2. Halbjahr 2015

Hier finden Sie eine Auswahl an bereits gelaufenen Veranstaltungen im 2. Halbjahr 2015.

Das aktuelle Programm finden Sie unter News und Veranstaltungen

 

 



Afro-brasilianisches Tanz Wochenende der Extraklasse

 

 

Workshops – Vortrag – Performances - Kino
Mit Júnia Bertolino


Freitag, 11.12. – Sonntag, 13.12.

 


                           
Workshopbeitrag 50,- € (inkl. Filmvorführung, Vortrag und Performance)

 

 

 

 

 

 

Inhalte des Workshops

In allen Dimensionen können Teilnehmer des Workshops den Afro-brasilianischen Tanz an diesem langen Wochenende erfahren. Júnia Bertolino, eine erfahrene afro-brasilianische Tanzlehrerin kommt nach Deutschland, eigens, um den Afro-brasilianischen Tanz in seinen reichen Facetten hier im Forum Brasil zu präsentieren. Das afro-brasilianische Tanz Wochenende beginnt am Freitag mit einem Vortrag über ihre Arbeit in der Cia Baobá Minas und Körperlichkeiten in der afro-brasilianischen Kultur, sowie mit einer Performance zusammen mit anderen Mitgliedern der Cia Baobá Minas, Julimar Mello und Marise Veloso in der mit einer Mischung aus Capoeira Angola, Hip Hop, zeitgenössischem Tanz, afro-brasilianischem und afrikanischem Tanz ein Teil der afro-brasilianischen Kultur gezeigt wird. Am Samstag und Sonntag werden die Teilnehmer des Workshops, sowohl unerfahrene als auch solche mit Vorkenntnissen in einzelnen Gruppen an zwei Tagen Intensivunterricht im afro-brasilianischen Tanz erhalten. Bei der Arbeit mit dem Körper, Musik, Tanz und Theater werden die Beteiligten neben dem Kennenlernen verschiedener Tänze, wie Maracatu, Afoxé, Samba und Kriegertänze, auch auf die Suche nach ihrer Identität gehen und den eigenen Körper kennenlernen. Das Wochenende schließen die Teilnehmer mit dem Film ‚Um Filme de Dança‘ ab, eine Dokumentation über den afro-brasilianischen Tanz.



Júnia Bertolino ist Journalistin und Anthropologin, spezialisiert in Afrika und Afro-Brasilien Studien. Sie ist eine der zentralen Figuren für den Afrotanz in Belo Horizonte und trägt maßgeblich zur Anerkennung der afrikanischen Kulturen im Tanz bei.
Unter der Leitung des Künstlers Evandro Passos fing Júnia Bertolino 1995 mit dem Afrotanz an. Sie wurde Mitglied der afro-brasilianischen Tanzgruppe Bataka und 1997 bei der Cia da Arte Primitiva. Im Jahr 1999 gründete sie die Tanzgruppe Baobá, die bis heute mit dem afro-kulturellen Tanz das Publikum begeistert. Derzeitig leitet sie die Cia Baobá als Choreografin und Regisseurin. Außerdem ist sie seit 2007 Mitglied des Kollektivs Afro Minas.
Neben ihrer Leidenschaft für den Tanz ist Júnia Bertolino Kulturpädagogin. Bei der Ausbildung von Lehrkräften engagiert sie sich für eine Reflexion über und die Lehre der afrikanischen Kulturen.

 

Programm

Freitag 11.12.

19:30Uhr Vortrag: Manifestações culturais no Brasil e Corporeidades afro-brasileiras (Kultureller Ausdruck in Brasilien und afro-brasilianische Körperlichkeiten) Vortrag in portugiesischer Sprache

Im Anschluss Performance: Júnia Bertolino zeigt einen Einblick in den afro-brasilianischen Tanz mit Einflüssen aus Capoeira Angola, Hip Hop, zeitgenössischem Tanz und afrikanischem Tanz zusammen mit weiteren Mitglieder der Cia Baobá Minas, Julimar Mello und Marise Veloso.


Samstag 12.12.

