2. Halbjahr 2016

 

 

Hier finden Sie eine Auswahl an bereits gelaufenen Veranstaltungen im 2. Halbjahr 2016.

Das aktuelle Programm finden Sie unter News und Veranstaltungen

 

 
 



 

Tag der Offenheit, der Diversität – ein Festtag!

Interkulturelles Weihnachtsfest


 

 

 

Samstag, 17. Dezember 2016

von 14:30 bis ca. 21:00 Uhr

Mitwirkende Künstler*innen:  Murah Soares, 3Women, Angelo Campos

Das Anliegen des Interkulturellen Weihnachtsfestes 2016 im Forum Brasil ist die Stärkung und das Bewusstmachen eines friedlichen Miteinanders und das Feiern der kulturellen Vielfältigkeit.
An diesem Tag soll daher diese Diversität und Offenheit gefeiert werden: musikalisch, künstlerisch und visuell. Das interkulturelle Weihnachtsfest – ein Tag der Offenheit, der Diversität – ein Festtag.


Programm:

Murah Soares zeichnet sich mitverantwortlich für die Co-Konzeption dieser Veranstaltung. Als Host, Moderator und Animateur der Veranstaltung führt er durch einen interkulturellen Marktplatz von „Freunden unter Freunden“ mit Musikbeiträgen und einer Ausstellung.

Leider muss die Buchpräsentation mit WoMANtís RANDom aufgrund persönlicher Umstände ausfallen. Wir werden stattdessen mit einer Roda der Kinder aus unseren Kindercapoeira-Gruppen in die Weihnachtsfeier einführen. Hierfür sind alle Besucher*innen herzlich eingeladen.

Das Trio 3Women wird diesen Abend mit ihrem musikalischen Betrag veredeln. Verbunden durch eine tiefe Freundschaft und ihre gemeinsame Liebe zur Musik vereinen die Sängerinnen Jeannine Mayani, Gonza Ngoumou und Bona Ngoumou 2010 ihre Stimmen zu einem A-Capella Projekt. Sie begleiten sich teilweise selbst mit Gitarre, Percussion, Kora oder Flöte. Ihr Repertoire besteht aus eigenen Songs und umarrangierten Covers, inspiriert durch Musiker wie Miriam Makeba, Tracy Chapman, Abbey Lincoln, Sweet Honey in the Rock, Gil-Scott Heron, Richard Bona, Sandra Nkaké und Anderen.
Sie treten meistens als Trio auf, spielen aber auch immer wieder als erweiterte Formation mit Kontrabass oder Percussion. Ihre Musik berührt mit sinnlichen Melodien, tiefen Texten und tragenden Rhythmen. In welcher Formation sie auch immer spielen, es ist eine ungewöhnliche und spannende Kombination aus verschiedenen Stimmen und Stilen. In der Berliner Musikszene findet sich kaum Vergleichbares.

Angelo Campos ist ein aktivistischer und politischer Künstler aus Rio de Janeiro, der mit seinen Bildern auf die sozialen und politischen Realitäten in den Favelas Brasilien aufmerksam macht. Immer geht es ihm auch um die Auseinandersetzung mit der Rolle der Kunst in Vierteln, die von Armut geprägt sind. Zu seinen Stationen gehört unter anderem auch die Teilnahme an der Art Basel Miami (2014). Angelo Campos wird seine Bilder in den Räumen von Forum Brasil ausstellen. Da er persönlich nicht anwesend sein kann, werden wir ein Videoporträt von ihm zeigen. Er führt darin in seine Arbeit ein und präsentiert ein wenig beachtetes Bild Brasiliens, indem er den/die Bewohner*innen der Favelas eine Stimme verleiht und ihnen dadurch Würde und Respekt zurückgibt.

Der interkulturelle Weihnachtsabend wird also eine Reise von Brasilien bis nach Berlin beschreiben, in der es immer um die Auseinandersetzung mit dem „Anderen“ geht und verschiedene Künstler*innen alleine und gemeinsam mögliche Antworten auf ein gelingendes Miteinander suchen und finden. Mit diesem hoffnungsvollen Blick schließt das Forum Brasil das Jahr 2016.


Um diesen Tag gemeinsam, auch kulinarisch, zu feiern, freuen wir uns wenn jede*r einen süßen oder pikanten Beitrag zu unserem Buffet leistet. Wir freuen uns auf Euch!

   Ein Projekt von Mit freundlicher Unterstützung durch  Mit freundlicher Unterstützung durch:



 

Afrobrasilianisches Tanztheater Oriki - Die Geschichte der Orixás Obá, Oxum und Xangó.

