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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

Orisha Devotion in Berlin

Filmpremiere

Dienstag 24. September 2019
19:30 – 23:00 Uhr

Eintritt: 5 €

In der Werkstatt der Kulturen (Saal)

Wissmannstraße 32
12049 Berlin

Im Mittelpunkt von Orisha devotion in Berlin stehen das erste afro-brasilianische Candomblé-Haus Deutschlands und seine Gemeinschaft, gegründet und geleitet von Murah Soares.

Der Film versucht die Anfänge dieser Religion in Deutschland, die Bedeutung der Orishas und die Praxis des Ifa-Orakels zu ergründen. Er beschäftigt sich auch mit der historischen und aktuellen Unterdrückung der Religion in Brasilien und zeichnet Berlin als Ort der freien Religionsausübung, in dem die ur-alten afrikanischen Traditionen in der zweiten Diaspora ihren religiösen und kulturellen Ausdruck finden können.

Der Film feiert afro-amerikanische spirituelle Praktiken in Berlin, die hier von Kubaner*innen und Brasilianer*innen erhalten und gelebt werden.

Ricardo Bacallao:

“Die Idee zum Film kam von Philippa Ebéné, der Künstlerischen Leiterin der WERKSTATT DER KULTUREN. Sie kannte meine bisherigen Arbeiten, aber insbesondere kannte sie meine enge Beziehung zur Santería-Religion: Ich bin in Kuba aufgewachsen mit der marxistischen Ideologie, sozusagen als Pflicht-”Religion”.

Philippa Ebéné bat mich, an diesem Dokumentarfilm als Beginn einer Serie von Dokumentarfilmen über Minderheiten zu arbeiten, die ihre eigene Religion haben wie Schikismus, und in diesem Fall Candomblé und Santería, brasilianische und kubanische Religionen mit starken Elementen afrikanischer Religionen, die sich zum Teil mit Katholizismus verbinden.

Als ich mit den Dreharbeiten begann, nahm ich viele Dinge als selbstverständlich hin, die mir vertraut schienen, erkannte aber im Verlauf, dass mein Wissen oberflächlich war und gefiltert wurde durch Vorurteile und Unwissenheit.”

Regie: Ricardo Bacallao
Documentarfilm, 60 Minuten, 2019
Englische Untertitel
Produzent: Werkstatt der Kulturen, BACALAOfilms

Cosme e Damião

Brasilianisches Kinderfest

Sonntag 29. September 2019
15:00 – 19:00 Uhr

 

Nach christlichem Glauben waren die Heiligen Zwillingsbrüder Cosme und Damião Ärzte und Beschützer der armen Kinder.
In den afro-brasilianischen Traditionen werden sie mit den Ibejis – Orixás der Kinder – assoziiert und insbesondere in Salvador da Bahia im Monat September geehrt und gefeiert. Die Gläubigen kochen und laden Kinder zu sich ein oder verteilen an sie Essen und Leckereien auf den Straßen. Hier im Forum Brasil wird jedes Jahr dieser besondere Tag gefeiert. Ein Kinderfest mit Diversität, Repräsentation und natürlich mit viel Spaß!
Dieses Jahr haben wir wieder ein schönes Programm für die Kinder vorbereitet:
Wie jedes Jahr gibt es den rituellen Auftakt des Festes durch die afro-brasilianische Gemeinde mit Gesängen und der Eröffnung des opulenten „Süß-Buffet“ für die Kinder mit anschließenden vielfältigen Kinderanimationen. Als besondere Attraktion folgt eine interaktive Kinderlesung:

Lesung des Buches Lulu & Didi: Zwei ungleiche Freunde mit der Autorin Luzia Costa Becker (zweisprachig auf Portugiesisch und Deutsch)

Luzia Costa Becker wurde in Minas Gerais, Brasilien geboren. Seit sie klein war, liebte sie es, Geschichten zu erzählen und Natur, Menschen und Tiere zu beobachten. Sie wurde größer, reiste, traf andere Naturen, studierte Soziologie, Politik und wurde eine großartige “Personenwissenschaftlerin”, jemand, der versucht zu erklären, warum wir so verschieden und doch so gleich sind. Heute lebt sie mit ihrem Mann in Berlin und erzählt weiterhin gerne ihre Geschichten.

