1. Halbjahr 2017

 

 

 

Hier finden Sie eine Auswahl an bereits gelaufenen Veranstaltungen im 1. Halbjahr 2017.

Das aktuelle Programm finden Sie unter News und Veranstaltungen

 

 



 

Brasilianischer Kultursalon

24. Salão Transartes


Musik – Tanz – Theater – Filmvorführung

 

Samstag, 01. April 2017

Einlass: 19:30 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr

 

Salonmoderation: João Albertini

 

 

Programm:

 

Filipe Jahn ist ein brasilianischer Musiker, der Lieder mit der „Bossa Nova“ Stimmung erstellt: intime Lieder, die Herzensangelegenheiten und Alltägliches thematisiert. Bald wird seine erste EP aus dem neuem Projekt Bandini veröffentlicht. Für den 24. Salão Transartes wird Filipe ein kleines Konzert, nur mit seiner Gitarre und Stimme, die Bossa Nova Stimmung wiedergibt, geben.     

Das Tanzstück „Gewand“ mit Caroline Alves und Natalie Riedelsheimer wird ein weiteres Highlight unseres nächsten Salao Transartes sein. . Bei dem Tanzstück „Gewand“ steht am Anfang die Frage: „Was ist Weiblichkeit?“ Der Prozess des „Becoming-woman“ fordert einen auf, jede Form von Dualität, vollständig aufzulösen. Es bedeutet eine Destabilisierung von Identitätszuschreibung und schlägt vor, das Denken nicht auf Oppositionen und Zuschreibungen zu limitieren, sondern sich auf einen Zickzack-Kurs von immerwährenden Variationen zu begeben. Während der Präsentation wird Caroline Alves tanzen und Natalie Riedelsheimer Cello spielen.

Thais de Almeida Prado ist Multimedia-Künstlerin, hat einen MA in Filmwissenschaft (2014) und einen BA in Theaterregie (2004). Ihre Arbeit oszilliert zwischen Kunst, Film, Theater, Tanz, Musik und Literatur. Sie arbeitet mit Erzählungen in Echtzeit, insbesondere mit Videographie, theatralischen und literarischen Kreationen. In dem 24. Salão Transartes wird Thaís de Almeida Prado zusammen mit Caetano Gotardo uns ihr Film “Os Barcos” zeigen.

Abgerundet wird dieser Abend mit der gefühlvollen Musik von Dikumbi, einer afrodeutschen Sängerin. Geboren in der DDR und aufgewachsen in den Umbruchszeiten der Wende, bewegt sie sich seither im Spannungsfeld zwischen Neuem und Altem, Gegenwärtigem und Vergangenem, dem Gefühl zuhause zu sein und doch fremd zu sein. Diese Erfahrungen spiegeln sich in ihrer musikalischen Heimat, eine Mischung aus Jazz und brasilianischer Musik, wieder. Begleitet wird sie von João de Alencar Régo, einem afrobrasilianischen Percussionisten. Gemeinsam spannen sie einen musikalischen Bogen von Brasilien über die USA bis nach Deutschland.

 

Mit freundlicher Unterstützung durch: 



 



 

 

Roda de Choro der Musikschule City West

Eudinho Soares & Andrea Botelho

 

Freitag, 24. März 2017


Beginn: 19:00 Uhr

 

Unter der Leitung von Eudinho Soares & Andrea Botelho, eine Roda de Choro ist das brasilianische Äquivalent zur Jam-Session im Jazz. Roda bedeutet Kreis und bezeichnet die übliche Anordnung der Musiker: Runder Tisch, auf dem sich Noten und Getränke stapeln und drum herum die Musiker, die sich so besser sehen können. Der Choro (auch Chorinho gennant) ist ein brasilianischer Musikstil, der im 19. Jahrhundert entstanden ist und besteht aus einer Fusion von populärer europäischer Musik und der Musik afrikanischer Sklaven. Der Choro kann als erste städtische brasilianische Popularmusik aufgefasst werden.

 

Mehr Infos hier



 

  


Live-Performance - Afro-Brasilianische Rhythmen

Vitor da Trindade

 

 

 Samstag, 11. März 2017

 

 

 

Einlass: 19:30 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr

 

Das Forum Brasil veranstaltet eine Live-Performance des afro-brasilianischen Pop-Musikers Vitor da Trindade. An diesem Abend wird der Musiker Stücke aus seinem bunten und vielseitigen Repertoire performen.