 

Inszenierung, Choreografie & Tanz:  Murah Soares

 

Komposition und Perkussion: Paraná Bomfim & Juninho Quebradeira

 

Mitwirkende Tänzerinnen:  Diana Schreyer, Heide Barnert, Corinna Blümel, Petra Schuster, Jeannette Tröstl, Reyes Ixmucané, Yvonne Zibulsky.

 

 


Samstag, 10. Dezember, 19:30 Uhr

 

Einlass 19:00 Uhr

Das Tanztheaterstück Oriki greift eine Geschichte aus der afro-brasilianischen Mythologie des Candomblé auf, die in tänzerischer Form als Resultat eines sechsmonatigen Tanzworkshops aufgeführt wird. Der Workshop fand unter der Leitung des Tänzers, Choreographen und Babalorixá Murah Soares statt. Oriki erzählt die Geschichte der Orixás (d.h. der Götter) Xangó, Obá und Oxum.

Mit europäischen Erzähltraditionen ist diese Art des Storytellings in keiner Weise vergleichbar. Ähnlich wie in der Peking-Oper, sind auch in der Tradition des Performativen im afro-brasilianischen Candomblé, Mimik und Gestik einerseits sehr expressiv, andererseits hoch stilisiert und subtil. Darüber hinaus finden unterschiedliche Genres des künstlerischen Ausdrucks eine gemeinsame Plattform: Darstellendes Spiel trifft auf Tanz, verknüpft mit Gesang, ritueller Perkussion und Pantomime.

  Ein Projekt von Mit freundlicher Unterstützung durch  Mit freundlicher Unterstützung durch:



 

 Candomblé-Ritual

Öffentliches Ritual zu Ehren Iansã

  

Samstag, 3. Dezember 2016

von 14:30 bis ca. 19:00 Uhr

 

Keine Anmeldung erforderlich.

 

Iansã, die Kämpferin, ist der Orixá der Winde, Stürme und des Flusses Niger. Sie steht in Verbindung mit dem Geheimnis des Todes und begleitet die Geister der Verstorbenen in die Welt der Orixás. Das feierliche Ritual wird zu ihren Ehren begangen.

Herzlich eingeladen sind Freunde, Interessierte und Neugierige!


Bitte in weißer Kleidung (Frauen mit weißem Rock) erscheinen und Blumen mitbringen.
Am Ende des Rituals wird um eine Spende zum Unterhalt des Candomblé-Hauses gebeten.

Weitere Informationen zu den Orixás finden Sie hier!



 

Brasilianischer Kultursalon

23. Salão Transartes - Wir feiern 7 Jahre!


Musik – Tanz – Gesang – Ausstellung

 

Samstag, 26. November 2016

Einlass 19:30 Uhr

 

Salonmoderation: Elisabeth Tuchmann & João Albertini

Programm:

 

Das Duo Cor de Canela mit Elisabeth Tuchmann (unsere Moderatorin) und Katrin Wahl (Brasilien) spielt brasilianische Musik, Jazz und macht Improvisationen. Die brasilianische Musik hat Jazzsängerin Elisabeth Tuchmann und Gitarristin Katrin Wahl Anfang 2013 zu ihrem Duo Cor de Canela inspiriert. Im Mittelpunkt stehen zunächst harmonisch komplexe und rhythmisch vielschichtige Kompositionen von Milton Nascimento, Hermeto Pascoal, Egberto Gismonti, Joyce Moreno u.a. Mit der Umsetzung dieser Jazz-beeinflussten, teils orchestralen Musik in filigrane Zweistimmigkeit bringt das Duo dem deutschen Publikum unbekanntere Schätze der brasilianische Musik näher. Experimentierfreudigkeit und stilistische Offenheit der Stücke erlauben einen freien Umgang im musikalischen Zwiegespräch.                   
Elisabeth Tuchmann, zeichnet sich nur als sehr gute Moderatorin aller unserer bisheringen Salão Transartes aus, sondern ist zudem auch eine exzellente Sängerin, Arrangeurin und Komponistin. Katrin Wahl ist eine Expertin für interkulturelle musikalische Experimente und spielt auf ihrer Gitarre - auf eigensinnige Weise - Jazziges, eigene Kompositionen sowie Música Popular Brasileira. Seit Sommer 2014 entstehen die beide Eigenkompositionen – persönlich gefärbte Eindrücke und Ausblicke. Hier verbinden sich brasilianische Rhythmen mit jazzigen Akkorden und lebendigen Improvisationen.