Workshop: Afro-brasilianischer Tanz
12:00 – 15:00 Uhr Anfänger
16:00 – 19:00 Uhr Fortgeschrittene


Sonntag 13.12.

Workshop: Afro-brasilianischer Tanz
11:00 – 13:00 Uhr Anfänger
14:00 – 16:00 Uhr Fortgeschrittene
17:00 Uhr  Cine Brasil: Um Filme de Dança (Ein Tanzfilm)

 

  

 

 

Mit freundlicher Unterstützung durch:

 


 



Filmreihe Cine Brasil im Forum Brasil
In Kooperation mit Cinema negro GmbH Berlin / Sydney Martins

Um Filme de Dança – Ein Tanzfilm (2013 Port. m. engl. U.)

Produktion/ Regie: Carmen Luz

 

 

 

Sonntag, 13. Dezember 2015

17:00 Uhr

 




"Die Schwarzen? Wo sind die Schwarzen? - Das ist die Frage, die sich die Brasilianer gegenseitig stellen müssen.” Die Frage von Jean-Paul Sartre und die Aussage von Nelson Rodrigues in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts klingen noch immer nach. Ihr Echo führte zu der Realisation von Ein Tanzfilm. Wie beeinflussen die Erfahrungen als Schwarzer in Brasilien afro-brasilianische Tänzer und Choreographen? Der Film hat einige der wichtigsten Vertreter des schwarzen brasilianischen Tanzes versammelt und stellt ein einzigartiges Dokument über die Geschichte des afrobrasilianischen Tanzes dar. Es ist eine Hommage an die Geschichte des schwarzen Körpers, der, von europäischen Vorbildern befreit, Autor und Herr seines eigenen Tanzes ist.

 

 

 



 

Workshop

 

Capoeira Angola mit Mestre Perna Longa

 

Sonntag, 6. Dezember 2015

12:00 - 15:00 Uhr

Workshopbeitrag 25,- €

 

 

 

 

  

Mestre Perna Longa praktiziert seit seinem 9. Lebensjahr Capoeira. Als Schüler von Mestre Marrom und Mestre Baixinho der "Grupo de Capoeira Angola Irmãos Guerreiros" unterrichtete er bereits in São Paulo in seiner eigenen Akademie, bevor er 2002 nach Deutschland kam. Hier gründete er 2004 das afro-brasilianische Kulturzentrum "Centro Cultural Cazuá" in Bremen.

 

Inhalte des Workshops

Capoeira ist eine brasilianische Kampfkunst, die während der Kolonialzeit in Brasilien von afrikanischen Sklaven praktiziert und weiterentwickelt wurde. Die Capoeira Angola ist die älteste Form der Capoeira. Sie zeichnet sich durch die bedächtig ausgeführten, fließenden Bewegungen der Capoeiristas aus. 

 

Der Workshop bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit, die tänzerischen Bewegungsabläufe der Capoeira Angola zu praktizieren bzw. zu erlernen.

Das Spiel wird durch Gesang und rhythmische Musik auf traditionellen Instrumenten begleitet, die die spezielle Stimmung der Capoeira ausmachen. Auch werden im Workshop Verbindungen zu anderen afro-brasilianischen Kulturen erklärt.

Der Workshop bietet daher die Gelegenheit, sich nicht nur einer traditionellen Kampfkunst, sondern auch einem ganyen Kulturkreis anzunähern und seine Tradition am eigenen Körper zu erleben.

Der Workshop richtet sich an Capoeiristas und alle, die sich für Capoeira interessieren.

 

 

Anmeldung: ab sofort unter info@forum-brasil.de

 



 

 

 Candomblé-Ritual

Öffentliches Ritual zu Ehren Iansã

  

Samstag, 5. Dezember 2015

von 14:30 bis ca. 19:00 Uhr

 

Keine Anmeldung erforderlich.

 

 

Iansã, die Kämpferin, ist der Orixá der Winde, Stürme und des Flusses Niger. Sie steht in Verbindung mit dem Geheimnis des Todes und begleitet die Geister der Verstorbenen in die Welt der Orixás. Das feierliche Ritual wird zu ihren Ehren begangen.