Der Musiker und Komponist, der aus Embu/Brasilien stammt, erlernte die traditionellen afro-brasilianischen Tänze und Rhythmen von seinen Eltern und Großeltern.

Er ist bereits auf vier Kontinenten und in unzähligen Städten innerhalb Brasiliens aufgetreten - als Solist und als Teil des Trios "Revista do Samba". Neben seiner Tätigkeit als Musiker organisiert Vitor da Trindade Vorträge für Studierende, Wissenschaftler und Musik-Interessiertem vor denen er über Strömungen und Entwicklungen der brasilianischen Musik- und Tanzkunst seit der Ankunft der versklavten afrikanischen Völker referiert. Er behandelt unter anderem Themen wie Rhythmen der Orixás oder die Entwicklung des Maracatu und der afro-kubanischen Musik. In Berlin hat Vitor da Trindade bereits an der Musikschule Schöneberg und am Groove Zentrum für Perkussion gewirkt. Für sein musikalisches Wirken hat er vielfältige Preise erhalten, wie beispielsweise die Auszeichnung des Kulturellen Austauschs 2008.

Mehr Infos zum Künstler, Auftritte und Hörproben gibt es hier

    Ein Projekt von Mit freundlicher Unterstützung durch

 

 



 



im Rahmen des Black History Month in der Werkstatt der Kulturen – Berlin

Cuba meets Brazil – A fala dos tambores

 

mit Murah Soares, Joaquín La Habana & Friends

 

Samstag, 25. Februar 2017

 

Einlass: 19:30 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr

 

Ort: Werkstatt der Kulturen, Wissmannstr. 32, 12049 Berlin

 

 

Dauer: ca. 1 Stunde 30 Minuten

 

„Die Mundart der Trommeln“ ist ein rauschendes Fest, Tanzaufführung und Konzert in einem, in dem sich die afro-kubanischen und afro-brasilianischen Musik-Kulturen treffen. Eine Reise von den traditionellen Trommeln bis zu den zeitgenössischen Musikrichtungen wie Samba und Rumba, die alle ihren Ursprung in der westafrikanischen Yorubá-Kultur haben.
Durch den Abend führt eine brasilianische Musikethnologin als Moderatorin, die mit ihren kurzen historischen Einblicken die Zuschauer auf dieser Zeitreise der Trommeln geleitet.
Die Trommeln spielen eine zentrale Rolle in vielen afrikanischen Kulturen wie die der Yoruba, Bantu und Fon Völker. Bereits im 16. Jahrhundert wurden die ersten Afrikaner als Sklaven in die Amerikas verschifft. Seit dem haben sie ihr Wissen - ihre Bräuche, Sitten, die Musik und den Tanz über viele Generationen weitergegeben und so haben sich viele kulturelle Fusionen entwickelt.

Der brasilianisch-kubanische Musikabend stellt seinen Zuschauern die wichtigsten Trommel-Ensembles afrikanischen Einflusses in Kuba und in Brasilien vor und wie sie sich in Musik, Gesang und Tanz der verschiedenen afro-amerikanischen Religionen sowie von Samba und Rumba heilig und weltlich ausdrücken.

Die musikalische Reise beginnt mit künstlerischen Interpretationen der traditionellen und religiösen Zeremonien des Candomblé und der Santería. Es werden verschiedene Rhythmen vorgetragen, die den verschiedenen Gottheiten gewidmet sind und von Tanz und Gesang begleitet werden. Viele der Texte sind während der Unabhängigkeitskämpfe der Sklaven entstanden und drücken ihre Suche nach Kraft und Überzeugung aus.

Nach der Reise durch die traditionellen und religiösen Trommelrhythmen, werden zeitgenössische Improvisationen und die brasilianische Samba de Roda vorgeführt. Wie der Candomblé so ist auch Samba de Roda mit den ersten Afrikanern auf brasilianischem Boden in Bahia entstanden und gilt deshalb als Ursprungsform der Samba. Im Jahr 2005 wurde Samba de Roda zum Kulturerbe der UNESCO ernannt.