Lilian Graça (Brasilien) ist Choreographin, Tänzerin und Videokünstlerin. Sie hat ihr Tanzstudium  an der Federal University von Bahia (UFBA) abgeschlossen. Im Studium spezialisierte sie sich auf  Choreographie und produzierte und führte nicht nur an der UFBA, sondern auch in Brasilien und Deutschland, zahlreiche Choreografien und Performances auf-. Zudem produziert und choreographiert sie verschiedene Tanzvideos. Derzeit ist sie Doktorandin im Theaterkunst-Graduiertenprogramm der  UFBA mit dem Forschungsobjekt: die Wahrnehmung der Kinästhetik in Tanzvideos.
In dem nächsten 23. Salao Transartes wird Lilian Graça uns ihr Tanzvideo “Trilhos e Estações - eine getanzte Reise” zeigen. Im Video geht es um die die Erinnerung/ das Gedächtnis des Eisenbahnnetzes in Bahia und San Francisco Railway Company, die um 1860 von den Engländern im Bundesstaat Bahia gebaut wurden. Heute erinnert nur noch eine eine kurze Strecke an diese Epoche. Die Geschichte des Streckennetzes fungiert  als Ausgangspunkt für eine poetische Begegnung zwischen Körper, Tanz, Video und architektonischen Strukturen der Bahnen und Stationen und auch zur Erforschung von Körperzuständen der Zugreisenden.

Das MPB/ Jazz Trio mit Parana Bomfim (Conga drums), Hortense Rigot (Querflöte) und Eudinho Soares (Gitarre) ist unsere Dritte Präsentation des Abends. Der brasilianische Meistertrommler Parana Bomfim hat eine avantgardistische Linie der brasilianischen Conga entwickelt,  gleichermaßen von traditionellen Rhythmen und von Einflüssen eines John Coltrane geprägt ist. Gemeinsam mit der Flötistin Hortense Rigot und dem Gitarristen Eudinho Soares wird er das afro-perkussive Potential im Repertoire bekannter brasilianischer Musiker wie Baden Powell, João Bosco, Edu Lobo oder Hermeto Pascoal unter Beweis stellen.
Die ausgeprägten Künstlerpersönlichkeiten der drei Musiker entspinnen einen dynamischen Dialog, der unterschiedliche Traditionen und Genres verbindet. Das Ergebnis ist Musik voller Spielfreude und Energie, die uns auf eine Reise jenseits musikalischer und kultureller Grenzen entführt, und nicht nur unsere Ohren, sondern auch unsere Seele beflügelt.

Gabriela Schwab (Brasilien) ist nicht nur Tänzerin, sondern auch Schauspielerin. Während ihres Schauspielstudiums an der Universität in São Paulo, eine der renommiertesten in Brasilien, und ihrer Arbeit als zeitgenössische Tänzerin entschied sich Gabriela, neue Ausdrucksmöglichkeiten in Zirkuskünsten, besonders in der Luftakrobatik, zu suchen. Um die nötigen technischen Fähigkeiten hierzu zu erlernen, begann sie kreative Partnerschaften mit der Zirkusschule in Brasilien, wo sie ihre ersten Soloarbeiten entwickelte. Seit 2005 lebt Gabriela Schwab in Deutschland. Dort konzentriert sie sich auf die Entwicklung einer künstlerischen Sprache, in der sie Luftakrobatik mit ihrer darstellerischen Erfahrung mischt. Darüber hinaus gibt Gabriela Workshops und Kurse auf diesem Gebiet. In den 23. Salao Transartes wird Gabriela Schwab eine Luftringshow, die Equinox heißt, präsentieren.Die Luftringshow zeigt ein Mädchen, das zwischen Himmel und Erde wandert. Sie flirtet mit dem Publikum, bewegt sich kopfüber, dreht und tanzt den Wahnsinn. Sie zeigt uns wie schön das Leben sein kann. Der Charme und die Leichtigkeit der Bewegungen von Gabriela stehen im Gegensatz zu der Härte des Ringes. Dieser ungewöhnliche Kontrast begeistert und erwärmt die Herzen der Zuschauer und macht diese Show zu einem unvergesslichen Erlebnis. Eine interessante Symbiose zwischen präziser Technik und internationaler Theatererfahrung.

Mit freundlicher Unterstützung durch: 




 

Veranstaltung zum Tag des schwarzen Bewusstseins

Dia da Consciência Negra

Kulturelle und kulturpolitische Veranstaltung

 

 

Sonntag, 20. November 2016

Einlass: 18:30 Uhr – Beginn 19:00 Uhr

 

 In Brasilien wird der Dia da Consciência Negra jährlich am Todestag von Zumbi dos Palmares (1665 - 1695) gefeiert. Zumbi dos Palmares war im 17. Jahrhundert Anführer der größten Quilombo-Gemeinschaft Brasiliens. Quilombo-Gemeinschaften waren Zusammenschlüsse von Afro-Brasilianern, denen die Flucht von Plantagen, Gefängnissen und Sklavensiedlungen gelungen war.