 

Herzlich eingeladen sind Freunde, Interessierte und Neugierige!


Bitte in weißer Kleidung (Frauen mit weißem Rock) erscheinen und Blumen mitbringen.
Am Ende des Rituals wird um eine Spende zum Unterhalt des Candomblé-Hauses gebeten.

 

Weitere Informationen zu den Orixás finden Sie hier!

 



 

Brasilianischer Kultursalon

20. Salão Transartes

 

Samstag, 28. November 2015, 20:00 Uhr
Einlass 19:30 Uhr

 

 

mit: Elisabeth Tuchmann & João Albertini – Salonmoderation

 


Programm:


Gustavo Jahn und Melissa Dullius sind brasilianischen Künstler und bilden das Künstler-Duo Distruktur. Sie machen Filme, Performances, Installationen und Fotografie und spielen dabei verschiedene Rollen: Sie sind Akteure, Regisseure und manchmal schreiben sie auch die Filmmusik zu ihren eigenen Filmen. Ihre Arbeiten als Künstler-Duo werden sowohl auf Internationalen Filmfestivals wie der Berlinale und dem Torino IFF, als auch auf Ausstellungen zeitgenössischer Kunst wie im New Museum in New York, dem CAC in Vilnius und in verschiedenen Galerien gezeigt. Beide leben und arbeiten in Berlin. In ihrem Film 'No Coração do Viajante' (Im Herzen des Reisenden) geht es um einen Reisenden, der nur das Nötigste mit sich trägt. Wie ein „Ronin“, ein Samurai ohne Lehrer, bricht er auf in eine unbekannte Gegend, wo ihn die Einsamkeit und die unberührte Natur ergreifen. Die Isolation wird gebrochen, als er seinem eigenen Angesicht gegenüber steht.


Das Duo REA SOM besteht aus der Sängerin Rea Hunziker und dem Gitarristen Sebastian Pietrowiak. Von groovigen tanzbaren Stücken bis zu verträumten Liebesliedern bewegt sich REA SOM stilistisch in den Bereichen Bossa Nova, Samba und brasilianischem Jazz. Das Duo elektrisiert mit Rhythmus, Leidenschaft und viel sommerlichem Lebensgefühl. Die Leichtigkeit der Bossa Nova Gitarre, der treibende Rhythmus des Samba und das Exotische der portugiesischen Sprache finden im REA SOM Duo einen faszinierenden Zusammenklang. Hunziker und Pietrowiak haben sich zudem spannende Gastmusiker aus anderen Ländern hinzugeholt, die das Spektrum der unterschiedlichen Klänge und Farben weiter bereichern. Dabei bleiben sie ihrer Leidenschaft treu, bei Live-Auftritten auch kräftig zu improvisieren. Musik zum Genießen!


Irineu Marcovecchio, der Brasilianer italienischer Abstammung, ist Tänzer und Choreograph. Er startete seine Ausbildung an der Amanda Veronica Balé in Brasilien und setzte seine Laufbahn an der Mudra School in Brüssel bei Maurice Bejart und Micha van Hoeke fort. Sein erstes Engagement führte ihn von 1981-1993 als festes Mitglied zum Balé da Cidade nach São Paulo. In dieser Zeit entstanden auch erste eigene Stücke. 1993 zog es Irineu nach Deutschland, er schloss sich Johann Kresnik in Bremen an, mit dem er später nach Berlin an die Volksbühne ging. Während der Berliner Zeit tanzte der Brasilianer unter anderem als Gast in der Ismael Ivo Company. Im Jahr 1999 engagierte ihn der Choreograph Pavel Mikulastik für sein Choreographisches Theater an die Oper Bonn, in dessen Ensemble Irineu bis zur Auflösung 2003 mitwirkte. Danach schloss sich der nun freischaffende Tänzer der Gruppe Mastra Dance sowie der Choreographin und Tänzerin Sonia Mota an. Aufgetreten ist er u.a. am Open Space Theater und am Theater Eva Maria Lerchenberg Thöny. 2006 kehrte Irineu Marcovecchio nach Berlin zurück und begann eine Fortbildung zum Ballettpädagogen in der Waganowa-Methodik. Im 20. Salão Transartes präsentiert er ein Solo Tanz-Theater Stück: Ein Frau bemerkt, dass „Etwas“ nichts mehr mit ihrem Leben zu tun hat. Alsbald vollzieht sie eine Zeremonie, um sich dieses Etwas zu entledigen und fortan nur noch im gegenwärtigen Augenblick zu leben.