Beschreibung des Buches: Das Sternchen Lulu glaubt, der Bach wäre ein Stück Himmel und das Glühwürmchen Didi glaubt, der Himmel wäre ein Stück Bach. Die beiden werden herausfinden, dass die Dinge ganz anders sind. Und dass die Verschiedenheit eine Gelegenheit für großartige Entdeckungen ist – über die Welt, über sich selbst und über das Andere.

Aktivitäten nach der Lesung: – Origami mit den Figuren des Buches zu falten (ältere Kinder) – Ausmalbild der Figuren der Geschichte (jüngere Kinder)

Mit freundlicher Unterstützung durch:

Eintritt frei – Um Spenden wird gebeten.

Bitte Süßigkeiten und Säfte für die Kinder mitbringen!

6. Sarau Mundi

Bühne für kulturelle Vielfalt

Samstag 5. Oktober 2019
19:30 – 22:00 Uhr

Eintritt: 7 € / ermäßigt 5 €

Sarau Mundi (aus Portugiesischem “Salon” + Latein “Welt”) ist eine Bühne der künstlerischen Vielfalt in Berlin. In einem Abend gemütlicher Atmosphäre im Forum Brasil soll die brasilianische Transkulturalität Musiker*nnen, Dichter*innen, visuellen und Performance Künstler*innen aus aller Welt als Inspirationsquelle für ihr Schaffen, ihre Darstellung und den Austausch ihrer Einflüsse dienen. Transkulturelle Künstler*innen werden durch eine offene Ausschreibung ausgesucht, um an der Veranstaltung neue Experimente auszuprobieren. Jeder Soirée führt drei bis vier showcases sowie abschließend eine jam session – die „Guava Jam“ – zwischen allen Künstler*innen vor.

Programm vom 5. Oktober:

Bitch ‘n’ Monk – Musik Duo
— Heidi Heidelberg (Stimme, Guitarre, Beatbox) & Mauricio Velasierra (Flöte)
The Glass is Full – Theater & Dance
— Christina Gabriela Galli & Thiago Rosa (Multi-Künstler und Performer)
Rosa Morena Russa – Music Trio
— Kateryna Ostrovska’s trio (Stimme & Guitarre + 2 Musiker)

Sarau Mundi wird von der Multikünstlerin Nina Mundi kuratiert und vom Music Board Berlin gefördert.

 

Coco Rhythmus

Afro-brasilianischer-Workshop

Samstag 12. Oktober 2019
11:00 – 17:00 Uhr
Sonntag 13. Oktober 2019
11:00 – 16:00 Uhr

anschließend brasilianische Köstlichkeiten (Aipim com carne) am Sonntag

Beitrag: 90 Euro (inkl. brasilianische Köstlichkeiten)

 

Anmeldung unter: info@forum-brasil.de

mit den Percussioninstrumenten: „Pandeiro“, „Conga“, „Ganzá“, „Surdo“, „Ofaia de Maracatu“

Der Coco ist ein traditioneller Tanz aus dem Nordosten Brasiliens, der seinen Ursprung im Zusammenfließen der Schwarzen und der indigenen Kulturen Brasiliens hat. Es wird angenommen, dass der Rhythmus im Landesinneren in den „Quilombos“ entstanden ist – den Siedlungen der freigeborenen und entflohenen versklavten Afrikaner*innen – und vom Rhythmus des Kokosnuss Knacken herrührt. Der Tanz und die Musik wurden zu einer Form der Aufrechterhaltung und Weitergabe des alten Wissens und der Traditionen.
Der Tanz folgt eine Grundstruktur mit einigen Variationen, die indigene und afrikanische Einflüsse haben. Der Gesangsmeister leitet die Lieder, und nach der Bildung von Paaren folgen die Tänzer*innen dem Rhythmus der Instrumente mit Klatschen und einer Art Stepptanz.

In diesem Workshop werden alle Aspekte des Cocos Rhythmus erarbeitet. Der Tanz, der Gesang und der Rhythmus sowie die jeweiligen Instrumente.