Der Dia da Consciência Negra stellt den Beginn der in Brasilien begangenen Semana da Consciência dar. Innerhalb dieser Woche wird traditionell der Befreiung der afrikanisch-stämmigen Bevölkerung aus der Sklaverei gedacht. Darüber hinaus wird diese Woche genutzt, um auf die aktuell nur langsam fortschreitende Integration von People of Color beispielsweise in den Arbeitsmarkt und an den Universitäten in Brasilien aufmerksam zu machen. Ohne den afrikanischen Einfluss wäre die brasilianische Kultur nicht das, was sie heute ist, dennoch haben Afro-Brasilianer noch immer unter offener und latenter Diskriminierung im Alltag zu leiden.
 
Programm:

Aus Aktualitätsgründen möchten wir in diesem Jahr in einer besonderen Ausstellung mit dem Künstler Isaiah Lopaz und sein Projekt „Things You Can Tell Just By Looking At Him“ hinweisen. Geboren in Inglewood, California, wuchs Lopaz in einer streng religiösen, afrikanisch-amerikanischen Familie der Arbeiterklasse auf. Nach seinem Abschluss (B.F.A) am Art Center College of Design in Kalifornien, studierte er an der Städelschule in Frankfurt am Main. Bekannt geworden durch seine wagemutigen, detaillierten Scherenschnitte, begann er sich bald mit der traditionellen Kollagenkunst zu beschäftigen. In diesen beschäftigt er sich mit Sexualität, US-amerikanischer Geschichte, mit Popkultur und familiären Beziehungen. Er benutzt persönliche Myhologien, um den Schwarzen Körper sowohl als Ort der Erinnerung als auch als Hüter der vergangenen und zeitgenössischen Geschichte zu entwerfen. Seine Arbeiten waren schon in Print- und Onlinemedien, als auch auf der Miami Art Basel, im Schwulen Museum in Berlin zu sehen. Erst kürzlich beendete Lopaz den Text zu seiner ersten illustrierten Kurzgeschichte „Good Grief“. Er ist der Gründer von Him Noir, einem Blog über Race, Politik und Kultur.
Him Noir begann anfänglich als Online-Galerie des fotografischen Aufsatzes des Künstlers Isaiah Lopaz „Things you can tell just by looking at him – Was sein Aussehen über ihn erzählt“ Dieses Projekt ist eine Kollektion von Porträts des Künstlers, bei dem er T-Shirts mit rassistischen Kommentaren, Mikroagressionen, rassistischen Beleidigungen trägt. Kurz: Äußerungen, die er seit seiner Ankunft in Berlin, erlebt hat. Da immer neue verbale Ausdrücke hinzukommen, wächst auch seine Kollektion, da immer neue T-Shirts mit neuen Porträts hinzukommen. Der Künstler interessiert sich dafür, wie Vorstellungen von „Race“ auf die Körper von nicht-weißen Menschen projiziert werden. Darüber hinaus möchte er die Erfahrungen von Menschen, die Rassismuserfahrungen machen, in einer Kollaboration dokumentieren und die Gegenwart von „Race“ und wie diese in unterschiedlichen Gesellschaften fungieren, illustrieren.
Isaiah Lopaz wird an diesem Abend seine Arbeit ausstellen und einen Einblick in seine Arbeit gewähren. Dabei wird er das Publikum auffordern, eigene Erfahrungen mit Rassismus gemeinsam mit ihm zu illustrieren und seiner Ausstellung hinzufügen.

Grafisch bereichert wird dieser Abend von dem afrobrasilianischen Streetartist Angelo Campos. Campos ist ein aktivistischer und politischer Künstler aus Rio de Janeiro, der mit seinen Bildern auf die sozialen und politischen Realitäten in den Favelas Brasilien aufmerksam macht. Immer geht es ihm auch um die Auseinandersetzung mit der Rolle der Kunst in Vierteln, die von Armut geprägt sind. Zu seinen Stationen gehört unter anderem auch die Teilnahme an der Art Basel Miami (2014). In einem kurzen Dokumentar-Video wird Angelo Campos an diesem Abend präsent sein, seine ausgestellten Bilder sind zu erschwinglichen Preisen direkt zu erwerben. 