Renato Pantera ist Komponist, Sänger, Gitarrist und Perkussionist. Bereits 1994 zog er von Brasilien nach Deutschland. Aus seiner Zeit in Brasilien und seinen Kontakten mit den unglaublich vielfältigen musikalischen Kulturen in den verschiedenen Regionen seines Herkunftslandes stammt die Begeisterung Panteras für das Komponieren von Musik als facettenreiches Produkt dieser Begegnungen und Erfahrungen. So verwundert es nicht, dass Pantera außer von der modernen und traditionellen brasilianischen Musik noch von vielen anderen Musikstilen geprägt ist: Samba-Pop, Reggae, Samba-Rock, Rap, Samba-Rap, Samba-Funk und Afro-Pop, Bossa Nova, Bossa Velha, Forró, Baião, Samba de Raiz, Samba-Reggae, Pagode und Pop Balladen. Seine eigenen Kompositionen sowie seine Versionen traditioneller brasilianischer Musik hat er bereits auf vielen nationalen Festivals und Konzerten vorgestellt. Renatos Kompositionen berühren die essentiellen Elemente der menschlichen Existenz: Liebe, Freundschaft, Macht, soziale Ungleichheit. Die alltäglichen Belange und der Frieden liegen ihm am Herzen und spiegeln sich in seinen Liedern. Beim 20. Salão Transartes präsentiert Renato Pantera sein neuestes musikalisches Projekt Minhas Raizes (meine Wurzeln) mit Musik und Texten aus der afro-brasilianischen Kultur.

 


  und so wurde gefeiert....

 

 

 

Mit freundlicher Unterstützung durch:
 

 


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Veranstaltung zum Tag des schwarzen Bewusstseins

Dia da Consciência Negra

 

Freitag, 20. November 2015

19:00 Uhr
 

 

 

Das Gespräch wird in portugiesischer Sprache stattfinden. Zwischendurch wird der Inhalt auf Deutsch zusammengefasst.

 

In Brasilien wird der Dia da Consciência Negra jährlich am Todestag von Zumbi dos Palmares (1665 - 1695) gefeiert. Zumbi dos Palmares war im 17. Jahrhundert Anführer der größten Quilombo-Gemeinschaft Brasiliens. Quilombo-Gemeinschaften waren Zusammenschlüsse von Afro-Brasilianern, denen die Flucht von Plantagen, Gefängnissen und Sklavensiedlungen gelungen war.

Der Dia da Consciência Negra stellt den Beginn der in Brasilien begangenen Semana da Consciência dar. Innerhalb dieser Woche wird traditionell der Befreiung der afrikanisch-stämmigen Bevölkerung aus der Sklaverei gedacht. Darüber hinaus wird diese Woche genutzt, um auf die aktuell nur langsam fortschreitende Integration von People of Color beispielsweise in den Arbeitsmarkt und an den Universitäten in Brasilien aufmerksam zu machen. Ohne den afrikanischen Einfluss wäre die brasilianische Kultur nicht das, was sie heute ist, dennoch haben Afro-Brasilianer noch immer unter offener und latenter Diskriminierung im Alltag zu leiden.
 
Programm:


Das Programm an diesem Abend gliedert sich in 2 Teile auf.


Im 1. Teil möchten wir, aus Aktualitätsgründen, in diesem Jahr in einem Round-table-Talk das Thema der Diskriminierung von afrobrasilianischen Religionen und der Gewalt gegen deren Angehörige in Brasilien diskutieren. Dabei ist die Beziehung zwischen sozialen Gruppen und Religion sowie zwischen Angehörigen unterschiedlicher Religionen ein zentrales Thema. Dazu gehört auch das Nachdenken über die Rolle der Religion als Waffe der Kolonisation Lateinamerikas. Moderiert wird diese Diskussion von Univ.-Prof. em. Dr. Lígia Chiappini Moraes Leite vom Latein-Amerika-Institut der FU-Berlin. Teilnehmer sind der afrobrasilianische Musiker und Komponist Paraná Bomfim, der afrobrasilianische Filmproduzent Sidney Martins, der Schriftsteller, Journalist und Univ. Prof. Dr. Flávio Aguiar von der Universidade de Sao Paulo und Camila Nascimento.