Samba und Rumba sind Begriffe, die zugleich auf ein Zusammensein, ein Fest, eine Art Musik und Tanz hindeuten, und nicht bloß auf zwei Musikgenres. Beide entstanden als wesentliche Ausdrucksformen afrikanischer Sklaven in Brasilien und in Kuba, die zur Unterhaltung dienten und nicht unbedingt mit religiösen Ritualen in Verbindung standen. Beide wurden jahrzehntelang von Regierung und Kirche verboten und verfolgt, als obszön und primitiv verurteilt und konnten nichtsdestotrotz weiter vermittelt werden und durch ihre Schönheit, Energie und Freude die ganze Welt erobern.

 

Mehr Infos:

Werkstatt der Kulturen

Lateinamerika-Forum - Foro de Las Américas Berlin e.V.
                                                                    

 

 

   Ein Projekt von Mit freundlicher Unterstützung durch

 

in Kooperation mit:

 

und

 

mit freundlicher Unterstützung durch:

 

 



 

 



Film Abend

Afro-brasilianische Kurzfilme


 

 

 

Samstag, 28. Januar 2017

Einlass: 19:30 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr


Alle Filme sind auf Portugiesisch mit englischen Untertiteln.

Im Anschluss mit Diskussionsrunde mit einer der Regisseuren Alex Mello.

 

Das soziale Ungleichgewicht hält zwischen der schwarzen und weißen Bevölkerung Brasiliens bis heute an. Diese Realität wird in der Film- und insbesondere der Fernsehgeschichte (in den “Telenovelas“) nicht als Problem dargestellt, sondern der “Schwarze“ repräsentiert hier oft den “Bösen“, den Banditen oder Hausangestellten. Bis heute beherrschen Stereotypen des “Schwarzen“ die Telenovelas, während sich das Bild der Afro-Brasilianer im Kino der letzten Jahren schon stark verändert hat. Die Filmreihe zeigt Filme aus Brasilien , die die Afro-Brasilianer von einem anderen Standpunkt aus betrachten, als es in der öffentlichen Meinung der Fall war. Es werden sowohl Spiel- als auch Dokumentarfilme gezeigt. Die ausgewählten Filme sollen einen Einblick in die Geschichte der schwarzen Bevölkerung Brasiliens, seit Ende der Sklaverei bis in die heutigen Tage, geben. Dabei geht es allerdings nicht nur ernst, sondern auch hoch ironisch und unterhaltsam daher.

Fünf ausgewählte Kurzfilme bieten einen Blick auf die bunte Vielfalt des brasilianischen Filmemachens. Das Programm blickt in die unterschiedlichen Winkel Brasiliens und erzählt in einer Mischung aus Fiktion und Dokumentation von Mythen, Alltag und Geschichte des Landes.


Folgende Filme werden gezeigt:


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Blume und Stachel von Coletivo Crua
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"Sophia " von Kennel Rógis
- Der Kolibri - Mann von Alex Mello und Vitor Kruter
-
Schmutzige Haut - Mein Fleisch von Bruno Ribeiro
-
Jenseits der Wolken von Renata Martins                                                                                

 


 

             Ein Projekt von 

Mit freundlicher Unterstützung durch:

 

 



  

Candomblé-Ritual

Öffentliches Ritual zu Ehren von Yemanjá


Samstag, 04. Februar 2017


ca. 14:30 bis 19:00 Uhr

Yemanjá, wörtlich "Mutter der Fische", ist die Gottheit des Meeres und der Mutterschaft. Sie ist die Mutter aller Orixás und der gesamten Menschheit, Hüterin des Heimes und Schutzpatronin der Seefahrer. Sie symbolisiert die Kraft der Weiblichkeit und wird in Brasilien als Meereskönigin verehrt.
Die Töchter Yemanjás sind robuste Frauen, kräftig und voller Sinnlichkeit. Sie sind großzügige Menschen, haben viele Freunde, sind besitzergreifend und beeinflussen das Leben der Menschen, die sie lieben.
Eingeladen sind alle Freunde, Interessierte und Neugierige!

 

 

Bitte in weißer Kleidung erscheinen (Frauen mit weißem Rock)! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Am Ende des Rituals wird um eine Spende für das Candomblé-Haus gebeten.

 



 

Workshop

Kraft der Götter