Murah Soares wird gemeinsam mit Meryl Prettyman in diesem diesjährigen Dia da Consciencia Negra einen tänzerischen Fokus auf die „Black lives matter“ Bewegung der afrikanisch-amerikanischen Bevölkerung in den USA legen. Dabei werden Themen wie die Diskriminierung von Schwarzen Menschen in den USA und in der Diaspora als auch ihre Selbstermächtigung und ihre Abwehrstrategien tänzerisch dargestellt und daraus kraftvolle Momente geschaffen. Murah Soares gilt als einer der größten afro-brasilianischen Tänzer in Europa. Geboren in São Paul/Brasilien, aufgewachsen im Candomblé-Tempel seiner Großmutter in Salvador da Bahia, wurde er seit seiner frühesten Jugend in die Gesänge und Tänze der afrobrasilianischen Religionen eingeweiht.
Die Afro-Amerikanerin Meryl Prettyman ist ausgebildete Tänzerin, Choreograhin und Tanzpädagogin. Sie studierte u.a. am Alvin Ailey American Dance Theater, Brooklyn Technical College, The City College of New York, California Institute of the Arts ( Calarts ), Los Angeles und der UCLA, Los Angeles, USA. Schon frühzeitig war einer ihrer Schwerpunkte Latein-amerikanischer und insbesondere Brasilianischer Tanz. In Brasilien lehrte sie als Gastdozentin an den Universitäten in Rio de Janeiro und Salvador. In Deutschland wirkte sie u.a. als Tänzerin und Darstellerin in verschiedenen Musicals und im Film, war mehrere Jahre Dance+Schauspiel-Coach beim König der Löwen in Hamburg. Seit vielen Jahren arbeitet sie mit Murah Soares zusammen und ist Teil des Murah Soares Ensembles.    

Untermalt wird dieser Abend mit der gefühlvollen Musik von Dikumbi, einer afrodeutschen Sängerin. Geboren in der DDR und aufgewachsen in den Umbruchszeiten der Wende, bewegt sie sich seither im Spannungsfeld zwischen Neuem und Altem, Gegenwärtigem und Vergangenem, dem Gefühl zuhause zu sein und doch fremd zu sein. Diese Erfahrungen spiegeln sich in ihrer musikalischen Heimat, eine Mischung aus Jazz und brasilianischer Musik, wieder. Und spannt damit einen musikalischen Bogen aus Brasilien über die USA bis Deutschland.

  Ein Projekt von Mit freundlicher Unterstützung durch  Mit freundlicher Unterstützung durch:



 

Film-Abend

Audre Lorde – The Berlin Years 1984 to 1992


Buch/Regie: Dagmar Schultz

Co-authors: Ika Hügel-Marshall, Ria Cheatom, and Aletta von Vietinghoff


Sonntag, 13. November 2016

Einlass: 18:30 Uhr

 

 

 

Audre Lorde, die einflussreiche, preisgekrönte afro-amerikanische, lesbische Dichterin lebte und lehrte in den 1980er Jahren in West-Berlin. Während ihres Aufenthaltes als Gastprofessorin; wurde sie zur entscheidenden Mentorin und Initiatorin der Afro-Deutschen Bewegung. Die weißen Deutschen forderte sie dazu heraus, die Bedeutung ihrer weißen Privilegien zu erkennen und mit Unterschiedlichkeiten auf konstruktive Weise umzugehen.

   Ein Projekt von Mit freundlicher Unterstützung durch 



 

Street Art Workshop

Street Art als politische Methode des Widerstands


Mit dem Künstler  Angelo Campos aus Brasilien


Samstag 5. November 2016
Von 13:00 Uhr – 17:00 Uhr
Workshopbeitrag: 20 Euro

 

 

 

 

Angelo Campos ist ein Autodidakt, der bereits mit sechs Jahren, im Jahre 1988 das Zeichnen begann. Von Anfang an lebt und arbeitet er in der Vila Cruzeiro, einer Favela in den Vororten von Rio de Janeiro, Brasilien.

Er beteiligt sich an wichtigen Projekten sowohl in seiner Heimat Brasilien sowie international. Das Hauptthema seiner Arbeit ist die institutionelle und symbolische Gewalt an den Bewohnern der Favelas. Campos stellt dabei häufig Kinder dar, die in diesen Gemeinschaften geboren sind und mit einem sozialen Stigma aufwachsen. Er kreiert auch kritische Graffiti an den Wänden der Favelas, um nicht nur die lokale Bevölkerung sondern auch diejenigen zu ehren, die zu Unrecht ermordet wurden, zu ehren. Derzeit organisiert Campos ein kulturelles Programm mit wöchentlichen Treffen in Vila Cruzeiro. Diese Begegnungen fördern den Austausch von künstlerischen Praktiken zwischen den Bewohnern aller Ecken von Rio de Janeiro.
Zu seinen Stationen gehört unter anderem auch die Teilnahme an der Art Basel Miami (2014). Immer geht es darin um die Auseinandersetzung mit der Rolle der Kunst in Vierteln, die von Armut geprägt sind.

