AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

Online-Event – Dia dos Pretos Velhos
Tag der Schwarzer Ahnen in Brasilien

Ab sofort Abruf verfügbar! Hier

Anlässlich des diesjährigen Tages des Dia dos Pretos Velhos veranstalten das Forum Brasil und der Candomblé Ilê Obá Silekê ein Event, das nicht nur die Bedeutung dieses Tages, sondern vor allem die Bedeutung der Pretos Velhos (“Alte Schwarzen”) für die brasilianische Kultur und die Religionen afrikanischer Herkunft zum Thema hat. Außerdem werden wir darüber sprechen, wie diese afro-brasilianischen Ahnen ein Beispiel für Widerstandsfähigkeit sind. Obwohl sie versklavt waren und unter ihren Bedingungen litten, haben sie die Aufgabe, durch ihr Licht und ihre Weisheit den Menschen zu helfen, die sie aufsuchen.

Die Veranstaltung wird mit einer Eröffnungszeremonie zu Ehren der Pretos Velhos-Einheiten eröffnet. Danach wird der Babalorixá und Kulturmacher des Hauses Murah Soares sein Wissen mit den Spirituellen Töchtern des Hauses Ilê Obá Silekê, Gil DuOdé und Maria Eduarda Souza, teilen. In diesem Gespräch werden Überlegungen und Fragen zu den Religionen afrikanischer Herkunft wie Candomblé und Umbanda aufgeworfen, und es geht darum, wie die schwarze Bevölkerung in Brasilien noch heute unter den Folgen der Sklaverei leidet.

Programm:
1 – Eröffnung mit Murah Soares – Gesang und einleitende Worte über die Bedeutung der Dia dos Pretos Velhos
2 – Musik mit Juninho Quebradeira
3 – Gespräch von Murah Soares mit Gil DuOdé und Maria Eduarda Souza

–> Die gesamte Veranstaltung wird ab dem 13. Mai 2022 online verfügbar sein.

–> Die Veranstaltung findet auf  Portugiesisch mit Deutsch Übersetzung statt.

–> Um Spenden wird gebeten. –> Unterstütze uns auf betterplace

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No Dia dos Pretos Velhos deste ano, o Forum Brasil e a casa de Candomblé Ilê Obá Silekê irão realizar um evento que falará não só sobre a importância desse dia, mas principalmente sobre a importância dos Pretos Velhos para a cultura brasileira e para as religiões de matriz africana. Além disso, falaremos como esses espíritos brasileiros são exemplos de resiliência, apesar de serem escravizados e terem sofrido com suas condições, eles têm o propósito através da sua luz e sabedoria ajudar as pessoas que os procuram.

Para o evento, será realizada uma cerimônia de abertura em homenagem às entidades Pretos Velhos. Em seguida, o Babalorixá e Diretor Cultural da casa Murah Soares irá dividir o seu saber com as filhas de santo da Casa Ilê Obá Silekê, Gil DuOdé e Maria Eduarda Souza. Nesta conversa serão realizadas reflexões e questionamentos sobre as religiões de matriz africana, como o Candomblé e a Umbanda, e sobre o como a população negra no Brasil ainda sofre até hoje com os efeitos gerados pelo período da escravidão.
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Programa:
1 – Abertura com Murah Soares – canto e palavras iniciais sobre o significado do Dia dos Pretos Velhos.
2 – Música com Juninho Quebradeira
3 – Conversa entre Murah Soares com Gil DuOdé e Maria Eduarda Souza

–> O evento completo estará disponível online a partir do dia 13 de maio de 2022.

–> O evento será realizado em português com tradução em alemão.

–> Uma doação é solicitada no betterplace.