Der 2. Teil des Abends wird durch den brasilianischen Ausnahme-Perkussionisten Paraná Bomfim gestaltet. Er ist Musiker und Komponist und hat seine Wurzeln in den Traditionen der afro-brasilianischen Religionen und studierte klassische und populäre Musik. Er erforschte die traditionelle und populäre Musik seines Landes, studierte klassische Musik an der Hochschule Fundação das Artes de São Caetano do Sul in São Paulo. In seiner Musik überträgt Paraná Bomfim Elemente des Jazz in den brasilianischen Kontext. Er musiziert vor allem mit seinen Trommeln, seinem Klangbogen Berimbau und einer großen Bandbreite von weiteren Perkussionsinstrumenten. Auch die Möglichkeiten der elektronischen Musikerzeugung nutzt er in elektroakustischen Kompositionen auf sehr kreative und persönliche Weise. Zum „Dia da Consciência Negra“ gibt er auf seinen Conga Drums eine Kostprobe des reichen Spektrums zeitgenössischer Interpretationen afro-religiöser Musik.

 


  

 

Mit freundlicher Unterstützung durch: 
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NEU: Filmreihe Cinebrasil im Forum Brasil
In Kooperation mit Cinemanegro GmbH Berlin / Sidney Martins

RAÇA – Ein Film über die Gleichberechtigung (2012)

Produktion/Regie: Joel Zito Araújo, Megan Mylan

Sonntag, 15. November

17:00 Uhr

 in portugiesischer Sprache mit englischen Untertiteln

 

Raça erzählt die Geschichte von drei Personen an der Front eines aktuellen Kampfes um die Gleichberechtigung. Dies in einem Land, das stolz darauf ist, eine Demokratie geschaffen zu haben, die ohne rassistische Markierungen auszukommen meint.

Einer von ihnen ist Paulo Paim, der einzige afrobrasilianische Senator, der sich im brasilianischen Kongress für die Verabschiedung des Statuts der Gleichberechtigung einsetzt. Er ist der Initiator dieses Statuts, das erst nach einem Jahrzehnt Zustimmung erhält.
Der Dokumentarfilm zeigt auch das Engagement von Miúda dos Santos, eine Enkelin versklavter Afrikaner und zugleich Quilombola Aktivistin. Sie kämpft um die kulturellen Landrechte und den Respekt gegenüber den uralten Traditionen der Gemeinde von Quilombola de Linharinho in Espírito Santo.
Außerdem wird die Geschichte von Netinho de Paula behandelt, ein Moderator und Geschäftsmann, der versucht, einen Fernsehsender größtenteils für Afrobrasilianer aufzubauen.

 

Trailer

 



  

Afrobrasilianisches Tanztheater Oriki - Die Geschichte der Orixás Oxalá und Xangó

Inszenierung, Choreografie & Tanz: Murah Soares

Musik: Paulo Cedraz

Mitwirkende TänzerInnen: Diana Schreyer, Heide Barnet, Stefan Schöne, Corinna Blümel, Britta Kasokat, Claudia Schmidt, Birgit Bogner, Lea Sperling, Jeannette Tröstl

