke aus seinem bunten und vielseitigen Repertoire performen.

 

Der Musiker und Komponist, der aus Embu/Brasilien stammt, erlernte die traditionellen afro-brasilianischen Tänze und Rhythmen von seinen Eltern und Großeltern.

 

Er ist bereits auf vier Kontinenten und in unzähligen Städten innerhalb Brasiliens aufgetreten - als Solist und als Teil des Trios "Revista do Samba". Neben seiner Tätigkeit als Musiker organisiert Vitor da Trindade Vorträge für Studierende, Wissenschaftler und Musik-Interessiertem vor denen er über Strömungen und Entwicklungen der brasilianischen Musik- und Tanzkunst seit der Ankunft der versklavten afrikanischen Völker referiert. Er behandelt unter anderem Themen wie Rhythmen der Orixás oder die Entwicklung des Maracatu und der afro-kubanischen Musik. In Berlin hat Vitor da Trindade bereits an der Musikschule Schöneberg und am Groove Zentrum für Perkussion gewirkt. Für sein musikalisches Wirken hat er vielfältige Preise erhalten, wie beispielsweise die Auszeichnung des Kulturellen Austauschs 2008.

 

Neben Getränken können die Besucher, um den Abend abzurunden, brasilianische Speisen aus unserer Küche genießen.

 

 

Mehr Infos zum Künstler, Auftritte und Hörproben gibt es hier

 

 

 

 

 



 

 

 


 

Tanz-Workshop Kraft der Götter


 

 


 mit Murah Soares

Sonntag 26. April 2015

12:00 bis 16:00 Uhr


 

 

 

Rituelle Tänze und Gesänge aus den afro-brasilianischen Religionen.

 

 

 

Nähere Infos hier

 



 

 

 

Öffentliches Ritual zu Ehren Ogum & Oxossi

 

Samstag, den 25. April 2015

um 14:30 Uhr

mit Babalorixá Muralesimbe

 

 

 

Orixás sind in den afro-brasilianischen Religionen die Vermittler zwischen dem obersten Prinzip Olurum und den Menschen. Sie sind Vorfahren – halb Mensch halb Gott – und ihnen wohnen jeweils spezifische Qualitäten inne.

 

Ogum

Ogum, ursprünglich als Herr des Metalls verehrt, gilt als dynamische Kraft voller Schwung, Jugend und Energie. Er ist zielgerichtet, energisch und in seiner Art unumstößlich durch seine kraftvolle, männliche Energie. Ogum ist ein Krieger für das Gute und Symbol der Technologie, Entwicklung und Expansion.

Er repräsentiert die Natur verändernde Kraft, die durch den Eingriff des Menschen freigesetzt wird.
Außerdem ist er Wegbereiter der Zivilisation, der arbeitende Mensch schlechthin und eine Heldenfigur par excellence.

 

Oxossi

Er ist der Orixá des Waldes, der Jagd, der Ernährung, der Flora und Fauna und auch der Kunst. Sein Charakter ist die ständige Bewegung und die Konzentration auf die Jagd. Er schützt den Jäger genauso, wie er das Wild vor der Jagd schützt. Damit verdeutlicht er, dass nur zur eigenen Ernährung gejagt werden sollte. Er gilt als einer der intelligentesten Orixás, als bescheiden und rücksichtsvoll.

In Meditation mit ihm spürt man förmlich sein hohes Maß an Konzentration. Er hilft gerne Menschen mit Problemen neue Ziele in Angriff zu nehmen. Eine weitere Seite von Oxossi ist seine Vorliebe für Kunst.

 

 

Herzlich eingeladen sind alle Interessierte,
Freunde und Neugierige!
Keine Anmeldung erforderlich

 

 

 

Bitte in weißer Kleidung (Frauen mit weißem Rock) erscheinen

und Blumen und Kerzen mitbringen

 

(Am Ende des Rituals wird um Spenden
zum Unterhalt des Candomblé-Hauses gebeten)