 Inhalt des Workshops:

Bei diesem Workshop erlernen die Teilnehmenden den spielerischen Umgang mit unterschiedlichen Materialen. Gegen Ende des Workshops haben die Teilnehmer*innen die Möglichkeit ihre selbstmitgebrachten Taschen und T-Shirts individuell zu gestalten. Alle anderen Materialen werden in dem Workshop gestellt. Mit diesem Workshop möchte Angelo ein politisches Statement abgeben.

 Anmeldung hier: info@forum-brasil.de oder unter Tel 030-780 960 54



   Ein Projekt von Mit freundlicher Unterstützung durch




 

Offenes Treffen

Bastelqueens & Allies

 

 

Freitag 28. Oktober
Beginn: 18 Uhr

Willkommen an alle interessierte Frauen* of Color und Allies da draußen. Dieser offene Treff lädt alle Interessiere an Handwerkskunst wie Nähen, Stricken, Sticken, Häkkeln, Origami falten,…  ein, sich kennenzulernen, sich gegenseitig zu unterstützen, eigene Kenntnisse weiterzugeben, neue Fertigkeiten zu erlernen und so weiter. Dabei soll ausdrücklich geredet, gelacht, gelästert, geflucht und sich über ein gelungenes Projekt gefreut werden. Willkommen sind alle mit oder ohne Vorkenntnisse, mit oder ohne Geduld, mit oder ohne, ach auch egal. Let’s bring some light into this otherwise very dark season. Willkommen ihr Bastelqueens!

 

 



   Ein Projekt von Mit freundlicher Unterstützung durch                                                                                                             




 

Brasilianischer Kultursalon

Musik – Tanz – Gesang – Ausstellung

Samstag, 08. Oktober 2016

Einlass 19:30 Uhr

 

 Salonmoderation: Elisabeth Tuchmann & João Albertini

Programm:

Das Duo Rodrigo Botter Maio (Brasilien) und Lino Botter Maio (Brasilien) spielt brasilianische Musik mit einigen Kompositionen von Rodrigo, aber auch Perlen aus dem reichen brasilianischen Repertoire von Luiz Gonzaga, Tom Jobim, Villa Lobos, Hermeto Pascoal und anderen. Alle Stücke wurden von Rodrigo neu arrangiert. Mit 13 Jahren hat Rodrigo angefangen, Gitarre zu spielen und zu singen. Beeinflusst wurde er dabei von Chico Buarque, Tom Jobim, João Gilberto und anderen. Die Querflöte kam dazu als er 14 wurde, das Alt-Saxophon mit 16 Jahren. Lino hat das Akkordeon entdeckt, als er vier Jahre alt war. Mit fünf stand er zum ersten Mal mit Rodrigo auf der Bühne und macht bis jetzt eine brillante Karriere. Heute ist er 14 Jahre alt.

Das Duo Club Flor de Maio mit der Musikpädagogin und Jazz Sängerin Nadja Lea Letzgus (Deutschland) und der Kontrabass Spielerin und auch Jazz Sängerin Hanna Sikasa (Deutschland) wird an diesem Abend ein vielfältiges Musikprogramm präsentieren. Nachdem die beiden Sängerinnen schon oft gemeinsam auf der Bühne standen, erkannten sie die außergewöhnliche Kombination ihrer beiden Stimmen und gründeten ihr Duo. Kennengelernt haben sie sich in ihrem Jazz-Gesangsstudium in Nürnberg.
An diesem Abend werden afrikanische und brasilianische Wurzeln aufeinander treffen. Sie vermischen sich - wie sollte es auch anders sein – mit Jazz und daraus entsteht der warme Klang von Club Flor de Maio.

Die Malerin Jadla (Deutschland) wird ihre Ausstellung über Rituale zeigen. In ihrer Arbeit „beobachtet“ sie die Menschen während der Teilnahme an Ritualen. Im Ritual sammelt sich der Mensch; er wird wieder eins mit sich und kann sich im religiösen Ritual darüber hinaus mit spirituellen Entitäten verbinden. Dabei ist ihr die Gemeinsamkeit der Menschen so wichtig wie ihre Verschiedenheit.
Bei dieser Eröffnung wird das Publikum die Chance bekommen, Einblick in ihre Motivationen und Inspirationen zu bekommen. Zum Salão Transartes wird Jadla ca. 17 Bilder hängen. Zum einen werden es Bilder von Ritualen brasilianischer Religionen, zum anderen werden es Bilder von weltweit verbreiteten Ritualen sein. Sie sind quasi religionsübergreifend. Es wird gezeigt das Spezielle als auch das Allgemeine und Verbindende von Ritualen.