Freitag, 06. November, 19:00 Uhr


Das Tanztheaterstück Oriki greift eine Geschichte aus der Mythologie des afro-brasilianischen Candomblé auf, und wurde über 6 Monate hinweg unter der Leitung des Tänzers, Choreographen und Babalorixá Murah Soares erarbeitet. Die Musik schrieb der Komponist und Musiker Paulo Cedraz.
Das Oriki erzählt die Geschichte der Orixás (d.h. der Götter) Oxalá und Xangó. Nach den Überlieferungen des Candomblé ist Oxalá der Stammvater aller Orixás. Als Schöpfer ist er auch für die Formung und Veränderung des menschlichen Charakters zuständig. Das Stück erzählt dies auf dramatische Weise - im Hinblick auf die mangelnde Bescheidenheit des obersten Gottes Oxalá selbst. Oxalá, der sich selbst für den mächtigsten und wichtigsten aller Orixás hält, meint, anderen keinen Gefallen tun zu müssen. Im Verlauf der Geschichte wird aber klar, dass Oxalá die Macht der anderen Göttern nicht unterschätzen darf.

 

Mit freundlicher Unterstützung durch:
 

 

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 Brasilianisches Kinderfest


Cosme e Damião



Sonntag 27. September 2015

Ab 15.00 Uhr

Mit João Albertini – Kinderanimation


Nach christlichem Glauben waren die Heiligen Zwillingsbrüder Cosme und Damião Ärzte und Beschützer der armen Kinder.
Im Candomblé werden sie mit den Ibejis assoziiert, Orixás der Kinder, und insbesondere in Salvador da Bahia im Monat September geehrt und gefeiert. Vor allem Candomblé Gläubige kochen und laden Kinder zu sich ein oder verteilen Essen und Leckereien an sie auf den Straßen.

 



 

Vernissage im Forum Brasil

Bilder des brasilianischen Abstrakten Expressionismus
Von Claudia Coutinho



Ausstellungseröffnung im Rahmen des 19. Salão Transartes
19. September 2015

 

 

 

Claudia Coutinho ist Psychologin und Malerin aus Minas Gerais/Brasilien. Seit über 40 Jahre ist sie in Brasilien als Psychoanalytikerin tätig. Nach Ihrer berufsbegleitenden Ausbildung in Plastischer Kunst veröffentlichte sie seit 1999 ihr künstlerisches Werk. Anfangs noch sehr von den Impressionisten beeinflusst, malt sie heute in kräftigen kontrastreichen Farben im Stil des abstrakten Expressionismus. Für sie ist die Malerei eine der tiefgreifendsten Formen der menschlichen Kommunikation.

 

Anlässlich des 19. Salão Transartes wird ihre erste Ausstellung in Europa im Forum Brasil eröffnet

und ein Dokumentar-Kurzfilm über sie und ihr Werk gezeigt.

 



NEU: Filmreihe Cinebrasil im Forum Brasil
In Kooperation mit Cinemanegra GmbH Berlin / Sidney Martins

Ich bin Louisa Jules (2013)


Buch/Regie: Roberto Manhäes Reis/Viola Scheuerer
Idee/Recherche/Produktion: Sidney Martins

Sonntag, 20. September, 17:00 Uhr

 


Unter Anwesenheit des Produzenten und der Film-Protagonistin " Louisa Jules" mit anschließendem Publikumsgespräch



Louisa fühlt sich wohl in ihrer Haut. Sie hat eine unverklemmte Art, mit Menschen umzugehen und einen besonderen Sinn für Körperlichkeit als Tänzerin einer Samba-Gruppe.
Als Kleinkind ist Louisa adoptiert worden und mit drei Brüdern in einer Berliner Familie aufgewachsen. Ihre schwarze Hautfarbe war zu Hause kein Thema, dennoch erkennt Louisa mit dem Erwachsenwerden immer stärkere Ähnlichkeiten zwischen ihren Brüdern und ihren Eltern.

Louisas leibliche Eltern kommen aus Madagaskar, mehr wusste sie nicht. Auf ihre Initiative hin wurden der Vater und die Mutter mit Unterstützung der madagassischen Botschaft gesucht und tatsächlich auch gefunden. Der Vater, den man zunächst für verstorben hielt, ist Geologie-Professor und ihre Mutter arbeitet an einem Gymnasium als Lehrerin. Sie hatte Louisa damals im ukrainischen Kiew während ihres Studiums zur Adoption freigegeben. Danach geriet das Kind in Vergessenheit.