Der Workshop gliedert sich in 4 Teile:

– Der Tanz: Valdir wird die im traditionellen Tanz des Nordostens beinhalteten Bewegungen zeigen und lehren, z.B. der Tanz von „Coco de Rojão“, „Coco de Umbigada“ und „Coco de Roda“.

– Der Gesang: Valdir zeigt den Teilnehmer*innen den Gesang zum Coco Rhythmus.

– Die Musikinstrumente: Der Coco ist ein Musikstil, der durch den Rhythmus der Schlaginstrumente – Ganzá, Surdo, Pandeiro und Triangel – geprägt ist. In diesem Teil des Workshops lernen die Teilnehmer*innen die Instrumente kennen, die der Coco Rhythmus beinhaltet.

– Vorbereitung und Präsentation: In diesem vierten Teil des Workshops werden die Teilnehmer*innen je nach Vorlieben in kleinere Gruppen eingeteilt und studieren eine kurze Vorführung ein, die sie dann alle gemeinsam präsentieren.
Am Ende des letzten Tages des Workshops wird ein typisches Gericht aus dem Nord-Osten Brasiliens angeboten.

Über Valdir Juvenal (aus Olinda/Pernambuco)

Valdir Juvenal ist Sänger, Perkussionist und Komponist. Er hat schon sehr früh in seiner Kindheit die Liebe zur Musik entdeckt. Bereits mit 14 Jahren trat der Brasilianer bei bedeutenden Veranstaltungen in der berühmten Kleinstadt Amaro Branco auf, wo der „Coco“ Rhythmus entstand. Der sympathische Brasilianer lebt seit einigen Jahren in Berlin und verzaubert das musikbegeisterte Publikum mit seinem Talent. Valdir Jovenal ist Leiter der Forró-Band “Mistura Fina”, sowie der Pagode-Band Valdir&Banda. Er ist auch Sänger der Samba-Gruppe “Sapucaiu no Samba” und im „Bloco x“ bietet er Sambashows. Außerdem nimmt er an vielen anderen Projekten in Deutschland und Europa als Musiker teil. Mit seiner Affinität zur Musik und seinem musikalischen Charme ist er stets überall präsent.

Valdir zeigt seine Freude nicht nur in den Konzerten, die er macht, sondern lehrt auch leidenschaftliches Pandeiro Spielen in seinem Kurs der klassischen brasilianischen Rhythmen, wie Samba (Partido Alto), Coco und Funk. Der Kurs richtet sich an Anfänger*innen und Leute mit Vorkenntnissen. Während des Kurses werden dabei neue Techniken und Rhythmen erarbeitet.

Der Körper in Tänzen und Mythen der Orixás

Tanzworkshop mit Lívia Laso und Thiago Rosa (Bonobando Collective)

Sonntag 20. Oktober 2019
14:00 – 17:00 Uhr

Beitrag: 25 € / ermäßigt 20 €

Anmeldung unter: info@forum-brasil.de

Der Workshops ist gezeichnet durch den Dialog zwischen der Schwarzen Diaspora und den Tänzen der afro-amerikanischen Orixás als eine Form der Dekolonisierungs- und Überlebenspolitik, in dem sich die Körper als wichtige Akteure in der Geschichte zu erkennen geben.
Wo positionieren wir uns, wenn wir die Kolonisierung und die Auswirkungen davon in Frage stellen und jeden Menschen als wichtig für individuelle und kollektive rituelle Akte verstehen?
Wir werden uns mit Themen befassen, die die Struktur unserer Gesellschaft widerspiegeln.
Wir werden Räume mit dem Tanz und mit der Rettung einer Kultur, die massakriert worden ist, besetzen.
Der Zustand des Feierns ist auch eine Revolution.
“Was das Elend verblüfft, ist die Feier” (Wilson das Neves).

Workshop:

In diesem Workshop stehen die afrobrasilianischen Tänze und Elemente der Improvisation auf Grundlage afrobrasilianische Symboliken im Mittelpunkt.

Die Teilnehmer werden darum gebeten, in weißer Kleidung (oder hellen Farben) zu kommen und Obst / Lebensmittel zum Teilen mitzubringen.