Die Tänzerin Meryl Prettyman, geboren und aufgewachsen in New York, unterrichtet und Choreografiert seit  30 Jahren. Tanz ist ihre Leidenschaft. Sie hat einen dynamischen Tanz-Hintergrund vom Klassische Ballett und Zeitgenössischen Tanz bis hin zum HipHop. Sie lebt in Berlin und unterrichtet in Berlin und Hamburg seit 1995. Seit 2005 trainiert sie und tritt bei vielen afrobrasilianischen Tanzkonzerten mit Murah Soares auf. Meryls Choreographien sind fast immer basiert auf Empowerment.
Sie baut Ihre selbst geschriebene Poesie ein, die sehr bewegend und witzig sind. Sie wird uns überraschen! Im diesmaligen Salão Transartes wird Meryl eine Mischung aus rituellen Tänzen, z.B. aus dem brasilianischen Candomblé und anderen afrikanischen Rhythmen verwoben mit Bewegungsfolgen aus der brasilianischen Capoeira präsentieren. Damit wird sie eine rhythmische Verbindung zu der Ausstellung über Rituale von Jadla herstellen und das Publikum wird einen sehr bereichernden Abend erleben!

Mit freundlicher Unterstützung durch:

  



 

 Brasilianisches Kinderfest


Cosme e Damião



Sonntag 25. September 2016

Ab 15.00 Uhr

Nach christlichem Glauben waren die Heiligen Zwillingsbrüder Cosme und Damião Ärzte und Beschützer der armen Kinder.
Im Candomblé werden sie mit den Ibejis assoziiert, Orixás der Kinder, und insbesondere in Salvador da Bahia im Monat September geehrt und gefeiert. Die Gläubigen kochen und laden Kinder zu sich ein oder verteilen Essen und Leckereien an sie auf den Straßen.

 

Das Projekt "Meninos de Minas" aus Brasilien wird auch bei dem Kinderfest stattfinden!

Herzlich eingeladen sind alle Interessierte, Freunde und Neugierige!


Keine Anmeldung erforderlich
 

 

 



 

 

Lange Nacht der Religionen in Berlin 2016

Interreligiöses Friedensgebet

U.a. mit Murah Soares und der Candomblé-Gemeinde des Ilê Obá Silékè

Samstag 17. September 2016
Um 12:30 Uhr in der Französischen Friedrichstadtkirche (Gendarmenmarkt)
Es wäre schön, wenn ihr in weißer Kleidung erscheint und bunte Blütenblätter mitbringt.

 

 Zum 5. Mal findet die Lange Nacht der Religionen in Berlin statt. Zahlreiche Synagogen, Moscheen, Kirchen, Tempel, Meditations- und Gemeindehäuser öffnen ihre Türen, um den Menschen zu zeigen, wie vielfältig die religiöse Landschaft in Berlin ist. Auch unser Candomblé Haus Ilê Obá Sileké wird an diesem Tag die Türen für Euch öffnen. Darüber hinaus wird dieses Jahr symbolisch zur Reinigung und Versöhnung beitragen.

 Programm:

•12:30 Uhr Französische Friedrichstadtkirche (Gendarmenmarkt): Interreligiöses Friedensgebet
•17:30 bis 22:30 Uhr im Forum Brasil 

 



 

Workshopreihe

Oriki – Afrobrasilianisches Tanztheater


Inszenierung, Choreografie & Tanz: Murah Soares

Workshopreihe insg. 5 x 60 € = 300 € (Ratenzahlung möglich)

 

Für Projektteilnehmer von AfroPolitan Berlin durch SenAIF gefördert und daher gratis

Das Tanztheater Oriki greift eine Geschichte der Orixás aus der afro-brasilianischen Mythologie des Candomblé auf. Teilnehmer des Workshops erhalten Intensivunterricht im afrobrasilianischen Tanz und erfahren etwas über die afrobrasilianischen Religionen.

In den afrobrasilianischen Religionen sind es die Orixás - halb Götter - halb Menschen, die als Mittler zwischen den Menschen und der obersten göttlichen Macht - Olorun - fungieren. Jeder Orixá hat seine ganz charakteristischen Eigenschaften, Farben und Symbole sowie seine eigene Form der Verehrung und Anrufung durch Musik und Tanz.
Das Tanztheater Oriki greift eine Geschichte der Orixás aus der afrobrasilianischen Mythologie des Candomblé auf. Die Teilnehmer*innen des Workshops erhalten Intensivunterricht im afrobrasilianischen Tanz, erarbeiten zusammen mit dem Leiter und Choreografen Murah Soares die Inszenierung des Stückes Oriki und erfahren vieles über die faszinierende Götterwelt der Orixás.
Dieser Workshop des afrobrasilianischen Tanztheaters findet an fünf Wochenenden von Juni bis Dezember statt und wird im Dezember mit einer Aufführung, in der das Gelernte vor Publikum präsentiert wird, abgeschlossen.