19 Jahre später steht Louisas Reise mit ihrer Berliner Adoptiv-Familie in das Land ihrer afrikanischen Eltern und Großeltern bevor. Louisa ist aufgeregt. Ihre Gefühle schwanken zwischen Glück und Zweifel: Wie werden ihre inzwischen getrennt lebenden Eltern auf ein Wiedersehen mit ihr reagieren?
Wird Louisa endlich die ersehnte Ähnlichkeit bei ihrer Mutter finden? Wird sie sich in dem fremden Inselstaat im Indischen Ozean wie eine Madagassin fühlen, oder eher wie eine schwarze Deutsche?



Brasilianischer Kultursalon

19. Salão Transartes

 


Samstag 19. September 2015 


Einlass 19:30 Uhr

 




Salonmoderation: Elisabeth Tuchmann & João Albertini

 

 

 



Programm:

  • Jörg Utech hat mit einer Weißgerbergitarre angefangen, Musik zu machen, wurde später zum eingefleischten Baden-Powell-Fan und hat heute eine starke Vorliebe für die afro-brasilianische Musik Bahias. Heute präsentiert er eine Hommage an Baden Powell

 

  • Felipe Frozza ist brasilianischer Filmemacher und Dokumentarfilmer. Der in Rom lebende Frozza, liebt es sich künstlerisch in imaginäre Traumwelten zu vertiefen. Denn diese sind - obwohl Imaginationen - auch eine ganz besondere kulturelle Realität. Im 19. Salão Transartes wird er Ausschnitte aus seiner Arbeit präsentieren.

 

  • Katrin Wahl ist eine Expertin für interkulturelle musikalische Experimente und spielt auf ihrer Gitarre Jazziges, eigene Kompositionen sowie Música Popular Brasileira - auf eigensinnige Weise. Zusammen mit João Albertini präsentieren uns beide einen virtuosen Sprechgesang, der die panische Angst der 1968 regierenden brasilianischen Militärs vor den Traumbotschaften der Música Popular Brasileira vertont.

 

  • Claudia Coutinho ist Psychologin und Malerin aus Minas Gerais/Brasilien. Seit über 40 Jahre ist sie in Brasilien als Psychoanalytikerin tätig. Nach Ihrer berufsbegleitenden Ausbildung in Plastischer Kunst veröffentlichte sie seit 1999 ihr künstlerisches Werk. Anfangs noch sehr von den Impressionisten beeinflusst, malt sie heute in kräftigen kontrastreichen Farben im Stil des abstrakten Expressionismus. Anlässlich des 19. Salão Transartes wird ihre erste Ausstellung in Europa im Forum Brasil eröffnet und ein Dokumentar-Kurzfilm über sie und ihr Werk gezeigt.

 

  • Sylvia Klein im brasilianischen Belo Horizonte geborenen gilt vielen als eine der exzentrischsten Opernsängerinnen der Stadt Berlin, durchaus mit einer gewissen Berliner Gewitztheit, die an eine Claire Waldoff erinnern mag. Sie singt Kompositionen aus Pop, Swing, Close Harmony, Jazz und Gypsy und betreibt auch das Trio Caffein. Beim diesmaligen Salão Transartes bot sie mit Musikerfreunden brasilianische Fusion dar: aus Operngesang, Gitarren- und Elektronischer Musik für die afro-brasilianischen Orixás. Was für ein Spektakel - und einer der Höhepunkte des heutigen Abends.


Mit freundlicher Unterstützung durch:

 

 

 

 

 



 

Lange Nacht der Religionen

 

Samstag 29. August 2015

 

14:30 bis 22:00 Uhr

 

 

Zum 4. Mal findet die Lange Nacht der Religionen in Berlin statt. Zahlreiche Synagogen, Moscheen, Kirchen, Tempel, Meditation- und Gemeindehäuser öffnen ihre Türen, um den Menschen in Berlin zu zeigen, wie vielfältig die religiöse Landschaft in Berlin ist. Auch unser Candomblé Haus Ilê Obá Sileké wird an diesem Tag für euch offen sein. (mehr...)