Mit dabei sind:

Murah Soares:
Er gilt seit vielen Jahren als einer der großen afro-brasilianischen Tänzer in Europa. Geboren in São Paulo/Brasilien, aufgewachsen im „Candomblé“ – Tempel seiner Großmutter in Salvador da Bahia wurde er dort seit seiner frühesten Jugend in die rituellen Gesänge und Tänze der afro-brasilianischen Religionen eingeweiht. Sein Studium in Klassischem Ballett und Modern Dance führte ihn zurück nach São Paulo, wo er sich anschließend als Tänzer, Dozent und Choreograf einen hervorragenden Ruf im Afro-brasilianischen-Tanz erarbeitete. Auf Einladung der Tanzfabrik Berlin 1990 nach Deutschland gekommen, hat er seither diverse eigene Musik- und Tanzproduktionen mit anderen namhaften Künstlern realisiert, die ihn bis nach Mexiko und Korea führten. Seine über 200 Mitglieder umfassende Gruppe: „Afoxé Loni“ hat über 16 Jahre traditionell den Karneval der Kulturen in Berlin eröffnet und führte diesen an. Auch in Manchester, Dublin, Oslo und Mailand war „Afoxé Loni“ schon zu sehen.

Gil DuOdé:
Sie ist Afrobrasilianerin, studierte Sprach- und Literaturwissenschaftlerin und hat bereits über zehnjährige Erfahrung als Portugiesisch-Lehrerin und als Dozentin für brasilianische Literatur. Sie ist in der afro-brasilianischen Kultur sehr verwurzelt und engagiert sich aktiv gegen Rassismus, Diskriminierung und für die Rechte von Frauen. Als sie noch in Brasilien lebte, gründete sie u.a. mit Mitstreiter:innen eine Gruppe zur Verteidigung der sexuellen Vielfalt an der Universität von Minas Gerais.
Über Maria Eduarda Souza: Sie hat einen Bachelor in Internationalen Beziehungen, den sie in Brasilien erworben hat, sowie einen Master in Kulturmanagement mit Nebenfach in Volkskunde/Kulturgeschichte an der Hochschule für Musik in Weimar. Um mehr über ihr Land, Religion und transatlantische Wurzeln zu erfahren, konzentrierte sie sich in ihrer Masterarbeit auf die Themen: Afro-Tanz im Karneval von Rio, Candomblé und religiöse Intoleranz, und schrieb sie unter dem Titel “Dance as Resistance: Afro-Brazilian Dances as Expressions of Black Culture and their Potential to Develop Religious Tolerance”. Zurzeit ist sie am Friedrichstadt-Palast Berlin als Mitarbeiterin des Künstler:innen-Büro in der Casting Abteilung tätig. Zuvor hat sie am Goethe-Institut in Rio, in verschiedenen Museen, bei Filmfestivals und verschiedenen Veranstaltungen gearbeitet.

Juninho Quebradera:
Er ist ein begnadeter Perkussionist, der über seine Arbeit als Lehrer nicht nur die Musik vermitteln möchte, sondern es sich zum Ziel macht, seinen Zuhörern und Schülern, die vielfältige und reiche Welt der brasilianischen Kultur zu eröffnen. Seit einigen Jahren lebt er in Berlin und gibt europaweit Workshops in einer Vielzahl afro-brasilianischer Rhythmen. Neben Maracatu und Samba-Rhythmen unterrichtet er außerdem Instrumente wie Timbal und Pandeiro. Außergewöhnliche Leistung erbringt er in seiner Arbeit mit Schwerhörigen und Gehörlosen, denn er leitet in diesem Bereich seit drei Jahren seine eigene Musikgruppe.

Maria Eduarda Souza:
Sie hat einen Bachelor in Internationalen Beziehungen, den sie in Brasilien erworben hat, sowie einen Master in Kulturmanagement mit Nebenfach in Volkskunde/Kulturgeschichte an der Hochschule für Musik in Weimar. Um mehr über ihr Land, Religion und transatlantische Wurzeln zu erfahren, konzentrierte sie sich in ihrer Masterarbeit auf die Themen: Afro-Tanz im Karneval von Rio, Candomblé und religiöse Intoleranz, und schrieb sie unter dem Titel “Dance as Resistance: Afro-Brazilian Dances as Expressions of Black Culture and their Potential to Develop Religious Tolerance”. Zurzeit ist sie am Friedrichstadt-Palast Berlin als Mitarbeiterin des Künstler:innen-Büro in der Casting Abteilung tätig. Zuvor hat sie am Goethe-Institut in Rio, in verschiedenen Museen, bei Filmfestivals und verschiedenen Veranstaltungen gearbeitet.