Die Termine für die Workshops:

10./ 11. September (13:00-16:00 Uhr)
15./ 16. Oktober (13:00-16:00 Uhr)
12./ 13. November (13:00-16:00 Uhr)

9. Dezember (19:00-22:00 Uhr Generalprobe)

10. Dezember (19:30 Uhr Aufführung)

Anmeldung hier: info@forum-brasil.de / info@afropolitan.berlin oder unter Tel 030-780 960 54



 

Tanzworkshop                                      

Afro-brasilianisches Tanz

 

Mit Nicinha do Samba

 

Mittwoch, 7. September von 19:00 bis 22:00 Uhr

Aktive Teilnahme: 25 Euro

Mit Voranmeldung: 20 Euro
Zuhörer: 5 Euro
Geheimtipp: Frauen mit langem Rock tanzen am Schönsten!

 

Nicinha do Samba, Meisterin des Samba de Roda (UNESCO Kulturerbe 2005), bereichert uns mit der traditionellsten Form des Samba, direkt aus Santo Amaro, Brasilien.

Sie wird den Berlinern die verführerische Kunst des miudinho (kleiner Fußchritt) mit außerordentlicher Charme und Sinnlichkeit beibringen!
Am Ende sind alle eingeladen, an einer traditionellen Roda (Samba-Kreis) mit Percussion geleitet bei Paraná Bomfim teilzunehmen!

 Anmeldung ab sofort unter info@forum-brasil.de


 


  Ein Projekt von Mit freundlicher Unterstützung durch  Mit freundlicher Unterstützung durch: 



  

Talkshow mit Samba de Roda                                       

Afro-brasilianische Kultur als Widerstand im Alltag

 

Besprochene und gelebte Kultur direkt aus dem Recôncavo/Bahia (port. / deutsch)

 

Moderation und Übersetzung: Nina Graeff

Dienstag, 06. September 2016

Einlass: 19:30 Uhr – Beginn 20:00 Uhr

 

Der Abend beginnt mit einer Diskussionsrunde auf Portugiesisch mit Übersetzung auf Deutsch mit vier brasilianischen Gästen:


   •  Pai Pote und Nicinha do Samba - 2016 Preisträger*in des „Berimbau de Ouro“ für ihre entscheidenden Beiträge zur Entwicklung und Erhaltung der afro-brasilianischen Kultur in Bahia
   •  Vilma Chaves - Präsidentin des Núcleo de Mulheres Ojú Elemi / Verein zur Kultur und Stärkung der Frau aus Recôncavo Baiano
   •  Yarobá Tina de Iemanjá – Vizepräsidentin des Núcleo de Mulheres Ojú Elemi


Anhand eigener Lebenserfahrungen stellen sie die Geschichte eines hundertjährigen kulturellen Widerstands von Schwarzen und Frauen in einer von weißen Männern dominierten Gesellschaft dar. Die Moderation übernimmt die brasilianische Musikerin und Ethnologin Nina Graeff, die in Santo Amaro bei Pai Pote und Nicinha do Samba geforscht und gelebt hat.
Im Anschluss findet ein Samba de Roda Kreis mit musikalischer Unterstützung von dem Meister-Percussionisten Paraná Bomfim statt, um kulturellen Widerstand tanzbar zu machen. Bei dem „Samba-Kreis“ sind alle Gäste herzlich eingeladen, mitzutanzen und die Magie dieses Kulturerbes selbst zu erleben.

 

    Ein Projekt von Mit freundlicher Unterstützung durch  Mit freundlicher Unterstützung durch:



 

Öffentliches Ritual aus dem afro-brasilianischen Candomblé                                       

Olubajé – zu Ehren des Orixás Obaluaiê

 

Samstag 3. September 2016
14:30 - ca. 19:00 Uhr

Bitte in weißer Kleidung erscheinen (Frauen mit weißem Rock)!
An diesem Tag wird der Orixá Obaluaiê verehrt. Am Fest für Obaluaiê wird ihm ein Bankett - Olubajé - mit den Lieblingsspeisen jedes einzelnen Orixás zubereitet.

Herzlich eingeladen sind alle Interessierten, Freunde und Neugierige!
Keine Anmeldung erforderlich
Am Ende des Rituals wird um eine Spende für das Ilê-Haus gebeten.