 

 



Öffentliches Candomblé-Ritual


zu Ehren des Orixás Obaluaiê

Samstag 29. August 2015

 


14:30 - ca. 19:00 Uhr


An diesem Tag wird der Orixá Obaluaiê verehrt. Am Fest für Obaluaiê wird ihm ein Bankett - Olubajé - mit den Lieblingsspeisen jedes einzelnen Orixás zubereitet.

Herzlich eingeladen sind alle Interessierte und Freunde!
Keine Anmeldung erforderlich


Bitte in weißer Kleidung (Frauen mit weißem langem Rock) erscheinen, Blumen und Kerzen mitbringen
Am Ende des Rituals wird um Spenden zum Unterhalt des Candomblé-Hauses gebeten

 

 



 

Workshop Kraft der Götter

 

Rituelle Tänze und Gesänge aus den afro-brasilianischen Religionen mit Live-Percussion

Sonntag 30. August

 

12:00 bis 16:00 Uhr

 

Workshop-Beitrag: 40,- €

Bitte in weißer Kleidung - Frauen mit weißem Rock – erscheinen.


Mehr Infos hier: Die Kraft der Götter


Anmeldung hier oder unter Tel 030-780 960 54

 



Impulsvortrag & Gespräch

Solidarische Ökonomie und politische Kultur im heutigen Brasilien

mit Prof. Dr. Rosângela Alves de Oliveira

Departamento de Serviço Social-UFRN
Coordenadora da INICIES

in portugiesischer Sprache

Montag 07. September 2015

19.00 Uhr


Prof. Dr. Rosângela Alves de Oliveira ist Professorin an der Föderalen Universität von Rio Grande do Norte in Natal (UFRN), sie nahm am Aufbau des Brasilianischen Forums der Solidarischen Ökonomie teil, arbeitete in der Caritas mit der Gründungsberatung Solidarischer Wirtschaftsunternehmen und war Mitgründerin des Gründungsberatungszentrums der Universität von João Pessoa.
Im Vorwege zum Kongress Solidarische Ökonomie 2015 in Berlin, auf dem sie als Referentin vortragen wird, laden wir alle Interessierten ins Forum Brasil ein, die mit der Aktivistin und Hochschullehrerin Rosangela Alves de Oliveira über das aktuelle Brasilien sprechen möchten.

Rosangela forscht und unterstützt auch praktisch die Entwicklung einer Solidarischen Ökonomie in Brasilien, insbesondere die ökologischen Märkte. Zusätzlich können auch die Situation der brasilianischen Zivilgesellschaft, die Parteienlandschaft, die Krise der Regierung Rousseff und vieles andere zur Sprache kommen, was die Bevölkerung gegenwärtig bewegt.

Keine Anmeldung erforderlich!

Eintritt frei – um Spenden wird gebeten

 



 

Öffentliches Candomblé-Ritual 


zu Ehren von Seu Ventania

Samstag 12. September 2015

 


14:30 - ca. 19:00 Uhr


Seu Ventania


Neben den Orixás (Götter) werden im Candomblé auch die geistigen Ureinwohner Brasiliens – die Indios – als Caboclos verehrt. Sie gelten in der afro-brasilianischen Spiritualität als die Botschafter der Orixás und anderer Geistwesen und übermitteln deren Nachrichten an die Menschen. Seu Ventania ist ein Caboclo Boiadeiro – ein Geistwesen, welches zu Urzeiten im irdischen Leben als Viehhirte gearbeitet hat.

 

 



Workshop

Capoeira Angola

mit Mestre Perna Longa

 

Sonntag 13. September 2015

12:00 - 15:00 Uhr

 

Workshopbeitrag 25,- €

 

Mestre Perna Longa praktiziert seit seinem 9. Lebensjahr Capoeira. Als Schüler von Mestre Marrom und Mestre Baixinho der "Grupo de Capoeira Angola Irmãos Guerreiros" unterrichtete er bereits in São Paulo in seiner eigenen Akademie, bevor er 2002 nach Deutschland kam. Hier gründete er 2004 das afro-brasilianische Kulturzentrum "Centro Cultural Cazuá" in Bremen und baute in vielen Ländern das europäische Netzwerk der Irmãos Guerreiros auf.

weitere Infos hier